Olaf Rapsch und seine Familie zieht es beruflich und privat in den Flecken

Neuer Landarzt in Barenburg

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Olaf Rapsch kehrt mit seiner Familie nach 16 Jahren in Norwegen nach Deutschland zurück, beruflich wird er Landarzt in Barenburg.

Barenburg - Von Sylvia Wendt. Die Arztfamilie Rapsch hat sich entschieden: Nach 16 Jahren in Norwegen, in einer 1.200-Seelen-Gemeinde zwischen Kristiansund und Trondheim, geht es nun wieder nach Deutschland. Genauer: Nach Barenburg.

Olaf Rapsch, Facharzt für Allgemeinmedizin, steigt zunächst ein in die dortige Praxis für Allgemeinmedizin von Jürgen Dammann. Der 48-Jährige ist verheiratet und Vater zweier Söhne im Alter von elf und 14 Jahren. Der gebürtige Bielefelder und seine Frau (gebürtig aus Vlotho) sind vor 16 Jahren nach Norwegen gegangen, „da wir dieses Land von vielen Urlauben kannten und gerne mehr davon kennenlernen wollten“, erklärt Rapsch. Die Familie wohnt dort in einer ländlichen Gemeinde, ganz bewusst: Er habe mit Begeisterung all die Jahre als Landarzt in kleinen Gemeinden gearbeitet, berichtet der Mediziner.

Und doch sei in den letzten Jahren das Heimweh immer größer geworden – bis jetzt der Entschluss zur Rückkehr fiel und nach einem beruflichen Engagement in Norddeutschland gesucht wurde. „Niedersachsen hat uns schon immer gut gefallen und die Samtgemeinde Kirchdorf scheint für uns alle ein schöner Platz zum Arbeiten und Leben zu sein“, kommentiert Olaf Rapsch die Ortswahl.

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher und Kirchdorfs Apotheker Tim Piasta hätten sich wirklich einzigartig engagiert – was der Familie die Entscheidung, in die Samtgemeinde Kirchdorf zu gehen, sehr leicht gemacht habe.

„Wir sind keine Stadtmenschen und haben stets die Weite und Ruhe des Landlebens der städtischen Hektik vorgezogen. Hier in Norddeutschland reizt uns das Flachland gegenüber der Bergwelt Norwegens, ebenso die kürzeren Wege in Deutschland gegenüber den oft stundenlangen norwegischen Autofahrten auf kurvigen Strecken.

Neue Menschen kennenlernen, eintauchen können in gewohnte Umgebungen, Fahrradfahren, Flohmärkte, Kunstausstellungen, Erdbeer-, Spargel- und Grünkohlsaison...“, zählt Rapsch Gründe auf für die Rückkehr aus Norwegen nach Deutschland.

Nachdem eine erste Praxisoption letztlich doch nicht gewählt wurde, entschied sich die Familie für den Einstieg und die spätere Übernahme der Barenburger Praxis von Jürgen Dammann. Bevor der Landarzt in Ruhestand geht, bleibt Zeit, sich als Duo um die Patienten zu kümmern. Rapsch beginnt am 15. August, die Übernahme ist für den 1. September geplant. „Wir freuen uns, wieder die Familie und Freunde in der Nähe zu haben und unsere Kinder mit Deutschland vertrauter zu machen“, sagt Olaf Rapsch.

Man werde Norwegen wahrscheinlich auch vermissen, die taghellen Mittsommernächte, das eigene Boot, Fjord-Angeln und Forellenfischen sowie alle paar Kilometer Skipisten für die Kinder im Winter. Man stehe mit je einem Bein in Deustchland und Norwegen.

Und dennoch freue sich die Familie darauf, wieder in Deutschland heimisch zu werden: „ Die Samtgemeinde Kirchdorf scheint uns genau der Platz zu sein, nach dem wir schon länger suchen. Wir freuen uns auf eine berufliche und private Zukunft in dieser wunderschönen Gegend.“ Und dann gibt es ja mehrere Angelvereine in der Samtgemeinde, man kann angeln in der Großen Aue, Kanu fahren...

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