Holzhausen: Heimatverein feiert das 25-jährige Bestehen

„Rührige Menschen“

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Annemarie Sünkenberg moderierte die Veranstaltung und wagte gleichzeitig einen Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Heimatverein. Musikalisch begleiteten die Sängerinnen und Sänger der Vereinigten Chöre Kirchdorf die Veranstaltung.

Holzhausen - An die 400 Seelen zählt Holzhausen, Ortsteil der politischen Gemeinde Bahrenborstel. Gefühlt versammelten sich Sonntagmorgen alle im und am ehemaligen Gasthaus „Zum Hirtenhorn“. Der Heimatverein hatte zur Feier des 25-jährigen Bestehens eingeladen – und gleichzeitig zur 625. Wiederkehr des Datums der Ersterwähnung der Ortschaft. Annemarie Sünkenberg moderierte die Veranstaltung und wagte gleichzeitig einen Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Heimatverein.

Sünkenberg gehört zu den Gründungsmitgliedern des Heimatvereins. Sie und Team nahmen Sonntagmorgen Komplimente und Dankesworte entgegen, die bestätigen, dass Verein und dessen Aktivitäten wesentlich zur Entwicklung der Ortschaft beigetragen haben und in Zukunft auch noch beitragen werden.

Werner Böckelmann, ehemaliger Archivar der Samtgemeinde Kirchdorf, der die Geschichtswerkstatt in Holzhausen begleitet hatte, leitete in den Reigen der Beiträge ein. Er unterstrich dabei in Reimform die Wichtigkeit der Heimatvereine in der Aufarbeitung von Geschichte und Geschichten. Die Zeiten, in denen man im Schummerlicht Weisheiten der Großmütter übernahm und weitertrug, seien vorbei. „Großmütter nutzen ihre Zeit heute anders.“ Die Technik habe alles im Griff. Gut, „dass es rührige Menschen gibt“, die bereit sind, Vergängliches zu dokumentieren und damit festzuhalten.

Heinz Albers, Bürgermeister der politischen Gemeinde Bahrenborstel, dankte für den Einsatz „zum Wohle der Gemeinde, zum Wohle des Bürgers“. Er erinnerte unter anderem an das Engagement der Heimatvereine Bahrenborstel und Holzhausen um den Dorfplatz des Kreiszeltlagers 2014 in Bahrenborstel. „Ich will den Twistringern als Ausrichtern des Zeltlagers 2015 in Mörsen nicht zu nahe treten, aber das war schon klasse, was wir in Bahrenborstel geleistet haben.“ Kirchdorfs Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher bezeichnete die Vergangenheit und deren Aufarbeitung als Fundament der Zukunft. „Wenn Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich zu engagieren, wie ihr hier, dann bin ich nicht bange um die Zukunft unserer Dörfer.“ Die Samtgemeinde könne nur den Rahmen schaffen. Der Samtgemeindebürgermeister appellierte, auch junge Menschen in die Arbeit der Vereine mit einzubinden und ihnen so ein Stück Lebensqualität im ländlich strukturierten Raum anzubieten. Weitere Grußworte sprachen Pastor Wolfgang Gerdes, Vertreter der Holzhausener und Bahrenborsteler Vereine sowie Claus-Dieter Lösche, Vorsitzender des Kreisheimatbundes. Lösche bestätigte Annemarie Sünkenberg und Mitstreitern gut für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein.

Die Vorsitzende hatte in ihrem Rückblick unter anderem an die Bürgerversammlung am 5. Juli 1989 erinnert, während der die Planungen im Rahmen der Dorferneuerung beraten werden sollten und aus der später dann der Verein hervorgegangen war. Die erhofften Fördermittel seien ausgeblieben. Dennoch habe man sich entschieden, Projekte in Eigenregie in Angriff zu nehmen. Sünkenberg sparte nicht mit Selbstkritik: Nicht jedes Vorhaben sei auf uneingeschränkte Zustimmung in der Öffentlichkeit gestoßen. Aber: „Mann kann nicht morgens einen Baum pflanzen – und sich am Nachmittag in den Schatten setzen wollen.“

Der Vorstand hatte anlässlich der Feierstunde eine Ausstellung zusammengetragen, die an die Aktivitäten der Mitglieder des Heimatvereins während der vergangenen 25 Jahre erinnert (wir berichteten). Vorgestellt werden auf den Schautafeln auch aktuelle Vorhaben, unter anderem das des Baus des Dorfgemeinschaftshauses im Bereich des Dorfplatzes an der Alten Schule.

oti

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