„Man sollte sich engagieren“

Ex-Schülersprecher Marlo Rethorn macht Schülern Mut, sich einzubringen

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Marlo Rethorn aus Barenburg macht Mut, sich als Schülersprecher zu engagieren. 

Barenburg - Neues Schuljahr, neue Lehrer, neue Klassensprecher – und wer wird eigentlich Schülersprecher? Das ist die Frage an der Oberschule (OBS) in Varrel, denn der bisherige Inhaber, Marlo Rethorn, hat seinen Abschluss in der Tasche und kümmert sich jetzt um seine Berufsausbildung. Der 16-jährige Barenburger hat seine Zeit als Schülersprecher genossen. Obwohl es auch viel Arbeit war und er sich erst in diesem Posten zurechtfinden musste, sagt er. Doch er macht allen Schülern Mut, es ihm nach zu tun.

Wer Marlo Rethorn heute kennenlernt, trifft auf einen jungen Mann, der freundlich, aber bestimmt seine Interessen vertritt. Vor einigen Jahren wäre es ihm sichtlich schwerer gefallen, Menschen anzusprechen. Sponsoren etwa, um ein Projekt zu finanzieren. Oder die Lehrer hartnäckig mit Wünschen der Schüler zu konfrontieren.

„Engagement bringt jedem etwas“, sagt Marlo Rethorn heute. Er sei zwar nicht schüchtern gewesen, aber eben zurückhaltend. Reden vor vielen Leuten, etwa bei der Abschlussfeier, das sei zunächst beängstigend gewesen. Aber es werde irgendwann normal und: „Es mich alles auch weitergebracht“, sagt Rethorn. „Man sollte sich für irgendetwas engagieren“, sagt Rethorn heute.

Ein Amt zu übernehmen an der Oberschule Varel sei ihm nicht so schwer gefallen: Seine Klassenlehrerin, die er gerade eine Woche kannte, hatte ihn seinerzeit gefragt: „Marlo, wie wärs, wenn du Schülervertreter wirst?“ Das Treffen aller Klassensprecher kurz danach bescherte ihm als einem von vier Kandidaten die Mehrheit der Stimmen. „Mal ein bisschen rauskommen aus dem üblichen Umfeld“ – das sei eine Motivation gewesen für die Kandidatur. Die vielen Aktivitäten, die die Schülervertretung als Team gemeistert hätte, hätten ihn stolz gemacht. Etliche Projekte habe die Schülervertretung angeschoben.

Weitere Sitzgelegenheiten angedacht

Das große Thema „Schulhofumgestaltung“ ist noch nicht beendet, die Pläne reifen weiter, denn nach der Umstrukturierung der Schulstandorte in der Samtgemeinde Kirchdorf ist die grundschulgerechte Ausgestaltung des Schulhofes am Standort Varrel nicht mehr altersgerecht: Die jetzt alleine dort residierenden Oberschüler haben andere Ideen, wie sie ihre Pausen verbringen möchten. Gerade erst wurde der Sandkasten ersetzt durch Gras – dank der Unterstützung des Varreler Gärtnereibetriebes Höfener. „Angedacht sind weitere Sitzgelegenheiten und weniger gepflasterte Bereiche: Mehr Natur, weniger Stein, heißt unser Plan“, sagt Rethorn.

Noch steckt er mit einer Zehenspitze in den Planungen, will die Nachfolger gerne weiter unterstützen. Auch durch Spenden. Die zu akquirieren, hat er gelernt. Firmenbosse ansprechen, und dabei überrascht feststellen, wie groß deren Interesse an der Unterstützung des Nachwuchses ist, sei eine sehr positive Erfahrung gewesen.

Persönliche Interessen und Hobbies unter einen Hut bringen und sich für andere engagieren – das bringe neben allem Spaß auch viel für die persönliche Zukunft.

Stolz, ein Teil der Region zu sein

Für die Unterstützung während seiner Zeit als Schülersprecher der OBS Varrel dankt er SV-Lehrerin Yvonne Köper und Schulleiter Torge Sprado, Vertretern der heimischen Wirtschaft und den Schülern. Er sei stolz, ein Teil der Region zu sein – und werde sich zunächst weiter im Kreisschülerrat einbringen. Und den Nachfolgern der Schülervertretung an der Oberschule Varrel zur Seite stehen, wenn gewünscht. Denn auch das hat Marlo Rethorn durch seine Arbeit erreicht: Die SV werde wahrgenommen.

sis

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