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Neues Varreler Feuerwehrhaus hat bereits ein Dach über der Halle

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Von: Sylvia Wendt

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Wo wäre Platz für den Schriftzug „Feuerwehr Varrel“? Das diskutieren Fred Melloh (links) und Ernst Christian Gerbes.
Wo wäre Platz für den Schriftzug „Feuerwehr Varrel“? Das diskutieren Fred Melloh (links) und Ernst Christian Gerbes. © S. Wendt

Varrel – Die Außenmauern stehen allesamt, das Dach ist drauf – und die Tore sind bereits geliefert. Sie müssen noch einen Moment auf ihre Montage warten, aktuell steht die Bodenheizung auf dem Plan für die 254 Quadratmeter große Fahrzeughalle, künftige Heimat der drei Einsatzfahrzeuge der Ortsfeuerwehr Varrel.

Ab wann würden die Fahrzeuge samt aktiver Mitglieder der Ortsfeuerwehr einziehen können? „Wir hoffen, dass die Arbeiten im Spätherbst beendet sein werden“, sagt Ernst-Christian Gerbes, der das Gebäude baut. Der Varreler Unternehmer hatte den Zuschlag für den Auftrag in seinem Heimatort erhalten, er bestätigt: Der vereinbarte Preis bleibt und die Bauarbeiten liegen im Plan. Das heißt im Februar 2023: Deutlich über die Hälfte der Arbeiten sind abgeschlossen. Der Beton ist für den 6. März bestellt. Wenn der Estrich fertig ist, geht es weiter mit den Innenarbeiten. Eine Fußbodenheizung ist in Halle und Sozialtrakt geplant. Warum auch in der Halle? „Die Fahrzeuge müssen betriebsbereit sein – wir haben ja auch Wasser führende Fahrzeuge“, klärt Ortsbrandmeister Fred Melloh auf. Wenn der Estrich fertig ist, können die drei vier Meter hohen Tore der Halle in die silbergrauen „microlinierten Sandwichpaneele“ der Hallenfront montiert werden.

Rundgang im Sozialtrakt: Die Fenster sind eingefügt, die Fensterbänke ebenso, überall hängen Strippen, denn die Leitungen sind eingezogen. Im Technikraum ist ein Loch in der Decke: „Der Dachdurchbruch, falls wir künftig noch eine Photovoltaikanlage nachrüsten möchten“, erklärt Melloh. Was an Technik noch eingeplant ist, ist eine autarke Notstromversorgung für den Katastrophenfall.

Der Haupteingang liegt direkt neben dem Leitungszimmer. Der „Alarmeingang“ ist an der Seite des Parkplatzes, östlich des Gebäudes, eingeplant.

Blick in das neue Leitungszimmer.
Blick in das neue Leitungszimmer. © S. Wendt

Das Leitungszimmer dient derzeit als Speisezimmer: Hier können sich die Helfer auf dem Bau versammeln. Apropos Helfer: Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Varrel haben etliche Arbeitseinsätze vor Ort geplant, helfen mit, „ihr“ Gerätehaus neu zu bauen. Melloh bestätigt, dass die Motivation unter den Mitgliedern immer noch sehr hoch ist.

Dass der Umkleide- und Duschbereich für die Herren deutlich größer ist als der der Damen, liegt insbesondere daran, dass der Anteil der weiblichen Einsatzkräfte äußerst gering ist: „Da würden wir gerne noch mehr begrüßen“, lädt Melloh ein, sich der Ortsfeuerwehr anzuschließen. Die zählt aktuell 65 aktive Mitglieder.

Der Neubau eines Feuerwehrhauses bedeutet auch, dass Platz ist für Dinge, an die man einst nicht gedacht hatte. So wird in der einen Ecke der Halle ein sogenannter Schwarz-/Weißraum eingerichtet. Es gibt Einsätze, von denen die Feuerwehrmitglieder ziemlich „eingedeckt“ zurückkommen: Schaum, Wasser, Staub, Rauch, Dreck – es gibt da ganz unterschiedliche Mischungen. Die Einsatzkleidung kann in dem Raum ausgezogen und soweit möglich gesäubert werden. Dafür wird ein gesonderter Abscheider im Boden montiert.

Der größte Raum ist der neue Schulungsraum, in dem deutlich mehr Strippen hängen – die notwendige Technik für die Unterrichtseinheiten ist vorbereitet.

Die Samtgemeinde Kirchdorf als Dienstherr hat im Budget für das Jahr 2023 45 000 Euro für die Einrichtung eingestellt. Losgelöst von den Baukosten, für die insgesamt 700 000 Euro als Festbetrag eingeplant sind.

Noch Materiallager, später Herrenumkleide.
Noch Materiallager, später Herrenumkleide. © S. Wendt

Spenden haben bereits die Volksbank, die Varreler Firma Edgar Schröder sowie private Unterstützer überreicht – ihnen allen ist Ortsbrandmeister Melloh dankbar dafür. Was neben der Grundausstattung noch möglich ist, anzuschaffen, bleibt abzuwarten, wenn das neue Feuerwehrhaus auch mit den Bauarbeiten von innen weiter fortgeschritten ist.

Während der Sozialtrakt mit einem Flachdach bestückt wurde, hat das Team der Firma Gerbes die Fahrzeughalle mit von innen sichtbaren Trapezblechen eingedeckt, darauf eine Dampfsperre gelegt, dann gedämmt und das Ganze mit Bitumenbahnen abgeschlossen. Arbeiten, die im Dezember und Januar erfolgten.

Ein Richtfest gab es nicht auf der Varreler Baustelle – „wir wollen alle Helfer einladen zu einer Rohbaufete am 31. März“, kündigt Fred Melloh an.

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