Engagierte Oberschüler

Premiere für Kooperation zwischen Sulinger Tierschutzverein und Varreler Schule

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Lara Häsemeyer (Schülervertretung) und Schülersprecherin Leonie Henkel überreichen die Tüten mit selbstgebackenen Hundekeksen an Christine Nordenholz und Marita Görges (von links).

Varrel/Sul. - Es ist die erste Kooperation dieser Art, die der Tierschutzverein Sulinger Land eingeht. Partner ist die Oberschule Varrel. Den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 10 stellten Marita Görges und Christine Nordenholz vor, welche Aufgaben der Tierschutzverein hat. Und kaum, dass beide den Vortrag beendet haben, steht die erste Gruppe Freiwilliger bereit, sich in Sachen Tierschutz zu engagieren. Das Thema bewegt die Schüler.

Die haben sich vorbereitet auf den Besuch: Prall gefüllt sind die Körbe mit Hundekeksen, von Freiwilligen aus allen Klassen in der Schulküche (unter der Leitung der Lehrerinnen Elke Bier und Nicole Conrad und nach Rezepten von Schulsekretärin Yvonne Kosten) hergestellt. „Käse-Traum“ und „Schinken-Schmatzer“ heißen die Köstlichkeiten, die der Tierschutzverein zu zwei Euro pro Tüte am 6. Dezember beim Aktionstag im E-Center Sulingen verkaufen wird.

Die Oberschüler aus Varrel haben für den 7. Dezember bereits Waffelteigrezepte recherchiert und den Standdienst beim Nikolausmarkt in Varrel organisiert, denn: Hier werden ebenfalls Kekse für Vierbeiner verkauft, für die Zweibeiner Waffeln, in einer Tombola winken Preise. Die Erlöse gehen an – den Tierschutzverein.

Der Verein finanziert sich, unter anderem, auch durch Haussammlungen: Dazu laufen ab sofort Vorbereitungen, denn einige Schülerinnen würde dies gerne in Varrel und Bahrenborstel tun.

Tierwohl erfordert täglichen Einsatz

Die Oberschüler der höheren Klassen melden sich fast alle, als gefragt wird, wer ein Haustier habe, viele sowohl Hund als auch Katze. Sie kennen sich aus, wissen, dass in Sachen Tierwohl täglicher Einsatz gefordert ist. Füttern, Gassi gehen, Aufräumen, zum Tierarzt gehen – diese Arbeiten rund um ein Tier erledigen die Tierschützer ebenfalls, nur eben multipliziert um ein Vielfaches. Görges und Nordenholz verschwiegen nicht, dass manche Tiere erst aufgepäppelt werden müssen. Die Jugendlichen sind erstaunt, dass etwa eine Katzenmama und vier Katzenbabies in einem Karton an einer Varreler Bushaltestelle ausgesetzt worden waren. Alle wurden gerettet und schließlich in gute Hände vermittelt.

Zum Kreis der Tierschützer gehören nun auch die Oberschüler in Varrel. Die Lehrer haben dabei nicht nur die pädagogischen Ansätze im Blick, wie das Training von Schlüsselqualifikationen (etwa Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit), sondern konkrete Projekte. Neben den bereits geplanten Aktionen seien Praxistage der Schule im Jahrgang 8 sowie Schulpraktika der Neunt- und Zehnklässler im Tierschutz angedacht, ebenso eine Schul-AG im Nachmittagsangebot in Tierheim und Schule. „Und wenn ich euch so ansehe, dann könntet ihr beim Sponsorenlauf mitmachen“, lud Marita Görges zur sportlichen Variante des Tierschutzes ein, der jährlich im September stattfindet. Grundsätzlich sollen dauerhafte Initiativen und Projekte von Oberschule und Tierschutzverein entstehen – den Jugendlichen so ein realistischer Einblick in die Arbeit der Tierschützer ermöglicht werden. Über freiwillige Helfer am Wochenende im Tierheim (derzeit belegt mit 25 Hunden und 50 Katzen) freue man sich besonders, sagt Görges. Es gäbe immer etwas zu tun, nicht nur Käfige säubern: „Es nimmt kein Ende. Tiere machen keine Pause.“ Dazu gehöre, den Tieren zu zeigen, dass es auch nette Menschen gibt, Vertrauen zu ihnen aufbauen. 

sis

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