Kirchdorfs Schulleiterin Katrin Westhoff über neue Pläne und Programme

Aktive Grundschule

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Kirchdorfs Schulleiterin Katrin Westhoff in ihrem Büro.

Kirchdorf - Unruhig waren die vergangenen Jahre in der Grundschullandschaft der Samtgemeinde Kirchdorf. Nach der Zusammenführung der ehemals drei Schulen an einem Standort, in Kirchdorf, kehrt langsam Routine und Ruhe ein. Auch an der Spitze. Äußeres Kennzeichen: Schulleiterin Katrin Westhoff hat jetzt einen eigenen Schreibtisch.

Vorher nicht? „Nein, das waren nur Tische, aber kein Schreibtisch“, verdeutlicht die Schulleiterin den Unterschied. War die Zusammenführung der Standorte die große Sache, ist zwischenzeitlich eher Arbeit im Detail an der Tagesordnung, oder? Westhoff, seit Ende September 2014 offiziell in Kirchdorf Schulleiterin, winkt ab: „Vieles ist bereits vor meinem Amtsantritt auf den Weg gebracht worden.“ Die Erweiterung der Mensa, die bevorsteht, der Bau des Buswartehäuschens vor der Schule (abgeschlossen), der Umbau des Schulhofs (mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern) ist noch nicht abgeschlossen.

Die Rahmenbedingungen für eine funktionierende Schule sind das Eine, der Stundenplan das Andere. Das Kollegium wächst am Standort Kirchdorf weiter zusammen, gemeinsame Aktivitäten sind ein Kennzeichen. Geplante Aktionen mit den Kindern und für die Bürger ein weiteres. Aus dem Kollegium heraus entwickeln sich Projekte: Für den 26. Juni koordiniert Lehramtsanwärterin Jana Ohrdes ein Sportfest. Erstmals wird Schwimmen auf dem Plan stehen, dafür waren Zusatzqualifikationen notwendig. Ein Musical wird einstudiert und soll demnächst sein Publikum erfreuen. Die Schule will sich auch im weltweiten Netz präsentieren, die Homepage ist im Aufbau.

Was Westhoff erzählt, zeigt: An der Grundschule Kirchdorf wird der Blick nach vorn gerichtet. Was muss Schule heute, besser noch: morgen leisten? Welche neuen Ideen oder Angebote integrieren? Wo die Kinder „abholen“? Die Veränderungen in der Gesellschaft spiegeln sich nicht zuletzt in den Kindern wider. Muss demnächst Logopädie und Ergotherapie Bestandteil des Stundenplanes sein, um Defizite auszugleichen? Es sind Fragen wie diese, die sich Katrin Westhoff stellt, wenn sie auf die Schule der Zukunft angesprochen wird. Die Anforderungen des Jetzt werden dennoch gemeistert. Nein, der Bustransfer, mit dem es einige anfängliche Probleme gab, habe sich normalisiert. Besonders gut bei den Kindern komme der Busfahrer an, der freitags Musik spielt auf dem Nachhauseweg. Tablets, Mobiltelefone und Co. sind Themen im Sachunterricht, demnächst auch im neu ausgestatten PC-Raum. Oder als AG im Ganztag. Auch die Verwaltung erhält neue PC – unverzichtbar für die täglich notwendige Arbeit im Sekretariat. 220 Kinder besuchen derzeit die Grundschule, über 70 werden im August eingeschult. Das Ganztagsangebot umfasst an drei Tagen (Montag, Dienstag, Mittwoch) jeweils mindestens sieben AG-Angebote nach Mittagsessen, Spielzeit und Hausaufgabenbetreuung. Unverzichtbar sei die Arbeit der Schulsozialpädagogin Petra Winkelhoff. Weiter ausgebaut werden soll die Kooperation mit der Oberschule in Varrel. Gerne möchte man die Ortschaften mehr einbinden. Das klingt nach aktiver Schule – dank Routine und unaufgeregter Planung.

sis

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