Kirchdorf: Ausstellung „Moor- und Heidemalerei“ im Rathaus 

Künstler bringen „Farbe in die dunkle Jahreszeit“

24 Künstlerinnen und Künstler haben im Rahmen der Kunstaktion „Moor- und Heidemalerei“ die Farben des Sommers festgehalten, 21 von ihnen beteiligen sich an der Gemeinschaftsausstellung.

Kirchdorf - 24 Künstlerinnen und Künstler haben im Rahmen der Kunstaktion „Moor- und Heidemalerei“ die Farben des Sommers festgehalten, 21 von ihnen beteiligen sich an der Gemeinschaftsausstellung im Kirchdorfer Rathaus, die am Sonntag feierlich eröffnet wurde.

Gunhild Sievers aus Haßbergen bedankte sich im Namen der Künstler bei Heinrich Kammacher (l.) und Rolf Hedemann. - Foto: mks

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher, Schirmherr der Veranstaltung, zeigte sich begeistert: „Schön, dass Sie uns Ihre Werke zur Verfügung stellen, sie bringen Farbe in die dunkle Jahreszeit.“ Respekt zollte er den Künstlern, die sich während der Schaffensphase der Öffentlichkeit stellen und ihre Gedanken mit Kollegen und Besuchern teilen. Sein besonderer Dank galt „Heideschäfer“ Rolf Hedemann, der die Moor- und Heidemalerei vor 16 Jahren ins Leben gerufen hat. Sein ehrenamtliches Engagement für die alle zwei Jahre stattfindende Aktion habe Kirchdorf über die Region hinaus bekannt gemacht. Inzwischen sind Künstler aus einem Umkreis von 200 Kilometern beteiligt, ihre Zahl hat sich seitdem mehr als verdreifacht.

Gunhild Sievers aus Haßbergen bedankte sich im Namen der Kunstschaffenden für die perfekte Organisation. Rolf Hedemann sei „fröhlich, charmant, aufmerksam und umsichtig“ im Dauereinsatz gewesen, Schirmherr Kammacher habe die Teilnehmer trotz aller beruflichen Verpflichtungen persönlich aufgesucht und mit Obst und Schnökereien versorgt – ein „Rund-um-sorglos-Paket“. Für die Freiluftmaler bedeute das Arbeiten in der Natur eine große Herausforderung. Man lasse sich von Wind und Wetter, Licht, Schatten und bizarren Wolkenspielen inspirieren und stehe dann vor der schwierigen Entscheidung, wie man die Eindrücke umsetzen kann. Ihre Erfahrung: „Nachbearbeitungen im Atelier wecken den Kritiker in uns: War das wirklich so? Sind die Motive zu surreal? Ist die Strahlkraft der Farben zu übertrieben.“

Ein wichtiges Element der „unvergessenen Maltage“ sei die Begegnung mit Spaziergängern und die Auseinandersetzung mit ihren klassischen „W“-Fragen (Warum? Wie lange? Was wird das? Wo ist das?) gewesen.

Jetzt sei die Ernte eingebracht, sagte Gunhild Sievers, eine „Farbexplosion im grauen November“.

Die Künstler haben sich ganz individuell mit dem Thema Heide und Moor auseinandergesetzt – die Vielseitigkeit der Ausdrucksformen und Materialien macht den Reiz der Ausstellung aus. Ob in Aquarell, Öl oder Acryl, als Foto oder Collage, als Tusch- oder Kohlezeichnung: Jeder Künstler zeigt die Kirchdorfer Heide aus seiner persönlichen Sicht.

Gunhild Sievers ließ sich von der Heideblüte und von Regenwolken inspirieren. Und von einem Hochzeits-Shooting. Das Bild der Braut in der blühenden Landschaft hängt – wie passend – vor dem Standesamt.

Die Ausstellung ist vom 20. November bis zum 8. Februar während der Öffnungszeiten des Rathauses geöffnet (montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie montags bis mittwochs von 14 bis 16 und donnerstags von 14 bis 18 Uhr). - mks

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