Abschluss im Konfettiregen

Kurzweilige Verabschiedung der Schüler an der Oberschule Varrel

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Ehrung für Nele Lühs, Tamani Lübkemann, Kevin Ermann, Levin Schwenker (alle Sun-Kiosk-Dienst) und Jasmin Wilke (Fotografin).

Varrel - Die Abschlussschüler haben alle einen Stern, ähnlich denen der Hollywood-Stars auf dem berühmten „Walk of fame“ in Los Angeles. Aber tatsächlich befinden sich Lehrer, Schüler und ihre Familien in der Varreler Turnhalle – und Korbinian Fenzl eröffnet die Abschlussfeier (Motto: Hollywood“) mit einem Gitarrensolo: „Stairway to heaven“. Ob die Schüler der Abschlussklassen von 2017 ihre Träume erfüllen können?

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher, zugleich Vorsitzender des Fördervereins der Schule, erklärte, man habe versucht, die Oberschule Varrel so zu gestalten, dass die Schüler vorbereitet sind für das weitere Leben. Die Schüler mögen Spuren hinterlassen, erklärte Schulleiter Torge Sprado und fragte: „Ist diese Generation vorstellungskräftiger hinsichtlich ihrer Möglichkeiten?“ 

Selbstbestimmung gegen Konformität

Im Kampf von Selbstbestimmung vs. Konformität klopfe die „Tyrannei an Möglichkeiten“ an die Türen der Schüler. Die Schüler der Jahrgänge 9 und 10 zeigten sich äußerst kreativ in der Gestaltung ihrer Beiträge der Feier: Ob Foto-Klick (Lehrerinnen mussten raten, welcher Schüler da auf einem Kinderfoto abgebildet ist – eine schwierige Aufgabe...) oder Tombola für das Lehrerkollegium (Preise: „Jagdausrüstung“ – Fliegenklatsche oder „Sofortbildkamera“ – Spiegel), sogar Geheimnisse wurden verraten beim Ratespiel, in dem die Top-drei-Antworten von Schülern und Lehrern auf schulspezifische Themen erraten werden mussten. 

Jürgen Müller (Kreissparkasse) überreichte je 100 Euro an Jan Gehlenbeck und Marlo Rethorn für besonderes Engagement.


Unter anderem wurde geklärt, dass Schüler meistens Stifte verlieren, sich Lehrer am meisten darüber aufregen, wenn im Unterricht geredet wird (außerhalb der Fragestellung), die beste Spickmethode der einfache Zettel, Englisch das unbeliebteste Fach und Sport das beliebteste ist. 

Die Abschlussfeier ist kurzweilig und unterhaltsam, nix mit Noten oder Leistungsdruck. Daran knüpft Elternratsvorsitzende Carmen Holthus an, die einen Gedanken aus der Schulkonferenz verrät: Wie wohl so nette Schüler schlechte Noten bekommen? Die neutrale Vergabe von Noten zeige, dass eben nicht der Charakter eine Rolle spiele. 

Liebeskummer, Lernen, Lachen

Die Schulzeit aber lege dennoch den Grundstein für den weiteren Lebensweg, mit Themen zwischen Liebeskummer und Lernen. Marlo Rethorn ist gleich mehrfach gefragt, als Schulsprecher und, zusammen mit Lara Bogdan, als Sprecher für die Abschlussklassen. Zusammen moderieren beide obendrein die Feier. 

Fördervereins-Vorsitzender Heinrich Kammacher (r.) überreichte Buchpräsente an (v.r.) Bennet Brokate (9a), Jan Gehlenbeck (9b), Eilin Koopmann (10a) und Lara Bogdan (10b). 


Als Schulsprecher erinnerte Rethorn an seine zwei „megageilen Jahre“ als Schülersprecher und in der Schülervertretung, deren Arbeit durch eine kleine fleißige (und überaus ideenreiche) Truppe absolviert werde. Sein Blick zurück ist gepflastert mit Dank an besondere Wegbegleiter. Insiderwitze lassen die Schüler und Lehrer schmunzeln. Laut Lara Bogdan und Marlo Rethorn haben die sechs gemeinsamen Jahre an der Oberschule Varrel die Abschlussschüler zu einem starken Jahrgang geformt. 

Die Klassenlehrerinnen Joana Döpke, Katharina Kramer, Carola Labbus und Julia Böckermann richteten vor der Zeugnisübergabe ein letztes Mal persönliche Worte an „ihre“ Schützlinge. Musikalisch hatten die Abschlussschüler selbst das Programm bestritten und beendeten die Feier nach zweieinhalb Stunden mit einem Knall: Konfettiregen.

sis

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