Holger Könemann 100 Tage im Amt als Bürgermeister der Gemeinde Kirchdorf

Mehr Transparenz, mehr Teamarbeit

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Holger Könemann: Arbeit am PC lässt sich auch im heimischen Garten erledigen.

Kirchdorf - Ratsarbeit ist in Kirchdorf immer mehr Teamarbeit: Holger Könemann hat es in den zurückliegenden knapp 100 Tagen geschafft, die Ratskollegen so einzubinden, dass er als Bürgermeister nicht mehr allein für alles zuständig ist. Themen und Aufgaben werden auf mehrere Schultern verteilt. Der Austausch untereinander im Rat ist wichtig.

Wie funktioniert das Bürgermeisterdasein? „Es läuft. Sehr gut sogar“, stellt Könemann fest. Der Bürgermeister als fester Bestandteil jeder Feier und Veranstaltung – das war nie die Arbeitsauffassung von Holger Könemann. Offizielle Termine sind auf alle Schultern verteilt. Auch verwaltungstechnisch funktioniere es sehr gut – Könemann weiß genau, dass er momentan Extrazeit verlangt im Rathaus. Und ist dankbar für die Unterstützung seitens der Verwaltung, die ihm hilft bei der lokalpolitischen Arbeit. „Ich brauche ja einen Fundus an Informationen und bin begeistert, dass man mich da so unterstützt.“

Könemann arbeitet die Infos auf. In vier Dienstbesprechungen und einer Klausurtagung in den Wochen seit seiner Wahl zum Bürgermeister der Gemeinde Kirchdorf Anfang März hat Könemann strikt Wert darauf gelegt, Themen nicht nur durchzusprechen, sondern per Powerpoint-Präsentation mit Bildern zu veranschaulichen. Frei nach dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ erfolgt die Information für die Ratskollegen, die ihrerseits ebenfalls themenbezogene Detailaufgaben ergänzen. Zusammengetragen ergibt das dann eine Entscheidungsgrundlage für die Lokalpolitiker, auf der sich grundsolide Beschlüsse fassen lassen.

Davon können sich die Bürger überzeugen in der nächsten Ratssitzung, die für den 16. Juni, 19.30 Uhr, angekündigt ist – im Schützenhaus Scharringhausen. Der Rat tagt nicht mehr nur im Rathaus, sondern, auch das ein Wunsch Könemanns, in wechselnden Gebäuden in der Gemeinde.

Dass Könemann auch als Privatmann im Dorf unterwegs ist, muss er manchmal mit einem dezenten Hinweis auf Sprechzeiten erklären. Zwar ist ein Austausch mit den Bürgern immer gerne gesehen und wichtig, aber für Anfragen und Hinweise ist eben die persönliche Sprechzeit gedacht (montags 17 bis 18 Uhr, donnerstags 19 bis 20 Uhr, Tel. 04273/ 9630280, ein Anrufbeantworter zeichnet den Anruf außerhalb der Sprechzeiten auf, E-Mail: holger@koenemann-kirchdorf.de). Und auch ein Bürgermeister darf privat zum Schützenfest gehen und ein/zwei Bierchen trinken...

Viele Stunden an Bürgermeisterarbeit bleiben unsichtbar, münden jedoch bei den öffentlichen Ratssitzungen in konkrete Entscheidungen. Am Dienstag geht es deshalb auch um neue Spielgeräte für zwei Spielplätze – nach einem Hinweis über die „Bürgermeister-Hotline“. Ärgerlich war, dass Auto-, besonders aber Lkw-Fahrer auf der Steyerberger Straße entlang des neu gebauten Kreuzungsbereiches „bei Brassers“ die neu geschaffenen Fußgängerbereiche schädigen, in dem sie „Kurven schneiden“. „Da werden wir Poller aufstellen“, kündigt Könemann an. Die sind bereits bestellt. Die Einweihung des neuen Bauhofes wird für September angekündigt.

Als nächstes großes Thema steht die verkehrliche Situation generell in der Gemeinde auf dem Programm – insbesondere die Nordumgehung nennt Könemann als Wunsch. Wohlwissend, dass es bis zur Realisierung mitunter viele Jahre dauern kann.

Zwischenzeitlich bliebt viel zu tun: Die Innenentwicklung der Kommune birgt viele Ansatzpunkte. Interessiert und konsequent hat Könemann als Ratsherr gewirkt, tut das jetzt auch als Gemeindechef. Ist er im Amt des Bürgermeisters angekommen? „Nein, ich denke nicht. Ich habe meine Rolle noch nicht gefunden“, sagt der 52-Jährige nach kurzem Nachdenken.

Doch, möchte man sagen. Als Bürgermeister, wie das Amt im Jahr 2015 verstanden werden kann und wie Könemann es definiert hat zum Amtsantritt – als dieser Bürgermeister ist Holger Könemann bereits angekommen. Wie man „alte Zöpfe“ abschneidet, das klappt doch ganz gut.

sis

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