Vom Pfusch am Bau

Lustige Lippe Bahrenborstel zeigt „Mannslüüd van Bou – mol dösig mol schlou“

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Wilhelm Nietfeld (links) als „Bürgermeister Raffke“ und Alexander Stumpe als Zuhälter „Calle Hansen“.

Bahrenborstel - „Die Schauspieler proben seit Mitte August, jetzt sind alle heiß auf die Premiere“, sagt Nadine Harms von der Theatergruppe „Lustige Lippe“. Insgesamt liegen 30 Übungsabende hinter dem Ensemble. Die Zeichen für die Premiere am Samstag, 27. Oktober (14.30 Uhr) stehen gut: Das Generalprobenpublikum aus den eigenen Reihen war begeistert, und auch Spielleiterin Heike Schierenberg zeigte sich sehr zufrieden.

Die Lustige Lippe bringt in diesem Jahr ein modernes Stück aus der Feder von Carsten Lögering (geboren 1978) auf die Bühne: „Mannslüüd van Bou – mol dösig mol schlou“ heißt die turbulente Komödie, die mit spritzigen Dialogen punktet und nach 105 Minuten ein unerwartetes Ende nimmt. Im Mittelpunkt des Dreiakters steht der Zuhälter Calle Hansen (Alexander Stumpe). Er hat der Gemeinde ein altes, halb verfallenes Haus abgekauft, um hier zusammen mit seiner Prostituierten Jacky (Jana Nuttelmann) ein Bordell zu errichten.

Bürgermeister Raffke (Wilhelm Nietfeld), der den Deal ermöglicht hat, durchschaut die wahren Absichten von Calle Hansen zunächst nicht. Das ungleiche Bauunternehmerpaar Leo und Marlene Pfusch (Gerd Krome und Ilona Kruse) und ihr türkischstämmiger Schwarzarbeiter Ali (Tamino Frede) erhalten den Auftrag, das Haus gemäß seiner neuen Bestimmung umzubauen. Zum Leidwesen Calles machen sie allerdings ihrem Namen alle Ehre.

Gegenspieler wollen Pläne durchkreuzen

Calle hat weitere Gegenspieler, die seine Pläne durchkreuzen wollen. Ärger erwartet ihn von Madame Petronella (Kathi Pohl), die wie er im „horizontalen Gewerbe“ tätig ist. Sie versucht ebenso wie Schwester Anna (Carolin Stumpe) und Landstreicherin Hilde (Thea Husmann), die seit Jahren in der Ruine wohnt, den Umbau zu verhindern...

Ein starkes Team an Helfern unterstützt das Ensemble im Hintergrund. Dazu gehören Elke Schumacher (Souffleuse), Maskenbildnerin Elke Wesemann und ihr Team (Friseurgeschäft Haarwerk) sowie die „Bühnenbauer“ Rainer Wiegmann, Detlef Sandmann, Bodo Kruse und Gerd Koch, deren Geschick in diesem Jahr besonders gefragt war: Erstmals spielt das Stück nicht in einem Innenraum, sondern auf einer Baustelle.

Der Premiere folgen neun weitere Vorstellungen auf der Hausbühne im Gasthaus Hespenheide-Wiegmann (Vorverkauf: Tel. 0 42 73 / 3 28). Tische und Plätze sind bei allen Veranstaltungen nummeriert. die Karten kosten im Vorverkauf sieben und an der Abendkasse acht Euro, Kindern wird Nachlass gewährt. „Die Aufführung am 24. November in Verbindung mit Schnitzelbüfett ist bereits ausverkauft, für alle anderen Termine sind noch Karten zu haben“, teilte Nadine Harms mit. 

Die Schauspieler hoffen, dass sie zum Start der Saison am heutigen Nachmittag vor vollem Haus spielen dürfen. Gespannt sein darf das Publikum auf Tamino Frede und Carolin Stumpe. Sie feiern heute auch ihre persönliche Bühnenpremiere.

mks

Die Termine

Samstag, 27. Oktober, 15.30 Uhr (14.30 Uhr Kaffeetafel), Sonntag, 28. Oktober, 11 Uhr (9.30 Uhr Frühstück), Sonntag, 4. November, 15.30 Uhr (14.30 Uhr Kaffeetafel), Freitag, 9. November, 20 Uhr, Sonntag, 11. November, 15.30 Uhr (14.30 Uhr Kaffeetafel), Sonntag, 18. November, 15.30 Uhr (14.30 Uhr Kaffeetafel), Freitag, 23. November, 20 Uhr, Samstag, 24. November, 20 Uhr (18 Uhr Schnitzelbüfett, bereits ausverkauft), Freitag, 30. November, 20 Uhr, Sonntag, 2. Dezember, 11 Uhr (9.30 Uhr Frühstück)

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