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Ute Grübmeyer verabschiedet: „Kontakt zu Menschen – der ist wichtig“

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Von: Sylvia Wendt

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Ute Grübmeyer wurde in den Ruhestand verabschiedet.
Ute Grübmeyer wurde in den Ruhestand verabschiedet. © privat

Bahrenborstel/Sulingen – Dass aus der kleinen Ute eine Bankfachfrau werden würde, schien unumstößlich: „Ich habe als Kind schon immer gerne Geld gezählt, etwa das Kleingeld beim Kartenspiel für die Erwachsenen“, erzählt Ute Grübmeyer. Und jetzt hat sie, die am 1. August 1980 als Auszubildende bei der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz ihre berufliche Laufbahn begonnen hatte, das Unternehmen verlassen.

In den über 40 Jahren als Beraterin hatte sie letztlich manches Mal ganze Familien in Sachen Geldanlage beraten. Zunächst in der Sparkasse Sulingen, dann in der Filiale Sulingen-West, dann wieder in der Hauptstelle im Mittelzentrum. Die Sparkassenbetriebswirtin war stets als Individualkundenberaterin eingesetzt und ist nun in die Freizeitphase der Altersteilzeit gewechselt.

Wie wird sie diese gestalten? „Die Arbeit, die mich sucht, wird mich finden“, sagt Grübmeyer. Zwei Aufgaben haben sie bereits gefunden: Die Pflege der eigenen Eltern, der Vater ist jüngst verstorben, hat sie in Senioreneinrichtungen geführt. Hier als Ehrenamtliche tätig zu sein, etwa einen Teil ihrer Freizeit zusammen mit den Gästen der örtlichen Tageseinrichtung zu verbringen – das habe sie vor. Ein anderes Tätigkeitsfeld umfasse den Heimatverein mit seiner Vielzahl an Bereichen – besonders aber die Themen rund um die Jagdhütte Tecklenborg hätten sie interessiert.

Kreissparkasse Grafschaft Diepholz verabschiedet Ute Grübmeyer nach über vier Jahrzehnten

Und damit macht Ute Grübmeyer genau damit weiter, was ihr an ihrer Beratertätigkeit so gefallen hat: der Kontakt zu Menschen. „Das habe ich immer gerne gemacht.“ Der persönliche Kontakt sei ihr wichtig gewesen. Obwohl sich in den zurückliegenden 40 Jahren technisch im Berufsfeld viel verändert habe, sei der persönliche Kontakt zu den Kunden geblieben. „In jedem Stadium seines Lebens hat jeder Kunde andere Ziele und damit andere finanzielle Bedürfnisse. Und die Wünsche ändern sich ja. Durch Gespräche erfährt man da viel“, blickt Ute Grübmeyer auf ihre Tätigkeit zurück. Gerade in der Pandemie sei es wichtig gewesen für die Kunden, dass da „jemand vor Ort“ gewesen sei. Besonders für die älteren Kunden: „Die habe ich regelmäßig beraten und betreut.“

Bankkauffrau oder -mann, das sei für sie immer noch ein sicherer Beruf, sagt Grübmeyer. Obwohl die jungen Kollegen flexibler sein müssten, bleibe es immer wichtig, mit Menschen umgehen zu können.

Zunächst möchte sich Ute Grübmeyer aber eine Auszeit nehmen, zur Ruhe kommen. Radfahren steht dann unbedingt auf dem Plan, auch längere Touren. Gerne auch Doppelkopf spielen.

Sonst ist die Bahrenborstelerin immer aktiv gewesen, auch vor der Pandemie in diversen Ehrenämtern engagiert. Jetzt rücke erst einmal der heimische Garten in den Blick. Ehemann Willi werde wohl noch gut zwei Jahre im Beruf sein, die Kinder, Sohn Steffen (38) und Tochter Kim (25), sind längst flügge.  sis

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