In Gemeinschaft statt allein sein

„Vergissmeinnicht“: Kirchdorfer Senioren-WG öffnet zum 1. Oktober

Das Domizil der Senioren-WG „Vergissmeinnicht“ in Kirchdorf. Einzugstermin ist der 1. Oktober.
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Das Domizil der Senioren-WG „Vergissmeinnicht“ in Kirchdorf. Einzugstermin ist der 1. Oktober.

Kirchdorf – Das Haus steht bereits, das Dach ist drauf und demnächst werden Fenster eingebaut: Die neue Senioren-Wohngemeinschaft in Kirchdorf nimmt Gestalt an. Ganz im Wortsinn, denn Heike Hoffmann und Tochter Jana, die vor Ort die Alltagsbegleitung für Senioren und Menschen mit Demenz anbieten, haben bereits erste Bewerbungen vorliegen.

War zu Baubeginn im Sommer 2020 noch der Juni 2021 als Bezugstermin genannt, so soll es jetzt der 1. Oktober sein. Denn: „Diesen Termin können wir fest zusagen und diese Verlässlichkeit war uns wichtig“, erklärt Jana Hoffmann.

Eine Investorengemeinschaft stemmt die Idee von Heike Hoffmann. Viele allein lebende Menschen, Klienten ihrer Firma „Vergissmeinnicht“, die sie mit Tochter Jana betreibt, würden gerne in einer Art häuslicher Gemeinschaft wohnen.

Baustellenbesuch in der Ortsmitte: Rolf Lohmann, Heike und Jana Hoffmann (von links).

Eben nicht mehr allein, sondern umgeben von Menschen, mit denen sie sich austauschen können, Gesellschaftsspiele spielen, einen Spaziergang machen, gemeinsam kochen, Karten spielen oder für einen Einkauf durch den Ort bummeln. Aber wie das realisieren?

Neubau in der Ortsmitte

In der dörflichen Gemeinschaft in Kirchdorf ist der Bau in der Ortsmitte wirklich mittendrin: Fußläufig zu erreichen sind Kirche, Rathaus und Supermarkt. Direkt ans Haus grenzt eine Arztpraxis, gen Süden liegt der Friedhof und gen Norden die Apotheke.

14 etwa gleichgroße Einzelappartements mit etwa 30 Quadratmetern und zwei Wohnungen, die auf etwa 61 Quadratmetern Platz bieten für Paare, haben alle einen eigenen Balkon, die Versionen für die Appartements sind zwischen vier und sieben Quadratmeter groß, die Wohnungen (jeweils an den Giebeln gelegen) haben einen 13 Quadratmeter großen Balkon. Alle Wohnungen verfügen über einen abgetrennten Schlafbereich und ein barrierefreies Bad. Die Wohnungen befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoss, denn das Erdgeschoss ist für Gemeinschaftsräume jeglicher Art reserviert: Wohnzimmer, Terrasse, Kartenspielecke, Behandlungsräume für die ambulante Betreuung. Ein Bereich ist dem Bereitschaftsdienst vorbehalten. Auch für eine Schlafbereitschaft, sollte die nächtliche Betreuung notwendig sein oder gewünscht werden. Zwei der 14 Appartements werden nicht an Dauermieter vergeben, sondern für die Verhinderungspflege genutzt.

Der lang gehegte Plan von Jana (links) und Heike Hoffmann wird Realität dank einer Investorengemeinschaft.

Erste Interessenten haben das Haus bereits besichtigt: Was sonst ein Gemeinschaftstreffen hätte sein können, auch, um sich kennenzulernen, bleibt aktuell ein individueller Termin für jeden einzelnen. Das beschert Heike und Jana Hoffmann und ihrem Team derzeit etliche Gänge durch das Haus. Dass die Wohngemeinschaft harmonisch ist, das wünschen sich Mutter und Tochter Hoffmann. Sie müssen ein wenig schauen, ob die Interessenten zusammenpassen – weitere können sich melden, noch sind etliche Wohnungen frei.

Alleinstehende Herren müssen sich nicht genieren: Auch wenn sie noch nicht wirklich gekocht haben bisher, so können sie lernen, wie man Rouladen wickelt. Oder einfach nur das Essen genießen. Das Motto heiße: Alles kann, nichts muss. Alle Gemeinschaftsaktivitäten sind freiwillig. Deshalb sind die Appartements nur mit kleinen Teeküchen ausgestattet – das Gemeinschaftsleben solle gefördert werden, aber es soll auch möglich sein, sich zurückzuziehen, wenn einem danach ist.

Auf Wunsch Begleitung im Alltag

Der Alltagsbegleitservice umfasse Fahrten zum Friseur oder zum Facharzt – wenn das gewünscht ist, die Reinigung der Bereiche ist eine weitere optionale Serviceleistung. Die einzelnen Etagen sind per Fahrstuhl zu erreichen.

Das selbstbestimmte Leben in Gemeinschaft leben – Jana Hoffmann kann nicht genau festlegen, was das genau umfasst oder ausschließt für die Bewerber und etwaige gesundheitliche Einschränkungen. Anfragen, bis zu welchem Pflegegrad Bewohner zugelassen sind, ließen sich pauschal nicht beantworten, müsste im Einzelfall geklärt werden. Derweil steht der Name der Einrichtung fest: Senioren-Wohngemeinschaft „Vergissmeinnicht“ Kirchdorf.

Weitere Informationen gibt es unter Tel. 04273/8129 und per E-Mail (info@vergissmeinnicht-alltagsbegleitung.de).

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