ArL-Landesbeauftragte erkundet Samtgemeinde

Wo in Kirchdorf die Fördermittel landen

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Ortstermin mit der neuen Landesbeauftragten Heike Fliess auf dem St.-Calais-Platz in Kirchdorf (v.r.): Christian Schönfelder, Heinrich Kammacher, Heike Fliess, Ursula Nietfeld, Joachim Delekat und Olaf Stührmann.

Kirchdorf - Sie haben sich dann doch für die „Vorzeigekommune“ entschieden: Heike Fliess ist die neue Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser im Amt für regionale Landesentwicklung (ArL). Und als solche luden die Kollegen der ArL-Geschäftsstelle Sulingen sie in die Samtgemeinde Kirchdorf ein.

Dezernatsleiter Christian Schönfelder, Olaf Stührmann (Dezernatsteilleiter der ArL-Geschäftsstelle Sulingen), Ursula Nietfeld (Dezernatsteilleiterin der ArL-Geschäftsstelle Sulingen) und Joachim Delekat (Projektleiter) hatten sich für einen Besuch in dieser Kommune entschieden – „weil dies eine aktive Kommune mit einem aktiven Samtgemeindebürgermeister ist“, erklärte Schönfelder. „Wir legen Wert darauf, dass wir präsent sind, wir brauchen aber auch Ideen und Projekte, um in die Diskussion zu kommen.“

Zusammen – ArL, Kommunen und Bürger – könne man Lösungen finden, die einer alleine nicht leisten könne, erklärte Schönfelder die gewünschte Kooperation aller Beteiligter.

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher nutzte den Besuch, um Heike Fliess mittels Fotos und Aufnahmen des neuen Imagefilms einen Eindruck zu vermitteln, welche Projekte schaffbar sind, wenn sich die Akteure vor Ort zusammenschließen – und Fördermittel fließen. Etliche Themen ließen Heike Fliess, gebürtig aus Hameln und heute wohnhaft in Isernhagen, staunen, lächeln – und loben: Infrastruktur, Freizeit, Bildung, intakte Natur, Landwirtschaft – es gelinge in der Samtgemeinde sehr gut, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen zusammenzuführen, damit sie hier gut leben können und sich die Region dennoch weiterentwickeln könne. Nicht alle Ideen, Projekte und Vorhaben stoßen auf Gegenliebe, doch man suche stets das Gespräch mit den Beteiligten, erklärte Kammacher. 

Chance auf dauerhafte Entwicklung

Die Ausstattung der einzelnen Mitgliedsgemeinden mit individuelle Angeboten sei das Ergebnis der Bemühungen, jeder Kommune eine dauerhafte Chance auf Entwicklung zu erhalten. Dazu zähle auch, dass die Nachnutzung leer fallender Gebäude aktiv diskutiert wird: Ob ehemalige Schulgebäude umgenutzt werden (wie in Barenburg und Bahrenborstel) oder ehemalige landwirtschaftliche Höfe, die nicht mehr bewirtschaftet werden. Letztere bleiben ein Thema, denn ihr Abriss biete Chancen – für neue Wohnungen oder Geschäftsräume (wie im Bereich des St.-Calais-Platzes in Kirchdorf). Heinrich Kammacher vergaß nicht den Hinweis darauf, dass öffentliche Projekte drei Jahre lang nicht gefördert wurden und damit der Förderzeitraum für die Dorferneuerungen in Bahrenborstel, Barenburg, Kirchdorf und Varrel verlängert werden könnten.

Ebenso Thema: neue Straßenführungen für eine mögliche Ortskernentwicklung (in Barenburg, Kirchdorf und Varrel) – deshalb auch nahm die Gruppe die Arbeiten rund Ortsumgehung Barenburg in Augenschein. Um dorthin zu gelangen, wurde Heike Fliess das neueste Projekt präsentiert – die anvisierte Flurbereinigung Kirchdorf, inklusive Sanierung der Loge-Brücke über die Große Aue und dem Bau eines neuen Wirtschaftsweges, um B 61 und Steyerberger Straße zu verbinden (und die Lange Straße zu entlasten um landwirtschaftliche Maschinen und Lkw).

Der Blick auf die Felder belegte eine andere Aussage: Die gezielte Planung von Arealen für Erneuerbare Energien. Es sei „keine Versorgung der Städte ohne den ländlichen Raum“ möglich, erklärte Kammacher. Die Samtgemeinde etwa produziere das 2,5-fache an Energie, als sie verbrauche.

Fliess verriet: Sie war bereits Ende der 1990er Jahre mit Rita Süßmuth zum Besuch der Diakonie Freistatt und bei einem Konzert im Küsterhaus in Varrel. 

sis

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