Aus Hort wird Großtagespflege

Bahrenborstel: Mehr Raum für Kinderbetreuung

Zusammenarbeit trotz gebotenem Abstand (von links): Sandra Meißner, Heinrich Kammacher, Olaf Heuermann, Ellen Schuller, Birgit Greve und Matthias Stelloh in dem Bereich in der Turnhalle, der künftig Heimat der Großtagespflege sein soll.
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Zusammenarbeit trotz gebotenem Abstand (von links): Sandra Meißner, Heinrich Kammacher, Olaf Heuermann, Ellen Schuller, Birgit Greve und Matthias Stelloh in dem Bereich in der Turnhalle, der künftig Heimat der Großtagespflege sein soll.

Bahrenborstel – Mit dem 30. Juni 2021 wird das „Abenteuerland“ in Bahrenborstel geschlossen: Seit November 2010 in Betrieb für maximal zwölf Kinder, werden die Räume, die der Hort im Obergeschoss der alten Schule bisher nutzte, umgebaut zu einem weiteren Bereich des im darunter befindlichen Kindergartens. Auf „Abenteuer“ muss jedoch nicht verzichtet werden.

Wie kommt es zur Schließung? In der Abfrage des Betreuungsbedarfs und dem Abgleich dieser Anmeldungen sei festgestellt worden, dass einige Eltern ihre Kinder in gleich mehreren Betreuungseinrichtungen der Samtgemeinde Kirchdorf angemeldet hatten. Bereinigt um diese Doppelungen, habe sich ergeben, „dass wir für etwa zehn bis zwölf Kinder kein Angebot machen konnten“, berichtet Sandra Meißner, stellvertretende Fachbereichsleiterin Bürgerservice der Samtgemeinde Kirchdorf. Damit aber ab dem neuen Kindergartenjahr die gesetzlich vorgeschriebenen Plätze angeboten werden können, war angedacht, für eine Gruppe einen Container an einer der bestehenden Einrichtung aufzustellen. Eine Notlösung, für die umgehend finanzielle Mittel bereitgestellt wurden.

Notlösung ist vom Tisch

Eine Notlösung, die nun nicht mehr herhalten muss, denn viele Gespräche zwischen der evangelisch-lutherischen Kirche als Betreiber zweier Einrichtungen in Scharringhausen und in Bahrenborstel, Bahrenborstels Bürgermeister Matthias Stelloh, Vertretern von Dorfkidsteam, Heimat- und Sportverein aus Bahrenborstel, Bauamtsleiter Olaf Heuermann, Sandra Meißner sowie Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher resultieren in der nun gefundenen Lösung: Die Räume des Hortes im Obergeschoss der alten Schule in Bahrenborstel werden kindergartengerecht umgebaut, sodass die Einrichtung eine dritte Gruppe anbieten kann, mit Platz für 25 Kinder, erklärt die Leiterin der Kita, Ellen Schuller.

Die Hortbetreuung war nachgefragt und soll deshalb nicht komplett verschwinden. „Aber es ist eine freiwillige Aufgabe und da müssen wir auf die Finanzen gucken“, mahnt Kammacher. Zusammen mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, respektive dem Kirchenamt in Sulingen, wurde die Idee einer Großtagespflege mit bis zu zehn Betreuungsplätzen entwickelt: Die soll in dem Raum an der Turnhalle eingerichtet werden, in dem sich Dorfkids und Senioren treffen. Dafür seien keine Umbauten notwendig. Dorfkids und andere Gruppen sollen in der Remise des Heimatvereins auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Zuhause für Treffen bekommen. Und auch der TSV Holzhausen-Bahrenborstel bietet sein renoviertes Clubhaus an für Treffen.

Bedarf wird mit Anmeldungen geklärt

In welchem Umfang die neue Großtagespflege angeboten wird, steht noch nicht genau fest. Birgit Greve vom Kirchenkreisamt erklärt, dass zwei hauptamtliche Erzieherinnen oder Erzieher eingestellt werden sollen, die eine Betreuung anbieten sollen in der Zeit von 13 bis 17 Uhr, möglichst an fünf Tagen in der Woche. Der Bedarf solle mit der Anmeldung geklärt werden. Greve sieht nur dann eine Chance, Fachkräfte zu bekommen, wenn der Hort über die fünf Wochentage geöffnet ist – nur für zwei Tage, auf diese kurze Beschäftigungszeit hin, bekomme man keine Bewerbung. Abstimmen solle sich das künftige Team unbedingt mit der Grundschule in Kirchdorf, denn das Angebot der Großtagespflege richte sich ausschließlich an Grundschüler. Sie würden in der neuen Großtagespflege zu Mittag essen, hierfür die räumliche Nähe zur Kita und deren Küche nutzen können.

In der Bahrenborsteler Kindertagesstätte solle ein Durchbruch zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss erfolgen. „Wir fördern die freie Bewegung und der Betreuung und so können die Kinder künftig beide Ebenen nutzen, ohne das Gebäude zu verlassen“, erklärt Leiterin Ellen Schuller.

Genehmigungen liegen bereits vor

Für die notwendigen Bauarbeiten haben VA und Samtgemeinderat Kirchdorf einen Betrag in Höhe von 35. 000 Euro außerplanmäßig zur Verfügung gestellt. Fördermittel in Höhe von etwa 23.000 Euro erhoffe man sich über die neue „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen in Tageseinrichtungen für Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung“, damit verblieben etwa 12.000 Euro an Kosten für die Samtgemeinde.

Die Genehmigungen für die organisatorischen Veränderungen liegen vor, erklären Kammacher und Meißner. Die beiden Erzieherinnen, die bisher im Hort gearbeitet haben, wechseln auf eigenen Wunsch hin ins Team der Bahrenborsteler Kita.

Von Sylvia Wendt

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