Bahrenborsteler Rat verabschiedet fünf Kollegen

Matthias Stelloh bleibt Bürgermeister

Der neue Rat – sitzend: Sebastian Rohlfs, Matthias Stelloh und Detlef Nuttelmann; stehend: Frank Brokate, Bianca Rethorn-Pohl, Manfred Koch, Thomas Niemeyer, Torsten Ihlo, Christoph Hormann, Dennis Kemmann und Tobias Pohl (von links).
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Der neue Rat – sitzend: Sebastian Rohlfs, Matthias Stelloh und Detlef Nuttelmann; stehend: Frank Brokate, Bianca Rethorn-Pohl, Manfred Koch, Thomas Niemeyer, Torsten Ihlo, Christoph Hormann, Dennis Kemmann und Tobias Pohl (von links).

Bahrenborstel – Bürgermeister ist nie eine Person alleine, sondern die Familie, die zur Person gehört, gleich mit. Matthias Stelloh stimmte diesem Kommentar seines alten und neuen Stellvertreters, Detlef Nuttelmann, rundheraus zu. Ehefrau Gerhild und den drei Kindern galt sein Dank, für die bisherige Unterstützung – und für die neue Amtszeit gleich mit, denn Matthias Stelloh wurde erneut zum Bürgermeister der Gemeinde Bahrenborstel gewählt, einstimmig.

Stelloh dankte für das Vertrauen, für die herausfordernden Zeiten, die hinter ihm als Bürgermeister lägen. Er freue sich auf die neuen Erfahrungen, die „ich durch das Votum machen darf und auf die neuen herausfordernden Zeiten“. Seine Stellvertreter sind Detlef Nuttelmann und Neu-Ratsherr Sebastian Rohlfs, beide gleichberechtigt. Das elfköpfige Gremium verzichtet auf die Bildung eines Verwaltungsausschusses, will auch keine Fachausschüsse: Die Ratsarbeit hätten bisher immer alle gemeinsam mit Rat und Tat begleitet, das wolle man auch künftig so halten, hatte „Alterspräsident“ Manfred Koch erklärt, der die Sitzung leitete bis zur Bürgermeisterwahl. Matthias Stelloh wurde zudem Verwaltungsvertreter, sein Stellvertreter für diese Aufgaben bleibt, wie bisher, Detlef Nuttelmann.

Der Rat gab sich mit einstimmigem Votum eine neue Hauptsatzung und eine Geschäftsordnung. Deutliche Änderung ist die Veröffentlichung. „Wir sind im digitalen Zeitalter, alle Mandatsträger in der Samtgemeinde haben dem papierlosen Sitzungsdienst zugestimmt und die Samtgemeinde hat ab sofort ein eigenes Amtsblatt unter www.kirchdorf.de“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. Die Bekanntgabekästen, die in Bahrenborstel und Holzhausen existieren, könne die Gemeinde nutzen. Stelloh schlug vor, hier verstärkt Vereinsnachrichten auszuhängen, das solle bei der nächsten Terminabsprache thematisiert werden.

Die Änderung der Satzung über die Entschädigung von Ratsmitgliedern und ehrenamtlich Tätigen sollte geändert werden: Zehn statt bisher fünf Euro sollten die Mandatsträger erhalten – Ratsherr Tobias Pohl fragte nach, warum. Denn: „Jeder hat sich freiwillig wählen lassen und man gibt für andere Hobbys ja auch Geld aus“, lautete sein Argument. Kammacher erklärte, die Entschädigung diene als Beitrag zu den Kosten, um die technischen Geräte vorzuhalten für die digitale Ratsarbeit. Zehn Ratsmitglieder stimmten der Änderung zu, Tobias Pohl dagegen.

Die ausgeschiedenen Ratsmitglieder mit Bürgermeister Matthias Stelloh: Noel Pohl, Karl-Heinz Pohl, Edeltraud Dummeyer-Müller, Frank Scharninghausen und Andy Bredemeier (von links).

Im zügigen Abarbeiten der Tagesordnung blieb für die Verabschiedung der fünf ausgeschiedenen Ratsmitglieder mehr Zeit, zur Freude der etwa 30 Zuschauer hatte Matthias Stelloh persönliche Worte vorbereitet. Er erinnerte daran, dass der Aufwand für die Gemeinderatsarbeit nicht immer sichtbar sei, die Mandatsträger aber immer das Wohl der Gemeinde im Blick hätten. (Rallyefahrer) Noel Pohl (2016 bis 2021) sei das jüngste und das schnellste Ratsmitglied gewesen, habe eine ruhige und sachliche Art gehabt. Andy Bredemeier (2016 bis 2021) sei in Sachen Feuerwehr besonders engagiert und eingebunden und auch für die Ratsarbeit habe stets gegolten: „Man kann sich auf Dich verlassen.“ Frank Scharninghausen war zehn Jahre Ratsmitglied – das von ihm vorgelegte Wegekonzept Richtung Heidelbeeren bleibe auf der „To-do-Liste“ des Rates. Sein „Feriendorf Moorblick“ sei eine Bereicherung für die Gemeinde. Stelloh dankte ihm nicht nur für die Ratsarbeit, sondern auch für die ungezählten geleisteten Helferstunden, bereitgestellte Geräte – und das Fachwissen. Über das verfüge auch Karl-Heinz Pohl (2006 bis 2021) – und der Rat müsse auf dieses vielleicht nicht verzichten, wo doch Pohls Ehefrau Bianca ihm nun neu angehört. Pohl, Galloway-Züchter und Hauptkommissar, habe der Strukturwandel in der Landwirtschaft beschäftigt. Eine Aufzählung der Projekte und Ideen, an denen sie beteiligt war, würde kein Ende nehmen, hob Stelloh zum Rückblick auf das 30-jährige Ratsengagement von Edeltraud Dummeyer-Müller an, seit 1991 Ratsfrau, seit 2006 stellvertretende Bürgermeisterin.

Von Sylvia Wendt

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