Barenburg: Umgestaltung der Ortsdurchfahrt könnte Anfang 2020 beginnen

Neuer Plan, neue Ausschreibung

Der Abschnitt mit der neuen Bushaltestelle Maschmann/Eikmeier im Zuge der Ortsdurchfahrt Barenburg.

Barenburg – Der neue Planentwurf für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt des Fleckens Barenburg enthält alle wichtigen Elemente, die auch der Vorgänger aufgenommen hatte. Mitglieder des Arbeitskreises und des Gemeinderates, Bürgermeister Hermann Dencker, Bauamtsleiter Olaf Heuermann und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher analysierten am Montagabend den neuen Entwurf der Firma „sweco“.

Wie berichtet, hatte der Rat der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung die Notbremse gezogen – ziehen müssen, denn die Kosten beliefen sich statt 1,3 Millionen Euro plötzlich auf gut 2,8 Millionen Euro. Erklärt hatte Bürgermeister Dencker diesen „Aufpreis“ seinerzeit, unter anderem, mit den immensen Kosten für die Altlastentsorgung. Hätte man die Fahrbahn von 670 Metern Länge und bis in eine Tiefe von teilweise 80 Zentimetern ausgehoben für einen kompletten Neuaufbau, hätte der etliche Kubikmeter fassende Aushub entsorgt werden müssen. Die Kosten hierfür seien bundesweit aber immens angestiegen. Kosten, die allein die Gemeinde Barenburg hätte tragen müssen. Kosten, die sie finanziell handlungsunfähig gemacht hätte, auf Jahrzehnte hinaus. Kosten, die letztlich auch über erhebliche Straßenausbaubeiträge von den Anliegern hätten eingefordert werden müssen.

Die Kommune aber entschied sich, neu zu planen – die finanzielle Mehrbelastung von rund 1,4 Millionen Euro sei nicht tragbar, bekräftigte Bürgermeister Hermann Dencker. Die bisherige Rechnung, ohne die zugesagten Zuschüsse: Ortsdurchfahrt 1,3 Millionen, Kirchplatz 245 000 Euro, Bushaltestelle 145  000 Euro. Da ein wesentliches Element der Planungen neu ist (die Fahrbahn), muss, rein rechtlich, eine neue Ausschreibung samt neuer Vergabe erfolgen. Der (regionale) Anbieter, der den Zuschlag in der ersten Ausschreibung erhalten hatte, hatte sein Angebot zurückgezogen – dankenswerterweise ohne Regress.

Neu ist, dass die Fahrbahn nicht auf 4,50 Meter verschmälert wird, sondern auf einer Breite von 5,70 Metern erhalten bleibt und in dieser Breite eine neue Asphaltdecke erhält, integriert in diese Breite sind beiderseitige Radwege. Bei der Umgestaltung werde auf Barrierefreiheit geachtet. Der zentrale Bushalteplatz soll, wie berichtet, neben der ehemaligen Bäckerei Eikmeier eingerichtet werden. Die Gemeinde hatte das 582 Quadratmeter große Grundstück gegenüber des Gasthauses Maschmann dazu erworben. Gegenüber des historischen Speichers werde der Bereich geöffnet, konzipiert ist er auch künftig als Dorfplatz. Zwischen Heilig-Kreuz-Kirche und Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde werde der Platz neu gestaltet, wie geplant. War eigentlich auch angedacht, den Einmündungsbereich der Kreisstraße 19 aus Varrel kommend auf die Ortsdurchfahrt aus gestalterischen Gründen auch geringfügig zu modifizieren, unterbleibt das. Weiterhin eingeplant sind diverse Parkbuchten entlang der fast 700 Meter langen Strecke. Alle Entscheidungen bezüglich der Materialien, die der Arbeitskreis bisher gefällt hatte, bleiben bestehen.

Zum Zeitplan: Geplant sei, die Ausschreibung der neuen Vorgaben Anfang September rausgeben zu können. Die Vergabe könnte bis Dezember erfolgt sein. Dann könnte mit der Firma, die den Zuschlag bekommt, ein Zeitplan erstellt werden, der Anfang des Jahres den Bürgern vorgestellt würde. Aufgrund der erforderlichen Straßensperren müssten Anliegeranfahrten und die Schülerbeförderung zeitweise umgeleitet werden. Baubeginn wird am nördlichen Ende sein, mit dem Bereich zwischen Kirche und Gemeindehaus. Die Wetterbedingungen im Winter werden den Baufortschritt bestimmen.   sis

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