Ortsumgehung Barenburg ist eine Gemeinschaftsleistung vieler Protagonisten

Baubeginn am 1. Juni 2016

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Ortsumgehung Barenburg: Vertreter aus Politik, von Behörden und Verwaltung sind gemeinsam „Väter des Erfolgs“.

Kirchdorf - Man muss hartnäckig bleiben, nachfragen, telefonieren, erinnern, fordern – vor allem aber im Ziel einig sein. Deshalb wird jetzt die Ortsumgehung Barenburg gebaut. Die vielen „Väter des Erfolgs“ hatte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher am Montagmorgen zusammengerufen, um ihnen ein Danke auszusprechen für ihr Engagement.

Die Politiker haben es gerne vernommen, egal, wie lange und wann sie einen Teil des Weges mitgegangen sind.

Manche Behördenleiter haben ihre Arbeit rund um die Ortsumgehung noch nicht beendet (Amt für Landentwicklung, zuständig für das Thema Flurbereinigung) und manche beginnen jetzt mit der heißen Phase (Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Nienburg, die lässt die Ortsumgehung bauen). Dessen stellvertretender Leiter, Dieter Thomsik, stellte erfreut den geplanten Ablauf vor. Das Wort des Bundesverkehrsminsters, es gäbe Geld, reicht offiziell nicht, die notwendigen sieben Millionen Euro müssen im Straßenbauplan stehen. Tun sie jetzt. Die Ausschreibungs- und Einspruchsfristen würden frühestens Mitte Februar 2016 abgeschlossen sein. Naturschutzrechtliche Auflagen im Planfeststellungsverfahren sorgen dafür, dass zwischen Mitte Februar und Ende Mai nicht gebaut werden darf. So könnte der „erste Spatenstich“ wohl am 1. Juni 2016 erfolgen. Die Mitarbeiter der Straßenbaubehörde bringen derzeit die Planungen in den Bereichen Brückenbau und Straßenbau auf den neuesten Stand der Auflagen, die zu erfüllen sind.

Naturschutz, Geologie und Archäologie: In diesen Bereichen habe es umfangreiche Untersuchungen gegeben, erklärt Thomsik auf Nachfrage. Im Bereich der Brückenpfeiler etwa sei der Boden genau untersucht worden – der moorige Untergrund in Barenburg, wo die jetzige Trasse der B61 verläuft, sei bekannt. Für den ersten Abschnitt, dem Brückenbau, rechne man mit einem Jahr Bauzeit. Die Ausschreibungen für den Straßenbau sollen in 2017 abgeschlossen sein, so dass dann zum 1. Juni 2017 mit dem Straßenbau begonnen werden kann – für das dritte Quartal 2018 habe man die geplante Fertigstellung bereits ans Ministerium gemeldet. Die Flurbereinigung, wie berichtet ohne Einsprüche abgewickelt, will Joachim Delekat in eine „saubere Endphase“ begleiten. Zum 1. Juni 2016 würden die Flächen, die jetzt landwirtschaftlich genutzt werden, für den ersten Bauabschnitt zur Verfügung stehen. Delekat erinnerte daran, dass im Rahmen des Flächentauschs prozentual ohne Abzüge getauscht wurde, das heißt: Kein Beteiligter besitzt jetzt weniger Quadratmeter, als vorher. André Meyer dankte als Laie, als der er sich als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Barenbrug sieht, den Profis, die in Politik, Behörden und Verwaltung an der Realisierung des Projektes mitgewirkt haben. Ohne die Ortsumgehung hätte man kaum eine Zukunft für den Flecken gesehen. Nun habe man mit der Entwicklung des Ortskerns eine tolle neue Aufgabe. Dass die angegangen werden kann, liegt auch daran, dass die Dorferneuerung für Barenburg (für Zuschüsse) bis 2020 verlängert wurde. Es ist Karl-Heinz Klare, Vizepräsident des Niedersächischen Landtages, der das Lob zurückspielt: Auch die jahrelange Beharrlichkeit Kammachers habe den Grundstein für den Erfolg gelegt.

sis

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