Tafel ist reich gedeckt

Kirchdorfer Blühstreifen mit besonderem Mix locken Insekten

An „Brassers Kreuzung“: Ulrike Ehlers, Holger Könemann, Andreas Wege, Christian Griewe, Wilhelm Harzmeier und Fabian Ackermann (von links).
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An „Brassers Kreuzung“: Ulrike Ehlers, Holger Könemann, Andreas Wege, Christian Griewe, Wilhelm Harzmeier und Fabian Ackermann (von links).

Kirchdorf – Es ist Gartenarbeit, die die Dorfgemeinschaft in Kirchdorf noch mal ganz anders zusammenrücken lässt: In einer Gemeinschaftsaktion waren die Blühstreifen im Frühjahr angelegt worden. Nun wurden sie beschildert, auch das als Gemeinschaftsaktion. Leider reichte die Ernte an der Apfelbaumwiese nicht für alle: Ein einziger, dafür besonders fotogener Apfel ist in diesem Jahr gewachsen.

„Die Blühstreifen und -flächen haben sich ob des relativ nassen Sommers schon sehr gut entwickelt“, freut sich Holger Könemann. Dass er das nicht durch eine „rosarote Bürgermeisterbrille“ sieht, bestätigt Ulrike Ehlers vom Landschaftspflegeverband: „Die Kirchdorfer Blühflächen haben sich wirklich prächtig entwickelt. Ich bin total begeistert.“

Im Frühjahr waren unter anderem Zahnöhrchen-Margerite, Kuckucks-Lichtnelke, Kleinblütige Königskerze, Wegwarte, Wilde Möhre, Petersilie und Rainfarn-Phazelie ausgesät worden. Für die Aktion in Kirchdorf waren 28 Arten, die als Mischung unter dem Namen „Veitshöchheimer Bienenweide“ speziell für Blumenwiesen im innerörtlichen Bereich zusammengestellt wurden, ausgesucht worden.

Die Grundlage für die Aktion hatte die Jugendfeuerwehr Kirchdorf gelegt: Sie gewann im Jahr 2019 den Umweltpreis der Firma Westenergie, erhielt 3 000 Euro Preisgeld. Und man entschied, das Geld komplett im Rahmen des Landkreis-Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ für die Verbesserung der Biodiversität im Dorf einzusetzen.

Interessierte können auf Schildern nachlesen – was gepflanzt wurde, wie sich die Flächen entwickeln sollen und welche Insekten sich laben können an dieser reich gedeckten Kirchdorfer Tafel.

Mit dabei: Fabian Ackermann vom Vorstand der Jugendfeuerwehr Kirchdorf, Ulrike Ehlers vom Landschaftspflegeverband, Juniorchef Christian Griewe von der örtlichen Gärtnerei Griewe, die Bauhofmitarbeiter Andreas Wege und Wilhelm Harzmeier und Bürgermeister Holger Könemann. Die Firma Westenergie ließ Grüße ausrichten.

Ein einziger Apfel ist die Ernteausbeute 2021.

Auf der neuen Apfelbaumwiese an der Kuppendorfer Straße/Ecke Steyerberger Straße leuchtete dem Team ein einziger, aber dafür umso prächtigerer Apfel entgegen. „Hier kann sich ab dem kommenden Jahr die Dorfgemeinschaft mit frischen unbehandelte Äpfeln eindecken, wenn, nach einer hoffentlich tollen Blüte im Frühjahr für die Bienen, auch reichlich Obst geerntet werden kann“, kündigt Könemann an.

Und wer pflegt die Anlagen? Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Kirchdorf stünden in Zukunft, in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Gärtnerei Griewe, als Paten für die Pflege der Blühflächen an der Kreuzung Brassers zur Verfügung, erklärt der Bürgermeister. Sie werden, etwa beim Freitagsdienst, die Flächen von „ungebetenen Unkräutern“ befreien und dafür Sorge tragen, dass die gepflanzten Stauden weiter prächtig gedeihen und den Insekten so ordentlich Nahrung bieten.

Schon jetzt sei an allen neu angelegten Flächen ein emsiges Insektentreiben zu beobachten, freut sich das „Team Blühstreifen“.

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