Musik bei der „Art Universale“ von Elisabeth Gebhardt und Nemanja Lukic

Abschied beim Tango

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Mediengruppe Kreiszeitung

Kirchdorf - Vom 27. Juni bis zum Sonntag fand in Kirchdorf die „Art Universale“ statt, eine Kunstausstellung, deren Exponate auf vier Ausstellungsorte in Kirchdorf verteilt waren.

Initiator Herbert Huth, der auch selbst mit eigenen Werken beteiligt war, zieht am Vorabend der Finissage eine positive Bilanz: Er sei durchaus zufrieden mit dem Interesse der Bevölkerung, die Besucher hätten die Vielfalt der ausgestellten Werke gelobt.

Angedacht sei, die Veranstaltung im Drei-Jahres-Rhythmus zu wiederholen. Ein Jahr Pause, im nächsten Jahr dann die Sichtungs- und Planungsphase, wobei man die noch vorhandenen Räume bedenken müsse. Danach im Folgejahr die nächste Ausstellung, wieder mit begleitenden musiklaischen Veranstaltungen. Dafür hätte sich Huth in diesem Jahr etwas mehr Publikum gewünscht, und auch das letzte Konzert am Samstag Abend hätte eine größere Resonanz verdient gehabt.

Zu Gast im Kunstraum 1 war das „Devion Duo“, Elisabeth Gebhardt (Violine) und Nemanja Lukic (Akkordeon).

Die beiden Instrumente wurden auch für den Namen des Duos herangezogen: Das „Vi“ von der Violine und das „deon“ vom Akkordeon wurde zu „Devion“ zusammengesetzt. Die von Elisabeth Gebhardt gespielte Geige ist eine von Gaietanus Gagliano 1849 in Neapel gebaute Violine, eine Leihgabe aus Hamburger Familienbesitz, die vorher vom Konzertmeister der Hamburger Sinfoniker gespielt wurde. Nemanja Lukic wurde in Serbien geboren, und sein Instrument ist genau genommen ein Bajan, die osteuropäische Form des Chromatischen Knopfakkordeons.

Vielfalt des Programms wird gelobt

Die beiden 22- und 26-jährigen Künstler hießen das Publikum mit dem Eröffnungsstück „Salut d'amour“ des britischen Komponisten Edward Elgar willkommen und setzten das Programm mit den vier Sätzen der Sonate für Violine und Basso Continuo von Tomaso Albinoni fort. Zwei Stücke von Johann Sebastian Bach komplettierten den klassischen Teil des Programms, ergänzt durch die „Zigeunerweisen“ von Pablo de Sarasate und zwei Sätze der „Suite im alten Stil“ von Alfred Schnittke. Ansonsten hörte das Publikum viel Tangomusik, vorherrschender Komponist war hier Astor Piazolla. Das Publikum war begeistert ob der Vielfalt des Programms und der Virtuosität der jungen Künstler, und es erklatschte sich eine Zugabe: „Solveigs Lied“ von Edvard Grieg. Friedrich Orth erreichte mit seinen Abschiedsworten zur Freude des Publikums noch eine weitere Zugabe: Mit „Glück auf“ verabschiedete sich das Devion Duo dann endgültig.

gk

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