Lückenschluss im Radwegenetz

Kreisstraße 20 wird für über ein Jahr gesperrt

Der Verlauf der Kreisstraße 20 zwischen Varrel und Scharringhausen.

Varrel - Bauzeit: 24. September 2018 bis 29. November 2019. Die K 20 komplett gesperrt für über ein Jahr – der Radwegebau entlang der Kreisstraße zwischen Varrel und Scharringhausen startet, nach langen Jahren des Wünschens und der Planungen. Passgenaue Abstimmung ist notwendig, denn am Tag des Baubeginns soll die Sperrung im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung in Barenburg aufgehoben werden. Das ist wichtig, denn der Verkehr, der sonst über die K 20 fließt, soll umgeleitet werden über die Kreisstraße 19 und die Bundesstraße 61.

Die Vollsperrung ist notwendig, erläutert Volker Sangmeister, Kreisstraßenmanager bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Nienburg. Zum einen, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewähren, weil die Baustelle kaum Platz lasse für die Baufahrzeuge, würde der Verkehr weiter fließen. Zum anderen fehlt in Kürze schlicht die Brücke über die Große Aue. Die wird im Zuge des Radwegebaus neu gebaut: länger, höher, aber vor allem breiter. Berechnet ist die Baumaßnahme mit Gesamtkosten in Höhe von gut 3,3 Millionen Euro. Die Kosten trägt der Landkreis. Und schließt damit die 4,2 Kilometer lange Lücke im Radwegenetz der Samtgemeinde Kirchdorf.

Für die Anlieger gelten gesonderte Bedingungen, die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke könne zeitweise eingeschränkt sein. Start der Bauarbeiten ist im Bereich des Varreler Ortsteils Bahnhof. Hier werden die Schienen entfernt. Wie berichtet, wurde im März 2016 die Vereinbarung getroffen, dass die Schienen für den Radwegebau entfernt werden können. Sollte die Bahntrasse irgendwann reaktiviert werden, werde der Landkreis den Bereich wieder herrichten.

Simon Kopmann, Geschäftsführer der Firma Koldewei, erklärte bei der jüngsten Informationsveranstaltung in Varrel, dass sein Team alles daran setze, die Erdarbeiten möglichst in diesem Jahr noch abzuschließen, dazu gehören das Abtragen von Mutterboden und das Herstellen von Kanalrinnen. Entlang der Trasse werde der Kabelgraben geplant, um den Breitbandausbau zu unterstützen. Der Radweg ist streckenweise durch einen Graben von der Kreisstraße getrennt, sonst „nur“ durch einen 1,75 Meter breiten Seitenstreifen.

Radweg wird breiter gebaut

Grundsätzlich neu an diesem Radweg sei dessen Breite: Statt bisher zwei Meter breit, messe dieser Weg 2,50 Meter. Gründe dafür seien die gestiegene Zahl der E-Bikes und die veränderte Fahrdynamik, erklärte Sangmeister.

Den Brückenbau erklärte Hans-Peter Dierksen von der Straßenbauverwaltung Nienburg. Die alte Brücke sei 1962 gebaut worden und 5,80 Meter breit – die neue Brücke werde 12,80 Meter breit gebaut. Der Abriss erfolge im Oktober.

Eingerechnet ist die Zeitvorgaben seien grundsätzlich auch „Puffer“. Je nach Wetterlage könnten sich die Arbeiten verschieben, länger andauern oder aber früher beendet sein. Der Radwegebau entlang der K 20 sei grundsätzlich nicht kompliziert, urteilten die Fachleute. Man erwarte keine baulichen Schwierigkeiten.

Zur Freude der Bürger bestätigte Bernd Fredrich, Fachdienstleiter beim Landkreis Diepholz, am Donnerstagabend, dass die Anlieger „nichts dazubezahlen“ müssten.

Kontakte der Ansprechpartner

Fachbereichsleiter Bernd Fredrich vom Landkreis Diepholz ist telefonisch unter 05441/9761677 zu erreichen (E-Mail bernd.fredrich@diepholz.de). Bei Fragen durch die Bürger sei die Bauoberleitung (die bei der Straßenbauverwaltung Nienburg liege) unter Tel. 0 50 21 / 60 60 zu erreichen (Radwegebau: Hans Lindemann, Brückenbau: Hans-Peter Dierksen). Die örtliche Bauüberwachung übernimmt die Straßenmeisterei Uchte (Tel. 0 57 63 / 94 29 90. Für die Bauausführung zeichnen die Firma Koldewei aus Schwaförden (Radwegebau, Tel. 0 42 77 / 6 46, E-Mail info@koldewei.de) und die Firma Oehm aus Meppen (Brückenbau, Tel. 0 59 31 / 40 00, E-Mail info@oehm-bauunternehmen.de) verantwortlich.

sis

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