Gemeinde bereitet zwei Areale vor

Neue Baugebiete in Bahrenborstel

Für die Kraniche bleiben genügend Rastplätze.
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Für die Kraniche bleiben genügend Rastplätze.

Bahrenborstel – Tausende Kraniche machen jährlich Station auf den Feldern der Gemeinde Bahrenborstel. Es werden genügend Areale übrig bleiben, wenn die Gemeinde zwei neue Baugebiete ausgewiesen und zur Bebauung freigegeben hat.

Der Rat der Gemeinde gab in der jüngsten Sitzung einstimmig die Aufträge, den Bebauungsplan der Gemeinde und anschließend den Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Kirchdorf entsprechend zu ändern – und die zwei neuen Areale rechtlich für die Wohnbebauung vorzubereiten. Etwa vier Hektar Fläche in Bahrenborstel „Auf dem Sande“ und etwa zweieinhalb Hektar samt Kompensationsgürtel in der Abgrenzung zu landwirtschaftlich genutzten Flächen heißen „In den Gärten“.

Für Häuslebauer bedeutet ein Bauplatz in der Gemeinde Bahrenborstel eine interessierte Gemeinde an der Seite. Bürgermeister Matthias Stelloh bestätigt, dass noch keine Zuschnitte erfolgt sind. „Wir wollen gerne mit den Bauwilligen zusammen den Bedarf klären“, sagt Stelloh. Soll heißen: Ob viel Grundstück oder wenig oder besondere Bauprojekte – die Gemeinde zeige sich da, noch, flexibel: „Wir stehen total am Anfang.“

In Sachen Klimaschutz aber nicht: Da hat die Gemeinde bereits Wurzeln gefasst. Zusammen mit Fachleuten ist für gemeindeeigene Flächen wie für Bürger eine Liste entwickelt worden, mit Pflanzen und Gehölzen, die den veränderten Klimabedingungen besser entgegenwachsen können. In Sachen Anpflanzungen auf den Grundstücken müssen die Eigentümer nicht erst lange rätseln, was sich eignet – sie bekämen fachkundige Vorschläge.

Das neue Baugebiet in Bahrenborstel „Vor dem Sande“.

Zeitgleich habe die Gemeinde den Ortskern im Blick: Das Wohnungsbauförderprogramm der Gemeinde etwa gelte nicht mehr allein für Neubauten, sondern auch für Sanierungsobjekte. Beispiel alte Hofstellen, alte Gebäude, die neu genutzt werden, erklärt Bürgermeister Matthias Stelloh. Wann allerdings die neuen Baugebiete alle notwendigen vorbereitenden Schritte durchlaufen haben und sich die Häuslebauer auf konkrete Bauplätze bewerben können – dazu mag sich Stelloh noch nicht festlegen.

Der Rat der Gemeinde hat jedoch neben der Entscheidung für die beiden neuen Baugebiete eine weitere einstimmige Entscheidung getroffen: Nämlich die, der MSG Sulinger Land zu erlauben, im Rahmen ihrer Rallye am 6. und 7. Mai 2022 die Streckenführung über das Gebiet der Gemeinde zu führen.

Einstimmig fiel auch der Entschluss für den Haushaltsplan 2022, dessen Eckdaten Kämmerer Michael Kopecki erläuterte. Im Ergebnishaushalt summieren sich die Erträge auf 1 .541 .700 Euro, in den Aufwendungen auf 1.820. 300 Euro. Der Haushalt könne durch eine Entnahme in Höhe von knapp 280 .000 Euro aus der Überschussrücklage ausgeglichen werden. „In dieser verbleiben nach der Entnahme noch etwa 1,3 Millionen Euro“, rechnete Kämmerer Michael Kopecki vor. Die Einzahlungen im Finanzhaushalt sind mit 1 .531 .800 Euro beziffert, die Auszahlungen auf 2. 699. 600 Euro.

Die Gemeinde Bahrenborstel schultert in den kommenden zwei Jahren einige größere Investitionen. Im kommenden Jahr sind, bedingt durch die neuen Baugebiete, allein 770 .000 Euro für den dafür notwendigen Grunderwerb genannt. Weitere 150 .000 Euro reichen hoffentlich, um den Regenwasserkanal im Bereich „Auf dem Kamp“ zu sanieren. Als Beiträge zu den Kosten werden hier Einnahmen in Höhe von 70 .000 Euro erwartet. 33 .000 Euro sind eingestellt für die Errichtung einer Dunkelampel in Höhe der DRK-Tagespflege (ehemals Krome) und weitere 10. 000 Euro für den Erwerb neuer Spielgeräte für Kinderspielplätze.

„In den Gärten“ heißt das neue Baugebiet in Holzhausen.

Für 2023 ist der Endausbau der Erschließungsstraße „Am Heidplacken“ mit Kosten von 330 .000 Euro vorgemerkt. Im selben Jahr sollen die Baustraßen in den beiden neuen Baugebieten erstellt werden, hierfür sind Beträge von jeweils 150. 000 Euro angesetzt.

Laut Kämmerer Kopecki ergibt sich ein Finanzierungsdefizit für die Haushaltsjahre 2020 bis 2023 in Höhe von insgesamt etwa 2,9 Millionen Euro – was samt und sonders durch die vorhandenen liquiden Mittel ausgeglichen werden könne. Die sollen, so die jetzigen Berechnungen, am Jahresende 2022 dennoch bei gut 720.  000 Euro liegen und zum Jahresende 2023 noch 134. 000 Euro betragen.

Und noch eine gute Nachricht konnte Kopecki vermelden: Die Gemeinde ist ab 2022 schuldenfrei.

Von Sylvia Wendt

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