Rat Kirchdorf beschließt Straßenausbaukonzept / „Nachschlag“ für Kirchweg

Und die Kosten sind zum Weinen

Das Gestell am Wandelgang an der Kirche – die Gestaltung des Areals soll jetzt erfolgen.

Kirchdorf – Satte 193 000 Euro mehr kostet der Ausbau der Straßen Kirchweg / Querweg. Das beschloss der Rat der Gemeinde Kirchdorf in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Was erforderte denn solch eine hohe Nachschlagssumme? „Wir hatten auch Ausschreibungsergebnisse, da lagen die Summen doppelt so hoch – wir haben geweint“, sagt Bürgermeister Holger Könemann und erklärt: Ursprünglich war die Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 430 000 Euro geplant. Einschließlich des Ingeniers-Honorars, ergänzt Bauamtsleiter Olaf Heuermann. Zwischenzeitlich sei die Ausschreibung erfolgt.

Allerdings sei bei den ursprünglichen Ausschreibungsvorgaben nicht bekannt gewesen, wie genau der Zustand der Straßen ist. Soll heißen: „Die ursprüngliche Decke ist bituminös und muss teuer entsorgt werden“, erklärt Könemann. Diese Mehrkosten (für die fachgerechte Entsorgung) waren nicht eingeplant, mussten aber berücksichtigt werden. Eine zweite Unbekannte, die sich als kostenintensiv entpuppte: Die Kanalbauarbeiten gestalten sich schwierig, berichtet Könemann. Aufgrund der Enge der Straße sei die Verlegung des Schmutzwasser- und des Regenwasserkanals schwierig.

Und auch für diese Bauarbeiten resultieren die „Mehrkosten im Wesentlichen aus konjunkturbedingten erheblichen Preissteigerungen im Tiefbaugewerbe“, erklärt Olaf Heuermann. Die Arbeiten haben bereits begonnen.

Und welche Straße ist als Nächstes dran? Damit das nicht immer wieder neu abgewogen werden muss, hat die Gemeinde Kirchdorf den Wegezweckverband Syke beauftragt, ein Straßenunterhaltungskonzept zu erstellen.

Die Vorgabe: Straßenschäden aufnehmen, auswerten, den Zustand beschreiben – und Kosten schätzen. Dieses Konzept liegt nun vor und ergab in der jüngsten Sitzung des Ortsrates eine kontroverse Diskussion. Hintergrund: Das Gros der sanierungswürdigen Straßen liegt in Kirchdorf. „Es sollen aber alle Straßen und Wege, auch in den Ortsteilen, angeschaut werden. Das Konzept ist für die gesamte Gemeinde gedacht“, stellte Könemann klar. Das Straßenunterhaltungskonzept ist für die Jahre 2021 bis 2025 geplant – und wurde einstimmig beschlossen. Die notwendigen Gelder sollen in den jeweiligen Haushaltsjahren bereit gestellt werden. Der Rat möchte nach den für das Jahr 2021 geplanten Vorhaben diese evaluieren und die weitere Liste prüfen, ob die Reihenfolge weiterhin passe. Denn: Sollten sich aktuelle Straßenschäden ergeben, sei die Prioritätenliste zu aktualisieren.

Als Maßnahmen, die kurzfristig im Rahmen der Straßenunterhaltung saniert werden sollten gelten die Straßen Unter den Hestern, die Straße zum Grundstück Nummer 131, Auf dem Brinke, Brunnenstraße, Ahornweg, Birkenweg, Baumweg und Zwischen den Höfen. Diese Arbeiten summieren sich auf fast 142 000 Euro.

Mittelfristig sollten die Dorfstraße Richtung Thiermann, der Eschenweg, die Straße zwischen Brinkstraße und Lange Straße sowie der Elsternweg in den Fokus rücken (Gesamtsumme: 56 400 Euro).

Maßnahmen, die in die Kategorie „langfristig“ eingeordnet wurden, umfassen Arbeiten an der Straße Ihloge, Am Berge und Rathausstraße

Weiteres Thema: Die Gestaltung des Kirchenvorplatzes mit Wandelgang auf dem Areal südlich der St.-Nikolaikirche. Dazu gebe es jetzt eine neue Planung – und die solle umgesetzt werden. Gelder dazu stünden im Haushaltsplan bereit, teilte Bürgermeister Holger Könemann mit.   sis

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