Konzertabend mit Leta Henderson und Marianne Lohaus in Kirchdorf

Die Kirche mit Musik gefüllt

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Marianne Lohaus (links) und Leta Henderson lieben die Musik.

Kirchdorf - Von Martina Kurth-Schumacher. „Es ist ein Genuss, hier musizieren zu dürfen“, sagte Leta Henderson am Ende des anderthalbstündigen Konzerts in der Sankt Nikolai Kirche. Zum wiederholten Male war die aus England stammende Pianistin mit der Sopranistin Marianne Lohaus der Einladung der Kirchengemeinde Kirchdorf gefolgt – ebenso wie rund 100 Gäste.

Die Musikerinnen hatten das Abendkonzert unter das Motto „Reise vom Abend zum Morgen“ gestellt. Sie schlugen den Bogen vom Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ über Brahms’ Wiegenlied „Guten Abend, gute Nacht“ bis zu Cherubinos Arie „Voi che sapete che cosa è amor“ aus der Mozart-Oper „Figaro“. Ein Hörgenuss war auch der „Abendsegen“ aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“, den Leta Henderson und Marianne Lohaus im Duett sangen und einmal mehr bewiesen, dass ihre ausdrucksvollen Stimmen wunderbar harmonieren.

Leta Henderson ergänzte das Programm mit ausgesuchten Instrumentalstücken. Passend zum Thema spielte sie „Sleepy Shores“ von Johnny Pearson, das „Air“ von Johann Sebastian Bach und „Morning has broken“ (Eleanor Farjeon).

Bei einigen Liedern war das Kirchdorfer Publikum zum Mitsingen aufgefordert, etwa beim Volkslied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen?“ oder beim Kirchenlied „Amazing Grace“, dessen Strophen Marianne Lohaus abwechselnd auf Englisch und Deutsch vortrug. „Es ist ein Lied über Liebe, Glauben und Gerechtigkeit in der Welt. Singen sie mit, füllen sie die Kirche mit Musik“, forderte Leta Henderson das Publikum auf.

Der letzte Konzertteil war dem kommenden Morgen gewidmet. Und im übertragenen Sinne der Zukunft. Angesichts der politisch-gesellschaftlichen Problematik dieser Tage erhielten Texte wenig bekannter Lieder von Udo Jürgens eine aktuelle Bedeutung. „Ich glaube, diese Welt müsste groß genug, weit genug, reich genug für uns alle sein! Ich glaube, dieses Leben ist schön genug, bunt genug, Grund genug, sich daran zu erfreu’n! Ich glaube, niemand brauchte mehr zu darben, wenn der auch geben würd’, der heut’ nur nimmt!“, heißt es in dem von Jürgens 1996 veröffentlichen „Glaubensbekenntnis“.

Die Zuhörer spendeten stehende Ovationen für ein Konzert, das nicht nur musikalisch anspruchsvoll war. Berührend war der Auftritt von Leta Henderson und Marianne Lohaus, die seit 17 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen, auch in anderer Hinsicht: Jeder gesungene und gespielte Ton offenbarte ihre Liebe zur Musik und die Künstlerinnen verstanden es, diese mit einer heiteren Herzlichkeit auch ihrem Publikum zu vermitteln.

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