Erste Arbeiten am neuen Domizil der Varreler Einsatzkräfte

Neues Jahr, neues Feuerwehrhaus

Noch geht der Blick in die ländliche Ferne, wenn es nicht gerade nebelig ist, aber hier steht bald ein Feuerwehrhaus.
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Noch geht der Blick in die ländliche Ferne, wenn es nicht gerade nebelig ist, aber hier steht bald ein Feuerwehrhaus.

Varrel – Sandarbeiten, sofern das Wetter „offen“ bleibt: So lautet die Antwort von Varrels Ortsbrandmeister Fred Melloh auf die Frage, was da auf dem Feld an der Varreler Ortsrandlage, an der Straße „Auf der Loge“ / Ecke „Brümmerloher Gärten“,  passiert. Genauer: Hier entsteht das neue Domizil der Ortsfeuerwehr Varrel.

Mit Erdarbeiten wurde bereits begonnen. Und auch die Zuwegung vereinfacht: Der Fußgängerweg erfuhr eine Bordsteinabsenkung – das erleichtere den Baufahrzeugen die Auffahrt auf das Areal. Die aufgenommenen Steine des Gehweges sollen zwischenzeitlich wieder neu verlegt worden sein, so war jedenfalls der Plan.

Die Bauherrin ist die Samtgemeinde Kirchdorf, das örtliche Unternehmen Gerbes Dächer hatte den Auftrag ergattern können. Die örtliche Firma Tober hatte für die ersten Erdarbeiten schweres Gerät aufgefahren. Gesetzt wurden außerdem die ersten Pflöcke, die die Abmaße markieren.

Laut Ortsbrandmeister Fred Melloh ist die Rangfolge der Bauarbeiten festgelegt: Erst wird die Fahrzeughalle fertiggestellt, dann der Sozialtrakt. Der bietet künftig allen aktiven Einsatzkräften genügend Raum, etwa mit 50 Spinden für die Herren und 15 für die Damen. Aktuell ist im noch genutzten alten Domizil mancher Spind doppelt belegt.

Zu einem ersten Einsatz kamen einige Freiwillige.

Wie viele aktive Mitglieder zählt die Ortsfeuerwehr Varrel aktuell? „65“, antwortet Fred Melloh, ein bisschen stolz auf die hohe Zahl. „Obwohl Corona herrscht“, sagt er. Denn über die Nachwuchsorganisation, die Jugendfeuerwehr, finden regelmäßig junge Damen und Herren in den aktiven Dienst. Manche kämen auch „von außen“ zur Gruppe der Retter.

Ihre Schulung habe Priorität, tatsächlich hätten 2021 einige Lehrgänge besucht werden können, aber durchaus warteten zahlreiche Einsatzkräfte, in allen Ortsfeuerwehren, auf die gewünschte Fortbildung. „Wir müssen da einen Stau abarbeiten, insbesondere bei den Atemschutzgeräteträgern und solchen, die das werden wollen. Aber auch Maschinistenlehrgänge fehlten im vergangenen Jahr.“

Strenges Hygienekonzept

Die aktiven Einsatzkräfte agieren unter einem strengen Hygienekonzept. Das heißt unter anderem: Dienst ist erlaubt, allerdings nur in kleinen Gruppen und nur draußen. Versammlungen sind verschoben, sollten möglichst in der warmen Jahreszeit durchgeführt werden. Auf die Vorgaben für die Feuerwehren in der Samtgemeinde Kirchdorf werfe die Verwaltung ein Auge und sorge für die notwendigen Utensilien. Beispielsweise FFP2-Masken, die alle Kräfte im Einsatz tragen. Für die Einsatzkräfte gelte die 2G-Regel – laut Ortsbrandmeister Melloh ist für alle Aktiven der Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde Kirchdorf bis zum Jahresende 2021 nicht nur ein Impfangebot erfolgt, sondern bereits das „Boostern“, in Zusammenarbeit mit Ärztin Dr. Gisela Salje-Wolff, umgesetzt worden.

Der Lageplan für das neue Feuerwehrhaus in Varrel.

Zurück zum Neubau des Feuerwehrhauses, für das die Samtgemeinde Kirchdorf im gerade einstimmig verabschiedeten Haushalt 700. 000 Euro als neuen maximalen Baupreis veranschlagt hat. Kalkuliert sei eine Bauzeit von gut zwei Jahren. „Lieferschwierigkeiten gibt es in jeder Branche“, erklärt Fred Melloh.

Und wie ist das für ihn als Ortsbrandmeister, der künftig dann nicht mehr nur über den Hof des eigenen Gasthauses „Lindenhof“ (Hartje-Melloh) zum Feuerwehrhaus geht? Statt weniger Schritte nun ein paar hundert Meter absolvieren muss? „Das passt schon“, sagt Melloh im gewohnt ruhigen tiefen Ton. „Es ist jetzt alles total beengt und früher waren die Autos auch kleiner.“ Deshalb sei der Umzug der Feuerwehr „immer schon“ angedacht gewesen.

Von Sylvia Wendt

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