KVN genehmigt Psychotherapeutin Bärbel Nordmann in Kirchdorf mehr Behandlungstermine

Mehr Bedarf, mehr Therapiestunden

Ihre Sprechstunden bietet Bärbel Nordmann (rechts) in der Praxisgemeinschaft mit Dr. Gisela Salje-Wolff und Dr. Herbert Huth in Kirchdorf an.
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Ihre Sprechstunden bietet Bärbel Nordmann (rechts) in der Praxisgemeinschaft mit Dr. Gisela Salje-Wolff und Dr. Herbert Huth in Kirchdorf an.

Kirchdorf – Mit dem Beschluss der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), dass Bärbel Nordmann, Dipl.-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin in der Praxisgemeinschaft Dr. Herbert Huth und Dr. Gisela Salje-Wolff in Kirchdorf, mehr Behandlungstermine für ambulante Psychotherapie im Therapieverfahren „Verhaltenstherapie“ anbieten kann, werde auf die verstärkte Nachfrage reagiert, bestätigt Nordmann:

Was genau behandelt Bärbel Nordmann? Verhaltensveränderungen bei psychischen Erkrankungen. Sie erklärt: „Zusätzlich zu den Methoden der Verhaltenstherapie kann, unter anderem, durch Verfahren der Systemischen Therapie sowie mit EMDR-Methoden die Verarbeitung von Belastungen durchgeführt werden.“ EMDR ist die Abkürzung für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, eine Methode, die in den USA für die Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung angewendet wird. Bärbel Nordmann wurde eine Kassenärztliche Zulassung für die Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen im Alter ab 17 Jahren erteilt. Das vordergründige Ereignis könne ein erlittener Verkehrsunfall sein, aber eigentlich habe jemand schon vorher Probleme gehabt, nennt Nordmann ein Beispiel.

„Es ist mehr Bedarf da als Angebot.“

Dass sich Menschen offen Hilfe suchen auch für die Psyche, sei mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert. Tatsächlich seien es zumeist nahe Verwandte, die aufmerksam wahrnehmen, wenn sich eine Person zurückzieht – und sich nicht scheuen, diese Beobachtung auch anzusprechen. Und, ja, Betroffene kämen heute früher in die Praxis, als noch vor Jahren. Man könne dann mit einer Akuttherapie bereits Verbesserungen erzielen. Gibt es Zahlen, die belegen, ob durch eine frühere Therapie letztlich stationäre Aufenthalte vermieden werden konnten? „Nein, die habe ich leider nicht“, sagt Nordmann.

Die Corona-Pandemie erschwert auch die Arbeit der Therapeuten. Auch sie sollen möglichst wenig Kontakte haben. Was aber, wenn das Vertrauensverhältnis erst einmal aufgebaut werden muss, für Gespräche über solch sensible Inhalte? „Die ersten drei bis fünf Stunden sind wichtig, da wird geschaut, ob Therapeut und Patient passen, und diese Stunden sind natürlich im persönlichen Gespräch notwendig“, erklärt Bärbel Nordmann. Dann werde das Anliegen besprochen und geschaut, ob die „Chemie passt“ – und „ob ich was anbieten kann an Hilfe“, sagt die Therapeutin.

Telefonate, Videositzungen seien weitere mögliche Elemente, die in der Kommunikation zwischen Therapeut und Patient genutzt werden können – sobald das Vertrauen eine Basis habe.

Eine Kurzzeittherapie umfasse im Durchschnitt etwa zwölf Stunden. Eine Zeitspanne, die dem Patienten eine gewisse Sicherheit geben und dafür sorgen könne, dass dieser zumindest schon einen Lichtstreif am Horizont wahrnehmen kann. Eine Zeitspanne, die sich ebenso anbiete, um als ein „Refresher“ ein paar Therapiestunden zu buchen, damit es nicht schon zu weit geht.

Sie staune manches Mal, wie gut organisiert etwa Mütter seien, die für die Therapiestunden eine Betreuung ihrer Kinder organisieren, wenn notwendig, dann auch in einer Notbetreuung.

Der Einzugsbereich der Patienten ist groß, sie kommen aus Diepholz, Nienburg oder Bassum nach Kirchdorf, aber auch aus dem Sulinger Land. Erfreulich, denn der Besuch bei der Diplom-Psychologin und Psychologischen Psychotherapeutin in der Praxisgemeinschaft wird nicht mehr als Makel angesehen, den es zu verstecken gilt.

Wer Hilfe benötigt, kann sich unter Tel. 0 42 73 / 96 24 01 (Praxisgemeinschaft) auf die Warteliste setzen lassen. Termine werden individuell (dienstags bis donnerstags, für Berufstätige bereits ab 7 Uhr) vereinbart.

In Akutfällen sollte die Rufnummer 116 117 gewählt werden, um sofort Hilfe zu bekommen.

Von Sylvia Wendt

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