Klimaschutzpreis für Förderer

Auszeichnung für kreative Vorbildwirkung in Sachen Freibad Barenburg

Rainer Oesting, Günther Dahm, André Meyer, Michael Müller und Heinrich Kammacher (v.l.).

Barenburg - Hinter jedem Grund steht ein Haken: Wirksamkeit für den Umweltschutz, Innovationsgrad, Kreativität, Vorbildwirkung und Nachhaltigkeit sowie persönlicher Einsatz.

Die Firma „innogy SE“ vergibt jährlich einen Klimaschutzpreis für Leistungen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbessrung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Der Preis geht in diesem Jahr an den Förderverein des Freibades Barenburg – „ein würdiger Preisträger“, sagt „innogy“-Kommunalbetreuer Rainer Oesting.

Der Erhalt des Freibades sei dabei eine Sache, mit viel Arbeit in der Freizeit der Helfer verbunden.

Die Protagonisten möchten es auch nachhaltig betreiben – deshalb wurden die nahe Biogasanlage und das Freibad miteinander verbunden. Arbeit, die die Mitglieder des Fördervereins ehrenamtlich durchführten, in Eigenregie Leitungen verlegten und Umbauarbeiten durchführte, um, wie berichtet, das Freibad mit der Abwärme der Biogasanlage zu beheizen. Diese Leistung werde nun durch die Überreichung des Klimaschutzpreises anerkannt.

Abwärme wird genutzt

Mit Hilfe der Abwärme stoße das Freibad deutlich weniger Kohlendioxid aus und nutze vorhandene Ressourcen. In der Samtgemeinde Kirchdorf hätte innogy in jeder der sechs Mitgliedsgemeinden ein Projekt mit einem Preis in Höhe von 500 Euro gewürdigt. Jedoch haben sich alle sechs Bürgermeister darauf geeinigt, dass jährlich nur ein Projekt die Gesamtsumme von 3000 Euro überreicht bekommen solle. Nach Freistatt und Wehrbleck geht der Klimaschutzpreis nun an die Freibad-Förderer in Barenburg. Für den Verein nahmen ihn Kassenwart Michael Müller und Bürgermeister André Meyer entgegen.

Mit Freude, aber auch mit deutlichen Wort an die Mitbürger. Denn: Der Förderverein feiert im kommenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Seit ebensovielen Jahren sind Mitglieder, derzeit sind es insgesamt um die 200, aktiv in den Wintermonaten, um Reparaturarbeiten durchzuführen. Ist Zeit und Geld vorhanden, werden Projekte gestemmt, um die Attraktivität des Bades zu halten oder gar zu heben. Müller warnt jedoch: „Ein Generationswechsel ist dringend notwendig.“ Soll heißen: Wenn es nicht gelingt, auch die jüngeren Mitbürger für die Arbeit im Förderverein zu gewinnen, ist das Bad irgendwann nicht mehr zu halten. Die Kommune mit knapp 1200 Einwohner kann die Kosten kaum alleine stemmen.

Ohne Bürger-Engagement Bad nicht zu halten

„Fliesen, Becken, Technik müssten erneuert werden“, weiß Bauamtsleiter Günther Dahm, der das Bad Bahn für Bahn in der Saison im Blick behält. Kosten, die sich zu Millionen summieren, ergänzt Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. Eine Million, auf diesen Betrag addiere sich der Wert der Arbeiten, die in 25 Jahren geleistet wurden sowie des verarbeiteten Materials, rechnet Müller vor. Gelder, die hauptsächlich aus Spenden stammen, Mitglieder zahlen nur zehn Euro jährlich.

Würden sich die Bürger nicht engagieren, sei ein Bad für die Kommune nicht darstellbar, sagt Kammacher. Die Herren wissen: Der Förderverein funktioniert nur auf dem Land so gut. In größeren Kommunen sei es schwierig, Bürger für Arbeit zu gewinnen – außerhalb der Überweisung des Mitgliedsbeitrages. André Meyer wird deutlich: „Zur Baderöffnung kommen immer viele mit guten Ratschlägen, aber wenige sind darunter, die sich dann auch einbringen.“

Der nächste Arbeitseinsatz beginnt übrigens heute, 9 Uhr, im Freibad. Helfer sind stets willkommen.

sis

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