Kirchdorf: 40 000 Euro und 300 ehrenamtliche Stunden fließen in Projekt

Jugendfeuerwehr hat neues Lager

Die gesamte Ausrüstung der Jugendfeuerwehr Kirchdorf ist jetzt an einem Ort zentral untergebracht. Foto: Behling

Kirchdorf – „Der Begriff ,Scheune‘ hat sich gehalten. Das wird bei uns im Sprachgebrauch wohl auch so bleiben“, lacht stellvertretender Jugendfeuerwehrwart Nico Harzmeier. Auch wenn die nagelneue Halle neben dem Kirchdorfer Feuerwehrhaus, in der die Mitglieder der Jugendfeuerwehr jetzt ihre Ausrüstung lagern, so gar nicht nach Bauernhof aussieht.

Neben den Mitarbeitern von Handwerksfirmen packten auch Mitglieder der Orts- und der Jugendfeuerwehr, dazu noch „Spezialisten“ für einzelne Gewerke oder Transport aus den Ortsfeuerwehren Scharringhausen und Kuppendorf, tatkräftig mit an, „insgesamt rund 40 Freiwillige, die ehrenamtlich über 300 Stunden Arbeit investiert haben“, bilanziert Harzmeier. Den erfolgreichen Abschluss des Projektes, für das die Gemeinde Kirchdorf 15 000 Euro, die Samtgemeinde 25 000 Euro zur Verfügung gestellt hat, beging die Jugendfeuerwehr am Freitagabend in Form einer Helferparty mit Gegrilltem, Getränken und gemütlichem Beisammensein, als Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz.

Im Dezember 2017 musste die Jugendfeuerwehr ihr Material relativ kurzfristig aus der Scheune an der Rathausstraße holen, da die Gemeinde das Grundstück im Zuge der Ortskernentwicklung veräußert hatte, erinnert Nico Harzmeier. „Über anderthalb Jahre waren dann die Sachen auf mehrere private Scheunen verteilt.“ Eine Lösung war zunächst nicht in Sicht, bis Feuerwehr und Jugendfeuerwehr Ende 2018 das Gespräch mit Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher suchten. Der Samtgemeinderat habe dann in Kooperation mit dem Gemeinderat das Budget zusammengestellt, „dann konnten wir uns Angebote einholen, überlegen, welcher Baustil es sein soll.“

Man entschied sich aus Kostengründen nicht für eine Stahl-, sondern für eine Holzkonstruktion, die Wände der 15,5 mal sieben Meter großen Halle mit drei Rolltoren – die nicht elektrisch, sondern von Hand geöffnet und geschlossen werden – bilden Trapezbleche, auf eine Heizung wurde verzichtet. Die Pläne für die „neue Scheune“ schmiedete Feuerwehrkamerad Stefan Osterkamp als Mann vom Fach. Er gehörte auch zum fünfköpfigen Organisationsteam, mit Ortsbrandmeister Reiner Wittig, dessen Stellvertreter Jan Henrik Heuermann, Jugendwart Julian Plenge und dessen Stellvertreter Nico Harzmeier.

Die Arbeiten begannen im April, dauert rund drei Monate. „Der Plan war klar: Bis zum Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2019 wollten wir fertig sein, damit wir danach nicht wieder die ganzen Klamotten an mehrere Orte und, im schlimmsten Fall, Monate später in die neue Halle bringen müssen. Das konnten wir einhalten“, stellt Nico Harzmeier fest. „Die Halle war bis zum Lagerbeginn dicht, die Tore wurden kurz vorher eingesetzt, lediglich der Stromanschluss fehlte noch und Arbeiten im Außenbereich standen aus.“

Die „neue Scheune“ beherbergt das komplette Equipment für das Zeltlager, darunter 15 Steilwandzelte für die rund 40 Jugendlichen plus 14 Betreuer, Bierzeltgarnituren auf einem Gummiwagen, ein Aufenthaltszelt mit Holzboden auf einem zweiten, dafür Schränke, eine Spüle. Dazu Hürden, Leiterwand etc. für den Jugendfeuerwehrübungsdienst. Nico Harzmeier betont: „Wir haben jetzt die optimale Lösung, sind echt froh, dass die Politik auf Gemeinde- und Samtgemeindeebene uns das ermöglicht hat.“

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