Landbäckerei Niemeyer bei „Deutschlands beste Bäcker“ am Dienstag im ZDF

Käsekuchen für Johann

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Gunther Waldschmidt, Frank Niemeyer und Jörg Niemeyer (v.l.).

Bahrenborstel - „Alles Käse(kuchen)“ heißt es in der kommenden Woche in der Landbäckerei Niemeyer in Bahrenborstel. Frank und Jörg Niemeyer servieren passend zum Start der neuen Staffel „Deutschlands beste Bäcker“ den Kuchen, den Johann Lafer gerne isst.

Wie berichtet, gehören Niemeyers zu den 96 Bäckern, die deutschlandweit teilnehmen an der zweiten Staffel der TV-Reihe. Dazu hatte Starkoch Johann Lafer Jurymitglieder bereits im Mai für die Probe vor Ort entsendet. Und bat wenige Wochen später zum Kaffeekränzchen, samt Käsekuchen – der Tagesaufgabe.

Niemeyers zögerten keine Sekunde, das Familienrezept dafür wird seit vier Generationen weitergereicht.

Am kommenden Dienstag, 15. September, um 15.05 Uhr wird die Folge mit dem Team aus Bahrenborstel gezeigt. „Ich gehe dann nicht mehr aus dem Haus“, sagt Jörg Niemeyer und lacht. Was ist denn passiert bei den Dreharbeiten? „Ich habe wohl zu doll auf die K... gehauen“, sagt es und grinst. Bruder Frank protestiert: „Nein, hast du nicht. Unser Käsekuchen war ja auch der beste.“ Kurzum: Gefragt, ob ihr Kuchen denn gewinnen könnte, antwortete Jörg Niemeyer selbstbewusst ins Mikrophon: „Ja, da bin ich mir zu 90 Prozent sicher.“ Ob die Szene gezeigt wird?

Das Team aus Bahrenborstel trat an gegen Kollegen aus Bad Oeynhausen und Lübbecke. Käsekuchen ist nicht gleich Käsekuchen, war die Erkenntnis am Ende des Drehtages. Zusammen mit den Brüdern Niemeyer präsentierte Konditorgeselle Gunther Waldschmidt die hiesige Käsekuchen-Variation. Das überlieferte Rezept zeugt von alter Backkunst, sehr zur Freude des Star-Jurors: „Johann Lafer hat unser Stück ganz aufgegessen“, blieb Frank Niemeyer nicht verborgen. „Der Lafer“ sei zudem freundlich und nett gewesen beim zweiten Dreh, der in Kassel stattfand. Im Mai waren die Jurymitglieder Eveline Wild und Peter Kapp zur Backstube in Norddeutschland gereist (wir berichteten) und hatten dort Spargelbrot serviert bekommen.

Rückblickend habe der Ausflug ins TV-Business Spaß gemacht. Die Termineplanung weniger, denn ausgerechnet vor Haupttagen für die Bäckerzunft hatten sich die TV-Teams für den Dreh angekündigt und damit alle Abläufe gehörig durcheinander gemischt.

Die Teilnahme war innerhalb der Familien nicht unumstritten. Ausschlaggebend sei gewesen, dass auch Nominierungen von Kunden beim ZDF eingegangen seien und der Sender deshalb angefragt habe. Was sollte schiefgehen – „wir backen doch eh jeden Tag“, hieß die Devise, die allerdings dennoch nicht verhindern konnte, dass alle aufgeregt waren. „Dabeisein ist alles“, ziehen Niemeyers ihr positives Resümee. Wichtig war ihnen Werbung zu machen für ihren Beruf an sich. Pro Jahr gebe es 500 Bäcker bundesweit weniger, beklagt Niemeyer. Früher habe man gut acht Mitarbeiter im Verkauf ausgebildet und zwei in der Produktion, aktuell sei es pro Bereich nur ein Lehrling. „Das ist extrem“, bedauert Jörg Niemeyer. Es fehlt an Bewerbern.

Zurück zum Käsekuchen: Der wird in der kommenden Woche nicht nur am Firmensitz in Bahrenborstel verkauft, sondern auch in den 22 Filialen. Wo er gebacken wurde, zeigt das ZDF in der Sendung ab 15.05 Uhr.

sis

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