„Tag der offenen Gärten“ in der Samtgemeinde Kirchdorf

Oasen nach Konzept

Inge Brokate (links) und Familie haben 9.000 Quadratmeter im Kirchdorfer Ortskern naturnah gestaltet: Rund um ihr Grundstück wachsen Büsche und Bäume, der Blick dorthin bleibt an mit Feldsteinen umrandeten Beeten hängen, in denen Stauden grünen und blühen.

Kirchdorf - Ein Kräutergarten, eine Oase mit üppig blühenden Stauden, ein pflegeleichter Garten mit Nadelbäumen und Koniferen, ein Bauerngarten mit altem Baumbestand, ein im Stil von Feng Shui gestaltetes Firmenareal, ein mit Büschen und Hecken strukturierter Hausgarten - sechs Grundstücke, sechs Konzepte. Am Sonntag öffneten die Besitzer im Zuge des „Tags der offenen Gärten“ in der Samtgemeinde Kirchdorf ihre Pforten für interessierte Besucher.

Viele „Touristen“ ließen am Sonntag ihren eigenen Garten Garten sein und holten sich Anregungen im Landhotel Baumanns Hof, bei „WestWind energy“ sowie in den Privatgärten von Garmin Volz, Mariechen Hespos, Inge Brokate (Kirchdorf) und Sabine Plagge (Varrel), die sich mit jeweils individuellem Rahmenprogramm an der Aktion der Samtgemeinde Kirchdorf beteiligten.

Auf dem knapp zwei Morgen großen Grundstück von Mariechen Hespos finden sich eine große Rasenfläche, symmetrisch angelegte Beete, Nadelbäume und Koniferen – eine Neuanlage auf einer ehemaligen Schafsweide. „Bei mir ist es das ganze Jahr über grün“, erklärt die 82-Jährige. Die Arbeit im Garten meistert sie weitgehend allein. Damit diese nicht überhandnimmt, hat sie die Beete mit Folie auslegen lassen, die den Durchwuchs von Unkraut verhindern.

Viele „Touristen“ ließen am Sonntag ihren eigenen Garten Garten sein und holten sich Anregungen. - Fotos: mks

Einen anderen Gartentraum hat Inge Brokate verwirklicht. Sie und ihre Familie haben 9.000 Quadratmeter im Kirchdorfer Ortskern naturnah gestaltet: Rund um ihr Grundstück wachsen Büsche und Bäume, der Blick dorthin bleibt an mit Feldsteinen umrandeten Beeten hängen, in denen Stauden grünen und blühen. Ein Hühnerhof, ein kleiner Teich, ein Gemüsegarten und eine Wiese, die ganz bewusst nur zweimal jährlich gemäht wird, sind tragende Elemente des geordneten Wildwuchses. Lauschige Sitzecken gibt es an vielen Stellen. „Ein Garten ist ja nicht nur zum Arbeiten da, sondern auch zum Genießen“, betont Inge Brokate. Rainer und Gisela Degen, die sie zu ihrem „grünen Daumen“ beglückwünschen und sie nach dem Arbeitsaufwand fragen, versichert sie: „Urlaub ist trotzdem drin.“

Beet- und Strauchrosen wie „Leonardo da Vinci“, „Aprikola“ oder die „Rose der Hoffnung“ sind das Begrüßungskomitee im Garten von Garmin Volz. Die Idee für die mit Steingabionen, Buchs-, Eiben- und Buchenhecken strukturierte Anlage entstand vor fünf Jahren auf dem „Papier“. „Ich habe eine Zeichnung angefertigt und dann angefangen, das Konzept umzusetzen“, sagt Garmin Volz. Unter anderem hat sie eine blau-weiße Rabatte mit Astern, Rosen, Spiräen, Phlox angelgt. Einen Grundstock für die Bepflanzung - Yucca, Funkien, Bergenien - konnte sie von ihrem vorherigen Wohnsitz „umsiedeln“.

Garmin Volz hatte bereits bei der Premiere im vergangenen Jahr ihren Garten geöffnet, in diesem Jahr mit Begleitausstellung von Skulpturen (Herbert Huth), Staudenhaltern aus Metall (Anja Henke-Lüdeke), Garten-Dekoration (Café Klönschnack) und Patchwork-Arbeiten (Landfrauen).

Die Aktion habe ihr spontan zugesagt: „Garten ist mein Hobby. Es macht Spaß, sich darüber mit Gleichgesinnten auszutauschen.“

„So einzigartig wie die Menschen, so einzigartig sind auch ihre Gärten.“ Das Motto der Veranstaltung bewahrheitete sich am Sonntag einmal mehr. - mks

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