Leidenschaft mit Gesang und Gitarre

Flamenco-Abend im Varreler Küsterhaus

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Rocio Márquez (Gesang) und Miguel A. Cortéz (Gotarre).

Varrel - Bunte Beleuchtung in den Ecken, ebenfalls farbiges Licht auf der Bühne – so wurde der Saal des Küsterhauses in Varrel in ein spanisches Flamenco-Café verwandelt, in dem gut 100 Zuhörer der Musik zweier Stars der Flamenco-Szene lauschten: Dem Spiel der Gitarre von Miguel A. Cortéz und dem Gesang von Rocio Márquez. Beide wurden für ihre Musik schon vielfach ausgezeichnet.

Das Konzert war Teil der Niedersächsischen Musiktage, veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, zu deren Partnern auch die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz gehört. Dadurch kommen in jedem Jahr internationale hochkarätige Künstler in ihr Geschäftsgebiet, seit Anfang der 90-er Jahre auch in das Küsterhaus nach Varrel.

„Leidenschaft“ ist das aktuelle Thema der Konzertreihe, und Intendantin Katrin Zagrosek, die auch in diesem Jahr zu dem Konzert nach Varrel gekommen war, hatte sich in Spanien viele Flamenco-Künstler zur Probe angesehen. Die Musik erzähle von Verlust oder der Unerreichbarkeit der Liebe, von Leid oder Ungerechtigkeit, mitunter alles in einem einzigen Stück. Der Flamenco ist dabei voll von pulsierenden Rhythmen, Gitarrenklängen, klagendem oder fröhlichem Gesang.

Leider wurden zu den in Varrel vorgetragenen Stücken keine Erläuterungen gegeben, so dass das Publikum „aus den Bauch heraus fühlen musste, welche Geschichte das Lied erzählt“, wie es ein Zuhörer in der Pause formulierte.

Tanz voller Leidenschaft

Die meisten Menschen verbinden mit dem Flamenco einen Tanz voller Leidenschaft, Energie, Charme und Feuer. Doch im Küsterhaus wurde nicht getanzt, und ohne Kastagnetten geht es auch, das bewiesen die beiden Künstler aus Spanien eindrucksvoll.

Die klangliche Vielfalt der von Miguel A. Cortéz meisterhaft gespielten Gitarre und die Stimme von Rocio Márquez, die stufenlos von einem Ton zum andern gleiten kann und diesen schier endlos zu dehnen vermag, begeisterten das Publikum, so dass das Duo nicht ohne Zugaben aus dem Saal entlassen wurde.

Die beiden sympathischen Künstler verzehrten anschließend mit viel Genuss zusammen mit einigen Gästen ihnen vorher noch unbekannten Zwiebelkuchen und Federweißer, beides war dem Publikum schon in der Pause angeboten worden. 

gk

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