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Neue Kirchdorfer Gleichstellungsbeauftragte: Neutrale Anlaufstelle für alle

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Von: Martina Kurth-Schumacher

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Die 24-jährige Verwaltungsmitarbeiterin Antonia Schmidtke hat die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten von Ute Vogt übernommen.
Die 24-jährige Verwaltungsmitarbeiterin Antonia Schmidtke hat die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten von Ute Vogt übernommen. © Kurth-Schumacher

„Informieren, unterstützen, vernetzen“: Auf diesen Nenner bringt Antonia Schmidtke ihre Aufgabe als neue Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Kirchdorf. Im Januar wurde sie vom Samtgemeinderat als Nachfolgerin von Ute Vogt bestellt, ihr Amt nimmt sie nebenberuflich wahr.

Kirchdorf – Als in der Verwaltung gefragt wurde, wer Interesse hat, den freigewordenen Posten der Gleichstellungsbeauftragten zu übernehmen, fühlte sich Antonia Schmidtke sofort angesprochen: „Sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern einzusetzen, ist eine wichtige Aufgabe; ich konnte mir sofort vorstellen, mich in diesen Tätigkeitsbereich einzuarbeiten.“

Einarbeiten ist das Stichwort: „Ich bin aktuell dabei, mir einen Überblick zu verschaffen“, sagt die 24-Jährige. Sie ist fest entschlossen, ihren Auftrag, neutrale Anlaufstelle für Probleme von Frauen und Männern zu sein, mit Leben zu füllen. Intern ist sie an Personalentscheidungen und an der Vorbereitung von Verwaltungs-, Ausschuss- und Ratsentscheidungen beteiligt. Auf ihrer To-do-Liste stehen außerdem die Initiierung und Begleitung von Maßnahmen zur Frauenförderung.

Auch außerhalb der Verwaltung ist sie vertrauliche Ansprechpartnerin für ratsuchende Frauen und Männer. Sie nimmt Anregungen und Beschwerden an, knüpft und pflegt Kontakte zu Vereinen, Behörden, Verbänden, Institutionen oder Beratungseinrichtungen. „Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie Auskünfte oder Unterstützung brauchen, Vorschläge oder Ideen haben“, lautet ihr Aufruf an die Einwohner der Samtgemeinde.

Antonia Schmidtke, aufgewachsen in Holzhausen, wohnt in Bahrenborstel. Von 2015 bis 2018 hatte sie ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im Kirchdorfer Rathaus absolviert, seitdem ist sie im Bürgerservice tätig. Die Verwaltung sei in Bezug auf die Stellung von Frauen relativ fortschrittlich, ist ihr Eindruck: „Wir haben einige weibliche Führungskräfte.“ Dass der Themenkatalog weit mehr Kapitel hat, wird ihr beim Blick in die Unterlagen von Ute Vogt klar. Ihre Vorgängerin hatte das Amt 14 Jahre inne und alle „Einsätze“ dokumentiert. „Ich bin dabei, die Ordner durchzuarbeiten und werde dann eigene Schwerpunkte setzen.“

Sie freue sich über die offensichtlich sehr gute Zusammenarbeit der nebenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten der Nachbarkommunen. Zweimal jährlich finden Treffen mit Beteiligung der Kreis-Gleichstellungsbeauftragten Christina Runge statt. „Bei Fragen kann ich mich sicher auch an die Kolleginnen wenden“, überlegt Schmidtke. Im Grunde genommen gehöre das auch zum „Netzwerken“.

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