Handlungsbedarf: Hinweistafeln sollen helfen

Müll und offenes Feuer in der Urloge-Idylle

Hinweisschilder für Besuche in der Natur sollen helfen: Johanna Pinkas (links) und Kyra Beckmann.
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Hinweisschilder für Besuche in der Natur sollen helfen: Johanna Pinkas (links) und Kyra Beckmann.

Sulingen/Barenburg – Die Urloge zwischen Barenburg und Varrel im Bereich der Großen Aue ist das bisher größte vom Nabu-Ortsverein Sulingen betreute Projektgebiet. „Auf das Urloge-Biotop sind wir besonders stolz. Aus ehemals Wirtschaftswald und Ackerflächen entwickelt sich seit 2003 unter der Obhut des Nabu ein Naturparadies für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten“, heißt es seitens der Sulinger Naturschützer.

Als Vogelarten seien im Frühjahr 2016 zahlreiche Brutvögel festgestellt worden, darunter Buntspecht, Star, Hohltaube, Goldammer, Sumpf- und Teichrohrsänger, Mönchs-, Garten- und Dorngrasmücke, Zwergtaucher und Höckerschwan, sogar zwei Brutpaare des seltenen Neuntöters. „Ein toller Erfolg und eine Bestätigung für unsere Bemühungen“, freuen sich die Mitglieder des Nabu-Ortsvereins Sulingen.

Informationen rund um die Urloge vermitteln nun Schilder, die die Agentur von Thomas Wolter dem Nabu-Ortsverein dankenswerterweise gespendet habe. Vorsitzende Johanna Pinkas nahm die Info-Tafeln jetzt von Kyra Beckmann entgegen. In dem renaturiertem Gebiet können sich zahlreiche Tiere und Pflanzen weitgehend ungestört entwickeln.

„Grundsätzlich ist es erfreulich, dass die Menschen ein verstärktes Interesse an einem bewussten Naturerlebnis haben und hierfür auch die Urloge aufsuchen. In jüngster Vergangenheit wurde diese Idylle allerdings einige Male gestört“, erklärt Dennis Meyer vom Sportfischerverein Barenburg. Er ist häufiger in der Urloge unterwegs und moniert: „Manche Besucher hinterlassen leider Müll oder entzünden offenes Feuer, teilweise auch direkt im Wald.“ Laut Meyer hätten die Angler schon sehr oft Müll eingesammelt. Meist erfolge das „nebenbei“, wenn die Vereinsmitglieder sowieso an der Aue angeln. „Ich bin als Fischereiaufseher an den Wochenenden gegen Abend auch ohne Angel oft an den bekannten Hotspots unterwegs“, erklärt Dennis Meyer. Ein generelles Müllproblem gebe es nicht, sagt er, aber sowohl Nabu als auch Angler sehen Handlungsbedarf –  die zwei Hinweisschilder seien ein Anfang.   sis / r.

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