Kirchdorf: Übung der Atemschutzgeräteträger

Prüfungen an vier Stationen

Ein Blick auf Station zwei des Parcours.

Kirchdorf - Einmal im Jahr kommen die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Kirchdorf zusammen zu einer großen Übung. Man kennt den Termin, es ist keine überraschende Sache. Der parcours allerdings, der zu absolvieren ist, ist immer äußerst anspruchsvoll.

Ausrichter in diesem Jahr waren die Ortsfeuerwehren Kuppendorf und Kirchdorf, die auf den Hof Hespos nach Kuppendorf baten.

Die Atemschutzgeräteträger mussten ihr Können an vier Stationen beweisen. Zwei Trupps bildeten eine Gruppe, die demnach aus vier Atemschutzgeräteträgern bestand.

Die erste Station galt der Suchtechnik: In einem Raum hingen Zahlen von eins bis zehn an den Wänden – allerdings fehlte in der Zahlenreihe eine Nummer, das sollte den Einsatzkräften auffallen... In dem Raum war zudem ein Holztier versteckt, das die Teilnehmer finden mussten. Genauso wie zwei Gasflaschen, die als solche erkannt und als Gefahr eingestuft werden mussten. Die Konzentration auf mehrere Sachen, um diese dann per Funk an die Kameraden draußen weiter zugeben, war hier gefordert.

An der zweiten Station bestand mussten zwei Flutlichtstrahler auf Stativen genutzt werden, um einen Bereich auszuleuchten. Ach – und den Strom dafür lieferte ein Notstromaggregat, dass erst einmal in Stellung gebracht und gestartet werden musste.

„Um den Atemschutzgeräteträgern körperlich noch etwas mehr abzuverlangen, mussten etwa 100 Meter gejoggt und danach vier B-Schläuche ausgerollt und unter Wasser gesetzt werden“, schildert Nils Enders, Pressesprecher der Feuerwehren in der Samtgemeinde Kirchdorf, das Prozedere. Und: Da sich die Schläuche nicht von alleine wieder aufrollen, hieß es also auch noch „Schläuche aufrollen“.

Zu guter Letzt musste ein Parcours aus Rundballen absolviert und ein Feuerwehrübungsturm über Steckleitern bestiegen werden.

Bis alle Stationen absolviert waren, dauerte es für eine Gruppe etwa 45 Minuten. „Jeder Atemschutzgeräteträger hatte dafür eine Atemluftflasche mit sechs Litern, die mit 300 bar befüllt wurden, zur Verfügung.

Somit standen den Atemschutzträgern für diese Übung 1800 Liter Sauerstoff zur Verfügung“, rechnet Nils Enders vor. Die Übung absolvierten gut 40 Atemschutzgeräteträger, 20 Kameraden aus Kirchdorf und Kuppendorf kümmerten sich um den Parcours.

Ein großes Lob galt den Ausrichtern, die die Übung unter Leitung von Kirchdorfs Ortsbrandmeister Rainer Wittig und Kuppendorfs Ortsbrandmeister Thorsten Klußmann ausgearbeitet hatten. Gemeindebrandmeister Gerd Kemmann dankte Familie Hespos dafür, dass sie ihren Hof zur Verfügung gestellt hatten. - ne/sis

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