Livemusik für 100 „Auserwählte“

Rock die Mühle in Kuppendorf: Inzidenzwert drosselt Besucherzahl

Die „Autopilot Aviators“ bestritten das Finale im Line-up von „Rock die Mühle“ in Kuppendorf.
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Die „Autopilot Aviators“ bestritten das Finale im Line-up von „Rock die Mühle“ in Kuppendorf.

Kuppendorf – Kein Gedränge, kein „Pogo“ vor der Bühne, eher entspanntes Lauschen: Geplant hatte Gastronom Lars Gehlenbeck das Mini-Festival „Rock die Mühle“ in Kuppendorf für maximal 500 Gäste – allein, der zwischenzeitlich gestiegene Corona-Inzidenzwert sorgte dafür, dass lediglich 100 „Auserwählte“ im Festzelt am Gasthaus „Zur Mühle“ die Bands im Spektrum von Rock über Punk bis Metal erleben durften.

„Von den Gästen gab es positives Feedback – natürlich hätten es mehr sein können, aber ich musste ja das Hygienekonzept ändern, unter anderem die Tische anders stellen, um den Abstand einzuhalten – und den Kartenverkauf runterfahren. Aber, für so einen ersten Versuch – die Leute waren richtig begeistert, an beiden Tagen“, bilanziert Gehlenbeck. Beim „Warm-up“ am Donnerstag seien noch nicht ganz so viele da gewesen. Den Bands habe der Aufbau gut gefallen. „Das Festival war ja so ein Ding, was wir in vier Wochen aus dem Boden gestampft haben“, erinnert Gehlenbeck, „das ging, weil wir jetzt ein eigenes Zelt vor Ort haben und vom Sporthaus die Duschen und Toiletten nutzen konnten.“ Einige hätten tatsächlich die Möglichkeit genutzt, zu campen: Fünf oder sechs Wohnmobile beziehungsweise Wohnwagen seien vor Ort gewesen, ein paar Gäste hätten auch gezeltet.

Lars Gehlenbeck beantragte zur Absicherung Mittel aus dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen. „Man hatte dafür einen Kostenplan einzureichen – der war natürlich auf 500 Leute ausgelegt. Wir haben ja auch T-Shirts zu ,Rock die Mühle‘ gedruckt“, nennt Gehlenbeck ein Beispiel für die zahlreichen „Kleinigkeiten“, die zusammenkommen: „Eigentlich braucht man für so ein Festival mindestens ein Jahr Planung.“ Der Bund trete für Kosten ein, die aufgrund der coronabedingt vorgeschriebenen Reduzierung der Besucherzahl nicht gedeckt sind. „Von daher war es vom Risiko her kalkulierbar.“ Auch mit 500 Gästen wäre doch sicherlich kein finanzieller Gewinn zu erwarten gewesen? „Ich hab’ da ja auch Lust zu – und man muss auch mal was versuchen“, ist der Gastronom (und Metal-Fan) überzeugt. „Da das Zelt mittlerweile in unserem Eigentum ist, haben wir die Möglichkeit dazu.“

Lust hätten übrigens auch die Musiker auf das Mini-Festival gehabt: „Ich hätte am Ende 20 Bands haben können. Wir haben dann welche ausgewählt, die aus der Region kommen und nicht so eine weite Anreise haben.“ Abgesehen von den „Autopilot Aviators“, die extra aus Schweden angereist sind, „der Schlagzeuger stammt gebürtig aus Bahrenborstel. Die sind dann spontan mit der Fähre rübergekommen, das fand ich richtig klasse.“

2022 soll es eine Neuauflage geben

Die Band „Sanity Law“ aus dem Raum Minden spielten beim Warm-up am Donnerstag Coversongs, „Lieder, die jeder kennt. Die waren richtig gut.“ Mit „Sanity Law“ werde es ganz bestimmt 2022 eine Konzertveranstaltung geben, an einem Samstag. Und das Festival? „Wir werden das auf jeden Fall 2022 noch einmal machen, aber dafür steht noch kein Zeitraum fest.“ Die Idee zu „Rock die Mühle“ entstand, weil Lars Gehlenbeck und Freunde pandemiebedingt zwei Jahre hintereinander nicht zum Wacken Open Air fahren konnten. „Wenn alles klappt, fahren wir nächstes Jahr nach Wacken – deswegen ist das Datum, das wir diesmal hatten, nicht drin“, sagt Gehlenbeck lachend.

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