Archiv zieht ab Oktober um nach Bahrenborstel

Neues Heim für Heimatpflege

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Matthias Stelloh, Bernd Wolff, Irmgard Krebs und Heinrich Kammacher (v.r.) im neuen Archivraum.

Kirchdorf - Gute Archivarbeit leisten bedeutet auch, viele Dokumente, Bücher, Unterlagen besitzen: Die Kellerräume im Rathaus Kirchdorf beherbergen die historischen Belege seit Jahrzehnten und aktuell ist es Samtgemeindearchivarin Irmgard Krebs, die sich durch die verschiedenen Gänge schlängeln muss.

Nachgefragt sind die Unterlagen besonders bei den Auswanderern, die sich zahlreich auf der Suche nach ihren Vorfahren im Rathaus Kirchdorf melden. Die gewünschten Dokumente können im Keller nirgends ausgebreitet werden, damit die Ahnenforscher sie begutachten können. Dazu muss jetzt immer geklärt werden, ob das Sitzungszimmer oder ein anderer Raum zur Verfügung steht.

Künftig ist das Archiv in der alten Schule in Bahrenborstel untergebracht. Ständig nachgefragte Dokumente sind in einem ehemaligen Klassenzimmer bei konstanten 18 Grad Raumtemperatur und 50-prozentiger Luftfeuchtigkeit gelagert. Unterlagen, die nicht immer griffbreit sein müssen, finden Platz im Keller, auch er wird aktuell hergerichtet für die künftige Nutzung, um auch lichtgeschützten Archivraum zu bieten.

Bauarbeiten bis Ende September geplant

Der Bauabschnitt „Archiv“ im Rahmen der Umbauarbeiten zur Umnutzung der alten Schule in Bahrenborstel ist noch nicht abgeschlossen, soll aber Ende September beendet sein. Mit dem Umzug wollen wir uns dann Zeit lassen“, sagt Irmgard Krebs. Auch soll nicht benötigtes Material aussortiert werden. Verstärkung an ihrer Seite ist dann Bernd Wolff, versierter Heimatpfleger in Diensten von Verschönerungs- und Heimatverein Barenburg sowie Kreisheimatbund.

Zusammen wolle man überlegen, welches Regalsystem sich für das neue Archiv anbietet. Laut Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher befinden sich die Arbeiten im Kostenrahmen, man habe keine Überraschungen bei den Bauarbeiten erlebt.

Neben dem großen Archivraum entsteht ein Büro mit zwei Arbeitsplätzen, hier können Irmgard Krebs und Bernd Wolff das sogenannte Findbuch erstellen, das die Suche nach den Dokumenten des Archives künftig erleichtern soll. Platz solle in dem Raum auch sein für Tisch und Stühle, um dort Ahnenforschern die gewünschten Dokumente zu präsentieren.

Neue Räume für Recherchearbeit

Sie müssten dann auch nicht sofort wieder weggeräumt werden. Recherchearbeiten dauern mitunter, davon wissen die Mitglieder der Geschichtswerkstätten in den Mitgliedsgemeinden ebenfalls zu berichten. Sie sind sehr aktiv, auch ihnen will man in der alten Schule Treffen ermöglichen.

Etwa im neuen Multifunktionsraum, der gegenüber dem Archiv entsteht und über dessen Nutzung und Einrichtung die Gemeinde Bahrenborstel bestimmen wird. Dazu werde man sich im Winterhalbjahr Gedanken machen, kündigt Bürgermeister Matthias Stelloh an.

Alle Bereiche des Gebäudes können heizungstechnisch separat gesteuert werden, so dass alle Bereiche je nach Nutzungsbedarf abgerechnet werden können, erklärt Kammacher.

Einen „Tag der offenen Tür“, um die umgebaute alte Schule der Öffentlichkeit zu präsentieren, wolle man in Absprache mit allen Beteiligten sowie der Gemeinde Bahrenborstel und den Vereinen absprechen, kündigen Kammacher und Stelloh an.

sis

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