Zwei neue Obfrauen

Jägerschaft Grafschaft Diepholz: Ehrungen bei Versammlung in Varrel

Zwei neue Obfrauen hat die Jägerschaft Grafschaft Diepholz, für Öffentlichkeitsarbeit Fiona Holthus, für das Jagdhornblasen Ulrike Jost, hier Holthus’ Vorgängerin Liane Röbke und Vorsitzendem Stefan Schwier (von links).
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Zwei neue Obfrauen hat die Jägerschaft Grafschaft Diepholz, für Öffentlichkeitsarbeit Fiona Holthus, für das Jagdhornblasen Ulrike Jost, hier Holthus’ Vorgängerin Liane Röbke und Vorsitzendem Stefan Schwier (von links).

Varrel – Ein strenges Hygienekonzept habe die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Grafschaft Diepholz ermöglicht, zu der sich die Mitglieder am Freitag im Gasthaus „Lindenhof“ (Hartje-Melloh) in Varrel trafen, heißt es in einer Mitteilung des Vorstandes, „die Ausstellung der Trophäen unterblieb allerdings.“ Die Neubesetzung von Ämtern und die Würdigung verdienter Mitglieder erfolgten bei der Zusammenkunft.

Eingangs richtete Vorsitzender Stefan Schwier einen besonderen Dank an Martin Möhlenpage, für den Aufbau und die Präsentation des neuen Entdeckermobils, ein gemeinsames Projekt der Landesjägerschaft Niedersachsen, des Anglerverbands Niedersachsen, des Sportfischerverbandes im LFV Weser-Ems und der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung (wir berichteten). Schwier zitierte Änderungen aus dem Waffengesetz, wies darauf hin, dass die waffenrechtliche Regelüberprüfung der Zuverlässigkeit durch den Verfassungsschutz auch vor dem Erlangen des Jagdscheins erfolgt. Der Vorsitzende bedankte sich bei den Hegeringen für deren Einsatz bei der Wildtiererfassung: „Wir brauchen die Wildtiererfassung, weil sie zum wichtigen Mittel in der Wissenschaft und Politik geworden ist.“

Ein weiteres Projekt der Landesjägerschaft Niedersachsen ist das Wolfsmonitoring, das sehr erfolgreich laufe und ständig aktualisiert werde. Die Homepage veröffentliche unter anderem die Population der Wolfsrudel in Niedersachsen, dargestellt auf geografischen Karten und in Tabellen. Neu in diesem Jahr ist das Programm des Veterinäramtes Diepholz zur Ausbildung von Hunden zu Kadaver-Suchhunden: Es geht vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest darum, tote Wildschweine aufzufinden. Bereits acht Hunde hätten im Landkreis eine entsprechende Ausbildung absolviert, darunter zwei von Bernhard Winalke aus dem Hegering Brake.

Streckenbericht: Rückgänge bei Hasen, Fasanen und Schwarzwild

Den Streckenbericht gab Kreisjägermeister Cord-Hinrich Hespe: Beim Hasen wurden im Jagdjahr 2019/2020 noch 1 414 Stück gezählt (davon 296 Fallwild), im Jagdjahr 2020/21 lag die Zahl bei 526, ein Rückgang um 63 Prozent. Einen starken Rückgang, um 78 Prozent, verzeichnete man bei den Fasanen. „Der Hase ist wieder da“, so Hespe, der Bestand habe sich gut erholt. Beim Schwarzwild habe man einen Rückgang um 46 Prozent gehabt. In Bezug auf das Schwarzwild und die Afrikanische Schweinepest (ASP) betonte Cord-Hinrich Hespe, dass es unbedingt vermieden werden müsse, dass die Tierseuche durch Jagdtourismus in die hiesige Region eingeschleppt wird.

Veränderungen gab es im Vorstand und bei den Obleuten. Erster Vorsitzender der Jägerschaft Grafschaft Diepholz bleibt Stefan Schwier, zweiter Vorsitzender wird Cord-Hinrich Hespe. Neue Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit ist Fiona Holthus, sie folgt darin auf Liane Röbke. Bei den Jagdhornbläsern übernimmt das Amt der Obfau Ulrike Jost

Im Anschluss erfolgten Ehrungen: Die Verdienstnadel in Bronze der Landesjägerschaft Niedersachsen für besondere Verdienste im Waidwerk wurde an Klaus Bookhoop und Heinz-Hermann Landau verliehen. Die Ehrennadel in Anerkennung von 40 Jahren verdienstvoller Tätigkeit im Jagdhornblasen der Landesjägerschaft Niedersachsen im Bläsercorps Grafschaft Diepholz erhielt Helmut Langner, für 30 Jahre ging sie an Claudia Meyer-Husmann, für zehn an Maike Imhof-Harms und für fünf an Imke Schlarmann, Christine Kleiner und Dr. Thomas Schnabel. Zum Abschluss überreichten Stefan Schwier und Cord Hinrich Hespe dieJägerbriefe an die anwesenden Jungjäger aus den Jahrgängen 2020 und 2021 der Jagdschule Grafschaft Diepholz, sie wurden mit einem dreifachen „Horrido“ geehrt.

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