Landfrauen-Frühstückstreffen

Ulrike Tubbe-Neuberg erklärt den „kleinen Unterschied“

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Treffend und mit sehr viel Humor beleuchtete Ulrike Tubbe-Neuberg das unerschöpfliche Thema Mann/Frau.

Varrel/Sulingen – Das rechte Bein im Uhrzeigersinn kreisen lassen und zeitgleich mit der Hand eine „6“ in die Luft schreiben: Die Lockerungsübung, die Referentin Ulrike Tubbe-Neuberg den Besucherinnen der Frühstücksveranstaltung verordnete, sorgte für Heiterkeit. Und die offensichtlichen Koordinationsschwierigkeiten stellten die den Frauen allgemein nachgesagte Multitasking-Fähigkeit infrage.

In puncto Kommunikationsfreude bedienten diese das Klischee in vollem Umfang: Der Geräuschpegel der Veranstaltung im Saal des Gasthauses „Lindenhof“ in Varrel, zu dem Diane Beneke im Namen des Landfrauenvereins Sulingen knapp 200 Gäste begrüßen konnte, war immens. Ulrike Tubbe-Neuberg von der Landwirtschaftskammer Hannover stellte Studien über die Unterschiede von Männern und Frauen vor, mit denen sich Wissenschaftler aller Couleur seit den 1990er Jahren intensiv beschäftigen.

Bedingt durch die geschlechtsspezifischen Eigenheiten in Struktur und Funktion ihres Gehirns „ticken“ Frauen anders als Männer. Sie gelten als redefreudig, kommunikativ und konsensorientiert, während Männern die Fähigkeit zu räumlichem und analytischem Denken nachgesagt wird. Tubbe-Neuberg: „Frauen reden über Probleme und beleuchten sie von allen Seiten, während ein Mann in der Regel am liebsten wie ein Cowboy in Richtung Sonne reitet, um allein eine Lösung zu finden.“

Die Lockerungsübung, die die Referentin den Besucherinnen der Frühstücksveranstaltung verordnete, sorgte für Heiterkeit.

Zentraler Punkt ihres Vortrags: „Männer gehen einkaufen, Frauen gehen shoppen!“ Eine wissenschaftliche Untersuchung habe ergeben, dass Männer im Durchschnitt sechs Minuten für den Kauf einer Hose benötigen, Frauen hingegen drei Stunden und 26 Minuten. „Die Männer fixieren ihre Beute wie die Mammut-Jäger in der Steinzeit. Frauen sind eher die Sammler: Sie haben das gesamte Angebot im Blick und finden ganz nebenbei einen Pullover für ihren Mann oder ein Seidentuch für die Freundin, die in der nächsten Woche Geburtstag hat“, sagte Tubbe-Neuberg.

Typisch für Frauen sei auch, dass sie nie das erstbeste Kleidungsstück kaufen: „Sie lassen es zurücklegen und schauen weiter.“ Undenkbar für Männer sei das „Gruppen-Shoppen“ oder die Vorliebe des weiblichen Geschlechts für Verkaufsabende in der Gemeinschaft: „Das funktioniert bei Frauen bestens und bei Männern gar nicht.“ Der gemeinsame Einkauf sei daher meist ein Albtraum. Eine deutliche Umsatzsteigerung hätten Geschäfte, die – analog zum Kinderparadies – einen Raum zum „Kaffeetrinken, Zeitungslesen und zum Bundesliga-Ergebnis-Check“ vorhalten, wo Frauen ihre Männer „abgeben“ können. Marketingexperten hätten unter geschlechtsspezifischen Aspekten Ladenkonzepte entwickelt, die bei Käuferinnen und Käufern Glückshormone freisetzen. Und ihre Geldbeutel öffnen.

Ulrike Tubbe-Neuberg erntete Schmunzeln und Kopfnicken von den Landfrauen. Ihr Referat hatte zwar keine grundlegend neuen Einsichten gebracht, aber das unerschöpfliche Thema Mann/Frau treffend und mit sehr viel Humor gespiegelt.

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