Maren Wiechmann ergänzt das Team, das jetzt bei Terminanfragen flexibler ist

Neue Standesbeamtin in Kirchdorf

Die neue Standesbeamtin Maren Wiechmann (zweite von links) mit Ute Vogt (links), Heinrich Kammacher und Marion Riekmann. Foto: S. Wendt

Kirchdorf – Anfragen für eine Trauung am leicht zu merkenden „02.02.2020“ gab es nicht, eine erste Trauung in der Samtgemeinde Kirchdorf in diesem Jahr aber schon. Generell steige die Zahl der Hochzeiten, und so freuen sich Ute Vogt (seit 35 Jahren Standesbeamtin) und Marion Riekmann (Standesbeamtin seit 26 Jahren) über Verstärkung: Maren Wiechmann hat die Prüfung bestanden und erhielt ihre offizielle Urkunde von Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher überreicht.

Bundesweit kommen die Verwaltungsmitarbeiter, die künftig als Standesbeamte arbeiten möchten, in Bad Salzschlirf zusammen. Zwei Wochen dauert das (Basis-)Seminar an der Akademie und Maren Wiechmann lüpft gleich mal einen Schleier von den Aufgaben einer Standesbeamtin: „Menschen zu verheiraten ist nicht die Hauptaufgabe.“ Was hat sie bewogen, sich zur Standesbeamtin fortzubilden? „Ich fand das Thema interessant. Alles ist beurkundet, der Mensch quasi gläsern, weil in der vernetzten Welt alles, was dokumentiert ist, auch nachverfolgt werden kann.“ Zwischen Geburtsurkunde und Todesschein passiert ziemlich viel an Leben den Schreibtisch eines Standesbeamten.

Dass die Entscheidung vieler Paare eben doch zum beglaubigten Ja-Wort geht, lässt sich an der Zahl der Trauungen belegen, heißt es aus dem Kirchdorfer Rathaus. Im Jahr 2019 wurden hier 38 Trauungen angefragt.

Mit jetzt drei Standesbeamtinnen sei das Team flexibler. Manches Datum sei mehr nachgefragt, dann müssen bis zu drei Trauungen an einem Tag gestemmt werden. Gerne werde auch der Samstag als Termin ausgesucht, um Standesamt, kirchliche Trauung und Feier an einem Tag zu kombinieren.

Und was ist mit Trauungen am Sonntag? Für besagtes Datum, den 2. Februar, habe es in Kirchdorf ja eben keine Anfragen gegeben. Marion Riekmann kann sich an eine Trauung am 10.10.2010 erinnern – ein Sonntag. Grundsätzlich ausgeschlossen sei der Tag also nicht, aber eben auch reserviert für ganz besondere Ausnahmefälle. Das Küsterhaus in Varrel und der Speicher in Barenburg als Trauorte seien besonders nachgefragt. Die Zahl der Hochzeiten auf „Baumann’s Hof“ in Kirchdorf steige zudem – und diese Paare möchten vielfach in der Samtgemeinde heiraten, auch wenn sie von außerhalb kommen, erklärt Maren Wiechmann.

Die 43-Jährige stammt aus der Samtgemeinde, hat ihre Ausbildung Ende der 1990-er Jahre in Lemförde absolviert. Ein Wirtschafts- und Verwaltungsstudium in Bremen schloss sich an, gefolgt von einer Familienpause, in der die beiden Kinder geboren wurden. 2014 habe Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher sie ins Team der Verwaltung in Kirchdorf geholt. Hier kümmere sie sich um alles rund um Wahlen, die Azubis und sie sei Ansprechpartnerin für die Ortsbürgermeister. Und nun auch Standesbeamtin.

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