Montag werden geplante Investitionen verkündet: Ist die Ortsumgehung dabei?

Geld für Barenburg?

+
Die Bundesstraße 61 führt mitten durch den Ort Barenburg.

Barenburg - Von Sylvia Wendt. Nein, die rosarote Brille ist es nicht, wohl aber eine grüne. Gibt Berlin „grünes Licht“ für die Ortsumgehung Barenburg? Kann es sein, dass die Gelder im neuen Bundeshaushaltsplan eingepflegt sind? „Es ist naheliegend, dass der Neubau der Ortsumgehung Barenburg verkündet wird“, teilt Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig erfreut mit. Er ist für kommenden Montag, 20. Juli, ins Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eingeladen. Dort werde Bundesminister Alexander Dobrindt die geplanten Investitionen für 2015/2016 im Bereich der Bundesfernstraßen vorstellen.

„Ich setze darauf, dass Staatssekretär Enak Ferlemann, den ich zweimal nach Barenburg eingeladen hatte, Wort hält, und erwarte, dass die Freigabe der Mittel über den soeben beschlossenen Nachtragshaushalt 2015 erfolgen wird“, erklärt Knoerig. „Lesart“ dieser Einladung im politischen Berlin: Wenn der Bundestagsabgeordnete dazugebeten wird, dann nicht, um ihn zu vertrösten...

Auch deshalb hat Knoerig den Landtagsabgeordneten Karsten Heineking, Barenburgs Bürgermeister André Meyer und Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher für Montag nach Berlin einladen.

Seit Jahren engagieren sich die Bürger der Gemeinde Barenburg, die Mitarbeiter des Amts für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, die Samtgemeinde Kirchdorf, Planer, Landes- und Bundespolitiker für den Bau dieser Maßnahme. 3,3 Kilometer lang ist das Bauwerk, das dem Flecken einen Ortskern bescheren soll, in dem eine Weiterentwicklung der Gemeinde möglich ist. Pläne dazu bestehen zuhauf, wurden festgeschrieben in der Dorferneuerung – immer wieder aber verschoben, da Grundlage für das Gros der Aktivitäten und Investitionen der Bau der Ortsumgehung ist.

Knoerig dankt auch Uwe Schindler und Dietmar Thomsik von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Außenstelle Nienburg, für die gute Zusammenarbeit. Uwe Schindler hält sich bedeckt, will (noch) nicht einstimmen in die verhaltene Vorfreude der Protagoniste und den Montag abwarten. Wie könnte es aber aussehen, sollten tatsächlich die Mittel bewilligt werden? „Die schriftliche Zusage ist notwendig, dann können wir das europaweite Ausschreibungsverfahren beginnen.“ Die Vorbereitungen dazu seien erfolgt, bautechnisch stünde als erstes die Brücke über die Große Aue auf dem Plan. Hier gäbe es ökologische Gründe, die einen Baubeginn im Mai/Juni vorsehen. Da Ausschreibung und Vergabe etwa ein halbes Jahr dauern, wäre ein Baubeginn in 2016 „sehr sportlich“. Schindler würde eher auf 2017 tippen.

Die Ortsumgehung Barenburg steht seit 2013 im Bundesverkehrswegeplan, mit der Einstufung „vordringlicher Bedarf“ – und ist seit Juni 2014 für den Bau freigegeben. „Rund acht Millionen Euro sind an Kosten veranschlagt, welche komplett der Bund übernehmen wird“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Büro Knoerig in Berlin.

Die Samtgemeinde Kirchdorf hat, wie berichtet, bereits rund 766000 Euro investiert: Flächennutzungsplan, Dorferneuerungsplan, Bereitstellung von Flächen, Ausgleichszahlungen, Grunderwerbe summieren sich auf gut 160000 Euro, die Übernahme der Kosten für die neue Kreisstraße als Anbindung zur Ortsumgehung (obwohl der Landkreis hier Baulastträger wäre) betragen 100000 Euro, die Flurbereinigung, in der gut 20 Hektar Fläche bereitgestellt wurden, summiert sich auf stattliche 500000 Euro. Die Unanfechtbarkeit ist seit 2014 erreicht: „Für die Freigabe von Mitteln aus dem Bundeshaushalt 2014 war es dennoch leider zu spät“, so Knoerig. „Deswegen bin ich optimistisch, dass ich am Montag im Bundesverkehrsministerium einen positiven Bescheid erhalten werde.“ Zur Umsetzung solcher Vorhaben sei es entscheidend, dass alle Beteiligten – überparteilich im Interesse der heimischen Region – an einem Strang ziehen und mit den zuständigen Behörden eng kooperieren. Die Bauplanung der 3,3, Kilometer langen zweispurigen Strecke werde über das Landesverkehrsministerium unter Einbeziehung des Bauleitträgers, dem Landkreis Diepholz, und der Samtgemeinde Kirchdorf ablaufen.

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher habe sich ob der Nachricht außerordentlich gefreut, Knoerig gelte ein besonderer Dank für sein Engagement. „Das ist das Beste, was uns passieren konnte“, kommentiert Bürgermeister André Meyer die Nachricht. In Barenburg wird bereits Freitag und Samstag kräftig gefeiert – es ist Schützenfest.

Mehr zum Thema:

Lätare-Spende in Verden

Lätare-Spende in Verden

Bargfrede und Eilers arbeiten individuell

Bargfrede und Eilers arbeiten individuell

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

Frau stirbt bei schwerem Unfall in Bassen 

Frau stirbt bei schwerem Unfall in Bassen 

Meistgelesene Artikel

Frühlingsmarkt lockt Besucher

Frühlingsmarkt lockt Besucher

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

Platz eins für „Lloyd“

Platz eins für „Lloyd“

Kommentare