Saisonvorbereitung 2022 im Freibad Barenburg umfasst längere Liste

Nichts Großes, aber viel Kleines

Arbeiten am Sprungturm und an der Riesenrutsche stehen noch auf dem Plan der Förderer in diesem Jahr.
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Arbeiten am Sprungturm und an der Riesenrutsche stehen noch auf dem Plan der Förderer in diesem Jahr.

Barenburg – Nein, in diesem Jahr wirklich mal nicht: Definitiv soll es keine großen Projekte, keine großen Einsätze für die Mitglieder des Fördervereins Freibad Barenburg und ihre Helfer. Allein Unterhaltungsmaßnahmen stehen an, heißt es. Die sollen möglichst bis Ende April abgeschlossen sein. Vielleicht, so die Hoffnung, kann in diesem Jahr der traditionelle erste Badetag am 1. Mai wieder eingehalten werden.

Aber dann zückt Kassenwart Marlo Rethorn den Block, auf dem er notiert hat, was an Sanierungsmaßnahmen anfällt. Und es wird klar: Die Förderer definieren den Begriff „Sanierungsmaßnahmen“ äußerst großzügig: „Hat wieder nicht geklappt, mit dem wenig machen.“

Für Bürgermeister Lars Röper ist der Einsatz der Freiwilligen um Vorsitzenden Klaus Parakenings und seinen Stellvertreter Tim Witte nicht selbstverständlich: „Wir hoffen, dass wir wieder Schwimmkurse und Schulsport anbieten können – und Badespaß. Die Menschen sind dankbar dafür.“ Der Gemeindechef spricht namens des Rates, wenn er sagt, dass die Kommune die Arbeiten unterstütze, im Rahmen dessen, was machbar sei. Röper betont den Einklang zwischen Flecken, Verwaltung und Förderern, die sich eng abstimmen. Insbesondere glühen die Drähte zwischen Bauamtsleiter Olaf Heuermann und den Förderern. Zum Start der Schwimmkurse hofft man auf das erneute Planungsgeschick von Uwe Kellermann. Gleichwohl sieht Röper die Saison 2022 noch vor einer besonderen Herausforderung: Wenn eine volle Badesaison zu stemmen ist, statt, wie im vergangenen Jahr, eine verkürzte.

Die zweckentfremdeten Mülleimer werden noch den Einzelkabinen Platz machen. Dahinter die neue Wand.

Fest steht: Es gibt eine Gruppe, die 40 bis 50 Personen umfasst. Die im vergangenen Jahr in einer vorbildlichen Gemeinschaftsaktion anfallende Dienste aufgeteilt hat. „Diese WhatsApp-Gruppe gibt es immer noch“, sagt Rethorn. Weitere Freiwillige, ob als Helfer bei den anstehenden Arbeiten oder für die Dienste in der laufenden Saison – der Förderverein sucht immer neue Unterstützer.

Und derzeit noch eine Lösung für den Freibad-Kiosk. Früher eine Haupteinnahmequelle für den Betreiber, ist der Kiosk heute eher etwas für „nebenbei“. Die Einnahmen fallen bei Regen nämlich buchstäblich ins Wasser. Was aber ist nachgefragt seitens der Badegäste? Kaffee und Kuchen? Süßigkeiten? Belegte Brötchen? Pommes? Wer würde sich den Betrieb zutrauen? Bis zum 15. Januar suchen Verwaltung, Förderverein und Flecken noch nach Interessenten.

Alte Schließfächer mit neuer Nutzung.

Alle Arbeiten unterliegen seit zwei Jahren den Auflagen der Pandemie. Und dennoch scheuen sich die Förderer nicht, die Liste neu zu füllen. Rethorn erklärt das damit, dass die Förderer gucken, wo sie Abläufe optimieren können, für Gäste, sich oder Schwimmmeister gleichermaßen. Beispiel: Alte Schließfächer. Die werden aufgearbeitet und fassen nun diverse Hilfsutensilien für die gänzlich unterschiedlichen Nachfragen. Da dürfen es Ersatzglühbirnen für die einen sein und Wasserbälle für die anderen. Die Einzelkabinen wurden vorgezogen. Wie, vorgezogen? „Wir haben die Einzelkabinen nach vorne geholt, und dahinter eine Wand gezogen, so dass wir zusätzlichen Stauraum für Gerätschaften geschaffen haben“, erklärt Rethorn. Der Bereich vor den Einzelkabinen sei vorher schlicht ungenutzt gewesen. Und dunkel. Thema Lichtkonzept: „Wir wollen konsequent umstellen auf mehr Nachhaltigkeit.“

Aufgefallen war, dass Steine auf dem Weg zwischen dem Schwimmmeisterhäuschen und dem Nicht-Schwimmerbecken abgesackt waren und im Schwallwasserbecken immer etwas Sand war. Jungspund Rethorn lobt das „technische Know-how“ der „alten Hasen“: „Die wussten, dass da eine Leitung zum Schwallwasserbecken lag. Also haben wir nachgeguckt.“ Nachgucken bedeutete: Etwa zwei Meter lang und einen guten Meter breit Platten aufnehmen und dann buddeln. Die Förderer stoßen auf ein altes Tonrohr. Genauer: Auf ein beschädigtes Tonrohr, das ersetzt wurde.

Ein kaputtes altes Tonrohr wurde ersetzt.

Aufgehübscht werden muss die Riesenrutsche. Das spezielle Fugenmaterial muss erneuert werden. Gestell und Rutsche dürstet es nach einem neuen Anstrich. Das Rutschbecken am Start wird saniert, abgeschliffen und mit neuem Anstrich versehen. Eine Kunststoffverblendung muss ersetzt werden.

Stillleben im Winterhalbjahr im Freibad in Barenburg.

Auch der Sprungturm wird saniert. Das heißt: Die zwei Ein-Meter-Bretter erfüllen nicht mehr den Standard. Eines der Bretter steht zudem zu weit am Rand, dass es – aus Sicherheitsgründen – abgebaut wird. Künftig stehen der „Dreier“ und ein „Einer“ zur Verfügung. Eine neue Abtrennleine für das Nicht-Schwimmerbecken muss noch bestellt werden. Und neue Riesen-Schachfiguren. Neue Armaturen und Duschköpfe – und eine Ersatzpumpe. Warum das? Im vergangenen Jahr habe Schwimmmeister Martin Salzwedel eines Morgens vor der Öffnung eine defekte Pumpe im Nichtschwimmerbecken vorgefunden. Dank guter Zusammenarbeit aller habe die noch am selben Tag ersetzt werden können. „Nun wollen wir, für alle Fälle, eine Ersatzpumpe anschaffen“, schließt Rethorn die lange Liste an Arbeiten, Aufträgen, Wünschen und Vorhaben.

Gesucht wird immer noch trainiertes Aufsichtspersonal, Menschen mit Rettungsschwimmerschein, die aufpassen helfen, dass schwimmen, Bahnen ziehen, rutschen, tauchen, Arschbombe, nass spritzen und Co. im Freibad möglich sind.

Von Sylvia Wendt

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