Neue Ausrüstung für die Freiwillige Feuerwehr Wehrbleck 

Kameraden jetzt mit Wärmebildkamera unterwegs

Die Wärmebildkamera im Atemschutznotfalleinsatz: Der Truppführer (links unten) überwacht während der Rettung des Verunfallten mit der Kamera die Arbeiten. - Ortsfeuerwehr Wehrbleck

Wehrbleck - Die „Bullard ECO-X“ hat den Transport aus den USA nach Wehrbleck unbeschadet überstanden. Die „Bullard Eco-X“ ist eine Wärmebildkamera, die künftig in der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Wehrbleck eingesetzt wird. Ortsbrandmeister Michael Fangmann hatte zum jüngsten monatlichen Ausbildungsdienstes neben den Kameraden auch interessierte Unterstützer der Feuerwehr Wehrbleck eingeladen, um die neue Wärmebildkamera (WBK) hautnah zu erleben.

Zu Gast waren auch Mitglieder des Kameradschaftsvereins der Feuerwehr Wehrbleck, denn dieser hatte gut die Hälfte der Kosten der Kamera finanziert. „Zu den Unterstützern der anderen Hälfte zählen neben der Samtgemeinde Kirchdorf die Unternehmen Exxon-Mobil, Müller, Müller, Beuke &Partner, Thürnau Feuerwehrbedarf, Wintershall, Sparkasse Varrel, Fruchthof Thiermann und weitere, die nicht namentlich in Erscheinung treten möchten“, erklärt Fangmann.

Warum es dieses Modell sein sollte, erklärt der Ortsbrandmeister: „Dieses Modell bietet verbesserte Möglichkeiten im Einsatz. Wie erkenne ich den Füllstand von Gefäßen? Welche Temperatur hat das Gefäß?“ Fangmann erläuterte die Vorteile, die die Wärmebildkamera bietet bei der Personensuche in Gebäuden, bei Verkehrsunfällen und anderen Einsätzen.

Doch Michael Fangmann gab auch zu bedenken: „Die Wärmebildkamera ist nicht das Allheilmittel der Feuerwehr. Ihre Fähigkeiten hat auch Grenzen. Diese müssen die Bediener kennen, um sich im Einsatz ein realistisches Lagebild machen zu können.“ Fangmann hatte eine Übungsstecke konstruiert, in der die Wärmebildkamera an verschiedenen Experimenten auf „Herz und Nieren“ geprüft wurde. Auch die Sponsoren durften die Kamera selbst in die Hand nehmen und bedienen.

In einer kleinen Einsatzübung zeigten die Mitglieder der Ortsfeuerwehr die Handhabung während eines Atemschutznotfalls. „Das Atemschutznotfallteam der Freiwilligen Feuerwehr Wehrbleck hat durch die Kamera die Möglichkeit, unter Nullsicht verunfallte Kameraden wesentlich schneller aufzufinden, als es mit den alten Suchverfahren über Leinen, wie etwa der Rechte-Linke-Handtechnik, der Tauchertechnik oder der Baumtechnik möglich war. Diese sind sehr zeitaufwändig und teilweise umständlich gewesen.“

Gefachsimpelt über die neue Kamera und ihre Einsatzoptionen wurde abschließend während eines gemeinsamen Imbisses.

mf/sis

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