Arbeiten beginnen im Sommer: Der Wasserstand ist noch zu hoch

Jetzt reicht’s: Der Dorfteich in Dörrieloh wird verfüllt

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Die Dorfteich in Dörrieloh wird im Sommer verfüllt – die Geruchsbelästigung konnte nicht beseitigt werden.

Dörrieloh - Es war eine tolle Idee: Ein Dorfteich in der Ortsmitte von Dörrieloh, sommers zur Abkühlung, winters zum Kufenspaß. Draus geworden ist ein stinkender Tümpel, der nach diversen Experimenten nun begraben wird. Im Wortsinn.

Um den Dorfteich kümmert sich seit jeher der Heimat- und Verschönerungsverein Dörrieloh. Vorsitzende Heidi Mohrlüder kann die Zahl der Einsätze nicht mehr benennen. Diverse „Ausgrabungen“ habe man durchgeführt, Fische reingesetzt, einen Wasserfall in die Mitte gebaut, um mehr Sauerstoff in den Teich zu bekommen – und Bewegung, damit das Gewässer nicht zur Modergrube verkommt. Vergebens. „Jetzt reicht’s“, heißt es in Dörrieloh. Wieviel Geld hat der Heimatverein für die diversen Maßnahmen aufgewendet? „Ach...“, sagt Mohrlüder und winkt ab. Man will nach vorne blicken. Es seien Erdarbeiten in großem Umfang notwendig. Kosten: Etwa 8 000 Euro. Die Büsche um den jüngeren Bereich herum wolle man stehen lassen. Hier soll künftig eine Steinformation zum Hinsetzen einladen. Neben dem benachbarten Eichenhain steht eine Sitzgruppe mit Tisch, noch in Moosgrün, demnächst wieder präsentieren sich die Bänke mit neuem Holz als Sitzmöbel.

Mit dem ersten Erdaushub, der notwendig ist, muss nun bis zum Sommer gewartet werden – die Regenfälle der vergangenen Monate haben den Wasserstand im Dorfteich wieder ansteigen lassen. Die Auflage, die der Heimat- und Verschönerungsverein bei der Verfüllung des Teiches einhalten muss: „Gewachsenen Sand“ nachfüllen. Ersten Ideen, Aushub der Häuslebauer zu nutzen, wurde ein klares „Nein“ entgegengesetzt, es müsse der Sand sein.

Für die Arbeiten sind zahlreiche Helfer notwendig. Dazu werde man rechtzeitig Termine bekannt geben und hoffe auf die Unterstützung Freiwilliger. Erste Zusagen örtlicher Unternehmen und natürlich der Einwohner wurden den Heimatpflegern schon gegeben. An den Kosten beteiligt sich auch die Gemeinde Varrel, die erst jüngst, wie berichtet, 6 000 Euro als Zuschuss bewilligt hat. Einen weiteren Zuschuss hat der Verein erhalten durch die Jubiläumsspendenaktion der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz, für die Ausgestaltung nach der Verfüllung. Neben dem Zuschütten mit „gewachsenem Sand“ müssen noch Rohre verlegt werden, um die Abwässer aus „Dörrieloh City“ zu kanalisieren. Diese Arbeiten sollen innerhalb eines Tages erledigt sein, so Mohrlüder.

In diesem Jahr wird der Ort sein Schützenfest (6. und 7. Mai) noch einmal mit Geruchsbelästigung feiern. Auch wenn das Zelt bereits einen neuen Standort hinter dem Schützenhaus, abgewandt vom Teich, hat. In Planung ist auch eine neue Ortstafel in der Ortsmitte. Die sei notwendig, denn noch gibt es kaum Straßennamen. Die richtige Adresse zu finden funktioniere oft nur durch Befragung der Bürger, sagt Mohrlüder. Nicht nur Handwerker stehen vor dem Problem, den richtigen Auftraggeber zu finden.

sis

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