Oldtimertreffen in Holzhausen: 180 Gäste kommen zum ersten „Fahrerfrühstück“

200 Vehikel zu bewundern

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Oldtimerfans und „Nicht-Eingeweihte“ erfreuten sich an den vielen Exponaten auf dem Tempelberg.

Holzhausen - Alle zwei Jahre laden die Oldtimerfreunde Holzhausen und Umgebung zum Oldtimertreffen ein. Die sechste Neuauflage sprengte alle Rekorde: Rund 200 Traktoren, Autos und Motorrädern steuerten am Sonntag den Tempelberg an. Die historischen Gefährte erzählen Geschichten – ebenso wie ihre stolzen Besitzer.

„Wir haben so viel Zuspruch wie noch nie“, erklärte Vereinsvorsitzender Günther Hespenheide. Schon am Donnerstag quartierten sich die ersten der 50 Übernachtungsgäste auf dem Gelände in Holzhausen ein. „Viele kommen von weit her“, sagte Hespenheide. 75 Kilometer Anreise waren keine Seltenheit, sogar eine Gruppe aus dem 120 Kilometer entfernten Warendorf (Münsterland) machte auf dem Weg nach Bremerhaven bei den Oldtimerfreunden Station. Um nahezu das Doppelte gestiegen war die Anzahl der Schausteller, die Ersatzteile, Zubehör und Krimskrams im Angebot hatten.

Nach einem „Fahrerfrühstück“ – eine gelungene Premiere mit 180 Gästen – stand am Sonntagmorgen die gemeinsame Ausfahrt an: Die 145 Traktoren gingen mit einer Geschwindigkeit von acht Kilometern pro Stunde auf einen neun Kilometer langen Rundkurs, Autos und Motorräder absolvierten 35 beziehungsweise 39 Kilometer. Inge und Horst Schulz aus Siedenburg hatten diesen Termin knapp verpasst. Sie reihten ihren Audi NSU (Baujahr 1969) am späten Vormittag in die Reihe der blank polierten Vehikel ein und genossen das Ambiente und den Austausch mit Gleichgesinnten – das richtige Ziel für eine Ausfahrt an einem sonnigen Sonntag.

Eine ähnliche Motivation hatte Karl Tabens. Der gelernte Kaufmann hatte vor sechs Jahren für Oldtimer Feuer gefangen und sich einen Traktor Porsche Diesel (1959) angeschafft, mit dem er am Sonntag aus Twistringen anreiste. Auf dem Geräteanhänger hatte er Pflüge aus den Jahren 1934 bis 1938 aus dem Eisenwerk Bassum. „Alle sind voll einsatzfähig – nicht nur theoretisch“, sagt Tabens: „Es macht Spaß zu zeigen, was man sonst nirgends zu sehen bekommt.“

Gäste, die sich für historische Maschinen und Geräte interessierten, scharten sich um die Torfpresse, die über eine Zapfwelle von einem Hanomag (Baujahr 1951) angetrieben wurde. Vereinsmitglieder demonstrierten die mühsame Herstellung von Torfziegeln: Durch den Pressvorgang wurde dem feuchten Torf weitgehend das Wasser entzogen, bevor er in handlicher Stücken in der Sonne trocknen konnte. Angebote für Kinder und Nicht-Eingeweihte rundeten das Programm ab.

Die Hälfte der rund 100 Holzhausener Oldtimerfreunde war am Wochenende im Einsatz, zum Teil rund um die Uhr. „Unser großes Plus: Das Team steht dahinter“, lobte Günther Hespenheide seine Mitstreiter. In punkto Dokumentation setzte der Verein erstmals auf Hightech: Eine detaillierte Auswertung des Treibens auf dem Platz gewähren in diesem Jahr Luftbildaufnahmen einer Kamera-Drohne.

mks

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