115 Teilnehmer beim Jahresabschluss

Silvesterlauf in Barenburg: Jeder für sich – und doch zusammen

Magdalene Hische und Christa Witte stehen in Barenburg.
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Silversterlauf-Initiatorin Christa Witte (rechts) mit Magdalene Hische.

Barenburg – Der Silvesterlauf gehört zum Jahreswechsel wie der Tannenbaum zum Weihnachtsfest. „Wir wollen ihn trotz der schwierigen Bedingungen nicht ausfallen lassen“, beschloss das TuS-Vorstandsteam um Vorsitzende Karin Hoyer. Die Organisation übernahmen federführend Jana Knieling und Birgit Rohlfing.

„Ja, das war auch für uns eine Herausforderung“, erklärte Birgit Rohlfing: „Anders als in den Vorjahren war die Festlegung eines gemeinsamen Start- und Zielpunkts nicht möglich. Wir haben die Losung ausgegeben: Jeder entscheidet selbst, wo und wie lange er wandert, walkt oder läuft.“ Teilnehmer mussten sich über einen Zugangslink auf der Vereins-Homepage zur „TuS-Barenburg-Silvesterlaufcommunity“ registrieren und eine App herunterladen.

Bei Jana Knieling liefen die Fäden zusammen. Am Mittwoch hatte sie bereits 70 Starter auf ihrer Liste: „Eigentlich war vorgestern Anmeldeschluss, aber es kommen immer noch Leute dazu …“ Die Teilnehmer kommen schwerpunktmäßig aus Barenburg, aber auch Stammgäste aus dem Umland waren wieder dabei. Jana Knieling: „Und wir haben sogar einige Neulinge ausgemacht.“

Die Stammgäste Helko Krickemann (links) und Otto Nordholz mit Jagdhündin Kira.

Christa Witte hatte den Silvesterlauf 2003 ins Leben gerufen und war bis einschließlich 2018 Chef-Organisatorin. Die 79-Jährige geht fast täglich auf ihre zehn Kilometer lange Nordic-Walking-Strecke, dennoch war die Teilnahme im Rahmen der diesjährigen Gemeinschaftsaktion für sie „Ehrensache“: „Ich habe zwar mit dem Computer nichts am Hut, aber das ist eine Super-Sache.“ Bei der Online-Anmeldung habe sie von den Initiatorinnen Unterstützung erhalten.

Margret Lüdecke hat sich von Anfang an am Silvesterlauf beteiligt – abgesehen von zwei Jahren, an denen sie organisatorische Aufgaben übernommen hat. Die Corona-Krise habe dem Verein ein schwieriges Jahr beschert, aber auch Türen geöffnet: „Wir haben das Damen-Turnen in den Sommermonaten von der Halle auf den Sportplatz verlegt. Das hat uns so gut gefallen, dass wir das möglicherweise beibehalten.“ Für 2021 wünsche sie sich in sportlicher Hinsicht Normalität; bis dahin werde sie sich mit einem individuellen Fitness-Programm bei Laune halten.

Fußballer Philipp Meier hofft darauf, dass im neuen Jahr wieder Vereinssport möglich ist.

Helko Krickemann aus Kuppendorf ist seit sieben Jahren Stammgast beim Silvesterlauf des TuS Barenburg. Es ist eine von mehreren Veranstaltungen, die er jährlich als sportliche Herausforderung nimmt. „In diesem Jahr ist leider alles ausgefallen: Der Nienburger Spargellauf wurde abgesagt, der Kölner Halbmarathon auch. Da fehlt was!“, sagt Krickemann. Donnerstag feierte er seine persönliche „Online-Lauf-Premiere“. Zusammen mit Otto Nordholz und Jagdhündin Kira machte er sich auf eine „klassische 10-Kilometer-Strecke“.

Diese Distanz wählte auch Philipp Meier. Der Barenburger läuft sie zwei- bis dreimal im Monat und war bislang jedes Jahr beim Silvesterlauf dabei. Allein Sport zu treiben sei schön und gut, aber es ersetze nicht das Zusammensein. Der Fußballsport sei leider nur eingeschränkt möglich gewesen, allerdings habe man auch hier über Online-Aktionen Kontakt gehalten. Philipp Meier. „Ich hoffe, dass Vereinssport 2021 wieder möglich ist. Aber ich bin optimistisch.“

Von Anfang an dabei ist auch Margret Lüdecke, die sich derzeit individuell fit hält.

Ziel des Silvesterlaufs sei in diesem besonderen Jahr gewesen, die Menschen zu „bewegen“ und, wenn auch nur virtuell, Gemeinschaft zu pflegen. Um einen Anreiz zu schaffen, verloste der Verein unter den Teilnehmern einen Gutschein in Höhe von 60 Euro von Intersport Ranck. Die Rechnung ging auf: Jana Knieling sprach von 115 Teilnehmern.

Karin Hoyer sieht positiv in die Zukunft: „Unsere Mitglieder halten zur Stange; das ist wohl der Vorteil eines kleinen Vereins. Die Idee des corona-konformen Silvesterlaufs, die aus den Reihen der jungen Fußballerinnen stamme, sei großartig und passe zur Philosophie des Vorstands: „Wir haben im letzten Jahr alles gemacht, was möglich war.“

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