Abrissarbeiten in Kirchdorf / Umgestaltung des Ortskerns geht weiter

Jetzt mit freiem Blick auf die Kirche

Der Abriss des ehemaligen Gasthauses geht weiter.

Kirchdorf –  Und dann bleibt, nach einigen Jahrhunderten, nur noch ein Haufen Bauschutt, als letzte Erinnerung an die Geschichte von „Schröders Gasthaus“, das zuletzt „Gasthaus Nachtigall“ hieß. Dessen Betrieb wurde im Jahr 1990 bereits eingestellt, der Wirtshausteil des Areals umgebaut zu einem Wohnhaus. Das gesamte Grundstück ist in vielen Dokumenten und Unterlagen im Archiv als Marktstraße 11 notiert, umfasst in historischer Bedeutung sowohl das zweistöckige Wohnhaus als auch die Gaststube samt Anbauten.

Die Fachleute der Firma Pfeiffer aus Steyerberg haben schweres Gerät im Einsatz. Seit Ende Januar haben sie den Innenbereich des ehemaligen Gasthauses, das die Gemeinde gekauft hat, entkernt. Abzureißen ist nur das Gasthaus, das zweistöckige Wohnhaus an der Marktstraße nebenan gehört zum Besitz der Familie Nachtigall, bleibt bestehen.

Die Fachfirma aus Steyerberg hat den Innenbereich innerhalb einer Woche entkernt, hat Bäder, Heizkörper, Metalle entfernt, ebenso die Innentüren. Eternitplatten von einem Flachdachanbau wurden fachgerecht entsorgt. Fenster und Fensterzargen haben die Mitarbeiter der Firma in dieser Woche ausgebaut - und ab Mittwoch kam der große Bagger zum Einsatz. Die Firma trennt alle Materialien, sortiert Dämmmaterial mitunter händisch aus, heißt es seitens der Bauleitung. Ebenso trenne man Holz und Ziegel. Letztere würden aufbereitet in Hesterberg. Am Freitagvormittag fiel der letzte Giebel an dem Haus, mit dem Glockenschlag setzt sich der Staub. Weitere gut zweieinhalb Wochen werden die restlichen Abriss- und Aufräumarbeiten dauern. Auftrag für Arbeiter: Abriss, aber die Straßenlampe muss heile bleiben. Die steht unmittelbar neben dem Gebäude...

Wie berichtet, plant die Gemeinde Kirchdorf auf dem Areal keinen Neubau. Im Zuge der Umgestaltung des Ortskernes soll die Blickachse vom zentralen Dorfplatz an der Langen Straße bis hin zur Kirche frei bleiben. Politik und „Kirchens“ sind sich einig, dass sie hier einen Bereich schaffen möchten, der Platz bietet, um innezuhalten. Gedenksteine, die an die gefallenen Soldaten erinnert, stehen hier bereits neben der Kirche. Nach Angaben von Bürgermeister Holger Könemann werde versucht, die Gedenktafel für die im Krieg gefallenen Mitglieder des Sportvereins, derzeit platziert auf dem Gelände des Naturfreibades, ebenfalls in den Bereich zu integrieren. So könne eine zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Kirchdorf gehalten werden. Das Gestaltungskonzept, sagt Könemann, stehe noch nicht genau fest. Die bisherigen Gespräche seien sehr gut und konstruktiv verlaufen, erklärt Könemann, weitere werden folgen. Fest stehe aber, dass die Gemeinde die Kosten für die Umgestaltung übernimmt und „Kirche“ sich bereit erklärt hat, die Pflege zu gewährleisten.  sis

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