Michael Logemann aus Kuppendorf macht an der Uni in Göteborg seinen Master in Volkswirtschaftslehre

Austausch-Student „bleibt etwas länger“

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Michael Logemann mit seinem ganz besonderen Souvenir aus Schweden.

Kuppendorf - Ein Auslandssemester ziert den Lebenslauf ungemein und ist längst keine Seltenheit mehr – Studenten aus aller Welt, von den USA bis China, lernte Michael Logemann an der Göteborgs Universitet kennen. Die verließen Schweden wieder, um an ihrem heimischen Universitäten den Abschluss zu machen.

Der 28-jährige Kuppendorfer nicht: Er ist der erste Austausch-Student, der an dieser Uni ins reguläre Master-Studium wechselte. Vor zwei Wochen kehrte mit dem Titel Master of Science in Volkswirtschaftslehre in die Heimat zurück. Das Thema seiner Masterarbeit: „Wie wirkt sich Korruption in Brasilien auf die lokalen Unternehmen aus?“.

„Es war immer ein Traum von mir, nach Schweden zu gehen“, sagt Michael Logemann. Er hatte sein Master-Studium an der Freien Universität Berlin begonnen – und erhielt ein einjähriges Auslands-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Handelshögskolan der Göteborgs Universitet. Dass Handelshögskolan Handelshochschule bedeutet, kann man sich noch zusammenreimen. Michael Logemann hatte einen unerwarteten Trumpf im Ärmel, der ihm half, fließend Schwedisch zu lernen und aus dem englischsprachigen Studiengang für Austausch-Studenten in den „echten“ zu wechseln: „Ich bin mit Plattdeutsch aufgewachsen. Und viele Wörter werden im Schwedischen so geschrieben, wie wir sie ‚op Platt‘ aussprechen würden – das hat enorm geholfen.“ Reichlich Sprachpraxis bekam er auch, weil er in einer WG mit schwedischen Studenten lebte.

Stark beeindruckt habe ihn die Mentalität der Schweden: „Die Menschen hauen einen von ihrer Art her einfach um. Diese Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft – das war mit ein Grund, mein Studium in Göteborg fortzusetzen.“ Die Aussicht, den Master im Ausland, an einer der renommiertesten schwedischen Universitäten zu machen, war allerdings ausschlaggebend für seine Entscheidung, diesen Schritt zu wagen.

Außerdem: „Ich bin total begeistert von Schweden als Land an sich“, bekundet Michael Logemann – „Mikael“, wie ihn die Schweden nennen: „traumhafte Landschaften, viele Seen, viele rote Holzhäuser. Einfach nur wie die Kulisse aus Astrid-Lindgren-Verfilmungen.“ Tatsächlich zählt er zu seinen persönlichen Highlights der mehr als zweieinhalbjährigen Zeit in Schweden den „Midsommar“ in Småland und einen Besuch auf dem Katthult Hof – „dort, wo ‚Michel aus Lönneberga‘ zu Hause ist.“ Im Dezember reiste er nach Lappland, das noch nördlich des Polarkreises liegt, sah dort das aus Eis bestehende „Ice Hotel“, Polarlichter und Rentiere. „Und in Stockholm bin ich Nationalspieler Zlatan Ibrahimovic begegnet; Fußball habe ich auch selbst gespielt, im Verein Landala IF.“

Jetzt macht sich der 28-Jährige an die Job-Bewerbungen. Gefallen würde ihm zum Beispiel die Arbeit an einem öffentlichen Institut, das analytische Ausarbeiten von Fragestellungen. Da er jetzt fließend dreisprachig unterwegs ist, gehen die Bewerbungen in eine Reihe von Ländern. „Auch nach Schweden...“ ab

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