Musikalische Lesung in Kirchdorf kommt an

Gelungene KKF-Mischung

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Gerd Langwald (Musik) und Autorin Renate Folkers.

Kirchdorf - „Und das hatten wir nicht einmal geprobt“, stellte Renate Folkers erstaunt am Ende der sehr gelungenen Abendveranstaltung fest. Eingeladen durch das KunstKulturForum (KKF) Kirchdorf hatte Renate Folkers, Autorin aus Minden, zusammen mit Musiker Gerd Langwald aus Kuppendorf einen gut besuchten Abend im Kirchdorfer Dorfgemeinschaftshaus gestaltet. Im Wechsel trugen die Künstler ihre Stücke vor. Renate Folkers las aus ihren Kurzgeschichten, Gedichten und ihrem Erstlingskrimi „Der Tote hinter dem Knick“. An einem roten Faden angeknüpft, geleiteten ihre Geschichten und Gedichte durch ihr Leben. Die Zuhörer erfuhren etwas aus der Kindheit, dem Wechsel aus der alten in eine neue Heimat, dem Älterwerden und den Zukunftsaussichten eines älteren Menschen. Auch über die Schwierigkeiten, einen Krimi zu schreiben und die Erlebnisse auf einer kurzen Bahnreise, las Renate Folkers. Überhaupt keine Schwierigkeiten hatte sie, wenn sie ihre Gedanken, Gefühle und Ideen in Worte kleiden und sie ihren Zuhörern vermitteln wollte. Aufmerksam und gespannt lauschten die Gäste den Ausführungen der Schriftstellerin und zeigten an ihren Äußerungen mit Schmunzeln, Lachen und beistimmendem Gemurmel, dass sie von den Geschichten bewegt waren.

Passend zu den Texten von Renate Folkers hatte Gerd Langwald seine Lieder ausgewählt, die er zum Klang seiner Gitarre sang. In den 20 Liedern, die er über den Abend vortrug, erinnerte Langwalds Stimme immer wieder an die von Peter Maffay, jedoch vermag Langwald seiner Stimme ein Timbre von Weichheit, Geschmeidigkeit beizumischen, während Maffay eher hart klingt. Ebenso virtuos wie mit seiner Stimme vermag Gerd Langwald mit der Gitarre umzugehen. Erstaunlich, welche Klangfülle das Instrument unter seinen Händen hervorbringt. Zusammen ergeben Stimme und Instrument einen Sound, dem die Zuhörer hingegeben lauschen.

Schon in seiner Begrüßung hatte Herbert Huth, Vorsitzender des KunstKulturForums, darauf hingewiesen, dass der Verein eine Neuerung probieren wollte: In der Pause servierten Ulrich und Brigitte Spradau, Regina Schumacher und Renate Ahlers selbstgemachte Snacks und schenkten Getränke aus. Die Probe war sehr gelungen, so dass in Zukunft immer mit einem kleinen Imbiss in der Pause bei Veranstaltungen des KKF gerechnet werden kann, zumindest bei den Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus.

Den Dank des KunstKulturForums an die beiden Künstler überbrachte Friedrich Orth in Form zweier Usambaraveilchen. Dabei brachte er zum Ausdruck, wie sehr es ihn freue, nun endlich auch Gerd Langwald einmal ein Usambaraveilchen überreichen zu können, nachdem dieser schon so oft für das KunstKulturForum bei den Konzerten im Kirchgarten tätig war. Danach war aber noch nicht das Ende der Veranstaltung gekommen, denn Gerd Langwald hatte sich nun „warm“ gespielt und trug weitere Lieder vor, zu denen ihm sein Publikum begeisterten und dankbaren Beifall spendete.

fo

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