Kirchdorfer Kameraden leisten bisher 3000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit beim Um- und Anbau des Feuerwehrhauses

Mehrere kleine Baustellen statt einer großen

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Reiner Wittig (r.) und Michael Meyer mit den zwei Ordner, die die Unterlagen rund um den Um- und Anbau füllen.

Kirchdorf - Nein, ganz fertig ist das Feuerwehrgerätehaus in Kirchdorf noch nicht, aber fast. Es sieht von außen schon aus, als könnte jederzeit die Bauabnahme erfolgen, doch der Blick ins Innere kündet mit kleineren Baustellen von weiteren Arbeiten.

Ein Blick auf die Pläne.

Hier ist noch ein Kasten zu bauen, dort müssen Leitungen verlegt werden, in der Dusche ist die alte Küche zwischengelagert und für die Damenumkleide fehlen die neuen Schränke. 3000 Stunden Eigenleistung, unentgeltlich natürlich, haben sich bisher summiert. An fast jedem Wochenende seit anderthalb Jahren trafen sich zwischen drei und zwölf (wenn nötig mehr) Einsatzkräfte, um die Kosten für den Um- und Anbau am Gerätehaus möglichst gering zu halten. Von den 48 Aktiven waren fast alle auf der Baustelle, außerdem habe man sehr aktive Alterskameraden, freuen sich Ortsbrandmeister Reiner Wittig und sein Stellvertreter Michael Meyer. Für seine „Bauleitung“ wurde Stefan Osterkamp gelobt. Auf 116000 Euro beziffern die beiden die Materialkosten. Nicht eingeplant war übrigens die Pflasterung, die nun rund um den angebauten Teil des Hauses verläuft. Die Feuerwehrunfallkasse habe darauf aufmerksam gemacht, dass bereits ausrückende Fahrzeuge und noch eintreffende Kameraden möglichst getrennte Wege am Feuerwehrhaus haben, um sich nicht „in die Quere zu kommen“. Und so wurde ein Weg für die eintreffenden Kameraden gepflastert.

Gut aufgeräumt präsentiert sich die Umkleide der Herren im Anbau.

Da auch in Kirchdorf verstärkt Frauen Dienst in der Feuerwehr tun, sind getrennte WC- und Umkleideräume jetzt hier Standard. Nach monatelangem ehrenamtlichem Baueinsatz ist derzeit etwas die Luft raus, wird pausiert. Dennoch haben Wittig und Meyer die offizielle Eröffnung samt „Tag der offenen Tür“ im Blick. Ende August finden die Oldie-Wettkämpfe in Kirchdorf statt, man habe mit den Wehrbleckern die Ausrichtung für den 29. August getauscht und tags drauf könne man dann die Gäste im neuen Heim begrüßen. Bis dahin mögen die restlichen Arbeiten erledigt sein, und auch die Pokale, derzeit noch zwischengelagert, wieder von der Vielzahl an Erfolgen künden. Dann sollte auch die Halle wieder eine Heizung haben, um sie künftig frostfrei zu halten. Wittig und Meyer hoffen auf einen weiteren milden Winter, für den das Provisorium ausreiche. Weitere Absprachen können am kommenden Samstag, 3. Januar getroffen werden. Dann beginnt um 20 Uhr die Generalversammlung im Gasthaus Koopmann.

sis

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