1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Kirchdorf (NI)

Linden, Hunde und Storchen-Cam

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sylvia Wendt

Kommentare

Arbeiten am Storchennest in Freistatt: Gewünscht wird hier eine Webcam. Aber ob die realisiert werden kann? Für den Rat bleibt, die noch offenen Fragen dazu zu klären.
Arbeiten am Storchennest in Freistatt: Gewünscht wird hier eine Webcam. Aber ob die realisiert werden kann? Für den Rat bleibt, die noch offenen Fragen dazu zu klären. © privat

Freistatt – Ratssitzung in Freistatt – und es sind, wie oft genug auch andernorts, nicht die Themen der Tagesordnung, die die Bürger in „ihrer“ Fragestunde vorbringen.

Einstimmig entschied das Gremium unter Leitung von Bürgermeister Gero Enders, das am Montagabend ohne Frank Kruse tagte, eine neue Hauptsatzung. Konkret geändert, respektive rückgängig gemacht wurde der Paragraph über die „ortsübliche Bekanntmachung“.

Im Dezember erst hatten alle Mitgliedskommunen der Samtgemeinde Kirchdorf und der Samtgemeinderat festgelegt, dass Bekanntmachungen nur noch online über das eigene Amtsblatt auf der Homepage der Samtgemeinde erfolgen sollten. Nun wird das rückgängig gemacht: Wie vorher werden Bekanntmachungen wieder in der Tageszeitung veröffentlicht – und auf der Homepage.

Zur Kenntnis genommen wurden die Abwägungsvorschläge in Bezug auf ein Bauvorhaben auf der Bäckerweide, für das der Gemeinderat mit positiven Beschlüssen bereits den Weg geebnet hatte, damit sich ein Bauherr seinen Traum vom Eigenheim erfüllen kann.

Das Thema „Baum“ verband die Bekanntgaben von Bürgermeister Gero Enders mit einem Tagesordnungspunkt und der Einwohnerfragestunde. Gero Enders teilte mit, dass die Baumschau für öffentliche Flächen „fast beendet“ sei und aufgelistet werde, wo was an Bäumen entnommen werden muss. Weshalb der Rat über Neuanpflanzungen zu entscheiden habe.

Zu überlegen sei, wie die Prüfung von Anpflanzungen auf Privatgrundstücken in der Gemeinde erfolgen kann. Laut Enders hätten am Freistätter „Rodelberg“ an der Von-Bodelschwingh-Straße einige Birken entnommen werden müssen. „Da sollen auch wieder neue Bäume angepflanzt werden“, hieß die Vorgabe des Rates.

Als Kompensation sollen Linden angepflanzt werden, lautete der Beschluss. Dazu solle das Geld aus dem Klimaschutzpreis verwendet werden, das die Gemeinde erhalten hatte. Der Betrag von 3 000 Euro werde aber nicht reichen, erklärt Enders. Inklusive der notwendigen Arbeiten sei mit der doppelten Summe zu rechnen. „Die Linden machen aber viel Laub und Dreck“, monierten Bürger in der Einwohnerfragestunde. Insgesamt hatten sich zur Sitzung vier von ihnen angemeldet. Enders pries die Vorzüge der Linden, von denen es zahlreiche Sorten gebe – und erklärte, dass Bäume für die geplanten Neuanpflanzungen aktuell schwierig zu bekommen seien.

Ein anderes Thema kam erneut in der Fragestunde zur Sprache: Hunde – und Leinenzwang. Der sei schwierig in der Gemeinde durchzusetzen. „Manche Hunde verstehen sich nicht, manche Menschen auch nicht“, versuchte Gero Enders dafür zu werben, dass die Hundehalter ihre Vierbeiner („Mein Hund tut ja nix“) auf öffentlichen Wegen an die Leine nehmen. Im Sinne eines guten Miteinanders und gegenseitiger Rücksichtnahme, denn er wisse: „Manche Menschen haben schlicht Angst vor Hunden, egal, welcher Rasse.“

Ob ein besonderer Vorschlag umgesetzt wird, bleibt zu klären: Gewünscht wird eine Webcam am Storchennest. „Die Idee ist gut“, befand der Rat. Aber: Ist das machbar? Was kostet das? Wie läuft die Stromversorgung? Braucht man dafür WLAN? Wen will ich erreichen mit den Aufnahmen? „Es gibt viele offenen Fragen, die wir dazu erst klären müssen“, vertagte Enders das Thema.

Von Sylvia Wendt

Auch interessant

Kommentare