Meutejagd in Kirchdorf: Mit vollem Elan durch die Kirchdorfer Heide

33 Amazonen, 22 „Kerle“

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Die Harrier Meute vorneweg, die Amazonen hinterdrein, auf den Reitwegen durch die Heide.

Kirchdorf - Mehr als 30 Amazonen aus Kirchdorf und Umgebung folgten der Einladung des Schleppjagdvereins Böhme zur ersten Amazonenjagd hinter der Böhmer Harrier Meute in und um die Kirchdorfer Heide. Start und Zielpunkt des war das Landhotel Baumann‘s Hof.

Reiterinnen und Hunde kehrten nach etwa zwei Stunden und etwa zehn Kilometer langem Ausritt über neu aufgebaute Geländesprüngen zurück. Die Meute bestand aus – so der Hundeführer augenzwinkernd – 22 „echten Kerlen“ inklusive ihm selbst, die aber trotzdem gegenüber den gut gelaunten Reiterinnen deutlich in der Unterzahl waren.

Die Teilnehmerinnen mussten beim Ausritt zwölf bis zu 80 Zentimeter hohe Geländesprünge meistern. Weniger sportlich ambitionierte Reiterinnen verzichteten auf die Hürden und hatten nicht weniger Spaß hoch zu Pferd. Astrid Unger, mit Ulf Meyer die neue Inhaberin des Landhotels Baumann‘s Hof, ließ es sich nicht nehmen, bei der Amazonenjagd persönlich die neuen Hindernisse zu testen und nutzte die Chance, ihre neue Heimat aus etwas anderer Perspektive kennen zu lernen. „Jagdreiten verbindet an Natur, Tradition und Hunden interessierte Reiter, dabei geht es ohne jeden Wettbewerb und Leistungsdruck unter dem Klang der Jagdhörner hinter schönen Hunden auf die Strecke“, beschreibt die langjährige Reiterin leidenschaftlich diesen traditionellen Sport und freut sich, dass sich auch Kirchdorfs Bürgermeister Holger Könemann unter die zahlreichen Besucher mischte, um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

Joachim Haberzettl, Vorsitzender des Schleppjagdvereins Böhme, und sein Stellvertreter Harald Küfe, die ja nicht mit ihren Frauen Jasmin und Karen bei der Jagd mitreiten durften, hatten keine Mühen gescheut, um Reitern und Hunden optimale Bedingungen zu bieten: „Seit dem Frühjahr haben wir uns mit großer Unterstützung der Samtgemeinde und dem Team von Baumann‘s Hof um die professionelle Erneuerung der in die Jahre gekommenen Geländesprünge gekümmert“, erklärt Haberzettl. Solch Zuspruch der Gemeinde sei keine Selbstverständlichkeit. Nun könnten sich auch zukünftig Reiter, die die Kirchdorfer Heide besuchen, an den Sprüngen erfreuen. „Wir betreiben unseren Sport mit Passion, Disziplin und Hingabe – das ist nicht elitär, sondern verantwortungsvoll Mensch, Tier und Umwelt, auch einer wertvollen Tradition gegenüber“, betont Haberzettl. Die Pferde- und Hundefreunde verabscheuten die seit 80 Jahren in Deutschland verbotene Jagd mit Hunden auf Wild. Man befolge Natur- und Umweltgesetze, respektiere Wildruhezonen, Brut- und Setzzeiten und bleibe stets auf genehmigten Wegen. Rund 80 Besucher und Wanderer informierte Haberzettl an der Strecke. Hunde, Pferde und Reiter wurden am Ende auf Baumann‘s Hof mit Leckereien, Wasser, schattigen Boxen, gutem Essen und entspanntem Terrassenleben für die Anstrengungen des Tages belohnt. Ob es eine zweite Amazonenjagd geben wird, werde sich zeigen: „Unsere Türen stehen gerne offen“, lädt Astrid Unger ein.

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